Bezirksoberliga-Handballerinnen werden von Marielle Rebs trainiert

Ederbergländer Frauen mit neuer Trainerin: Ziel ein Platz im Mittelfeld

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Das Handball-Frauenteam der HSG Ederbergland in der Bezirksoberliga: (vorn von links) Ella Schlodder, Marie Porsch, Sophie Kümmel, Lisa Sonntag, Sophia Baumgartner, Frederike Born, Lisa Horsel. - Hinten von links: Katharina Althaus, Julia Fackiner, Anastasia Gavrilenko, Celina Schäfer, Sonja Bienik, Pia Amend und Muriel Hinrichs.

Battenberg. Mit der neuen Trainerin Marielle Rebs startet die HSG Ederbergland in die Handball-Bezirksoberligasaison der Frauen. 

Eigentlich war Marielle Rebs Spielerin bei der HSG Ederbergland – und sie wollte es auch bleiben. Zumindest bis zum August. Dann übernahm die Soldatin bei den Handballerinnen des Bezirksoberligisten das Zepter an der Seitenlinie als Nachfolgerin des Korbachers Achim Scholz, der sich nach dem Saisonende dem Ligakonkurrenten HSG Hofgeismar/Grebenstein angeschlossen hatte.

Für Rebs war das eine Herzensangelegenheit. Im Mai wurde sie schon einmal gefragt, ob sie nicht einspringen wollte, damals sagte sie noch nein. „Doch es hatte sich kein anderer gefunden und dann hat das Herz zugeschlagen. Ich konnte die Mädels doch nicht alleine lassen“, sagt Rebs.

Nun übernimmt sie die Mannschaft als Trainerin. Es ist ihre erste Station im Frauenbereich, in den vergangenen drei Jahren hatte sie allerdings schon Jugendteams bei der HSG betreut. Ihr Saisonziel? Ein Platz im gesicherten Mittelfeld.

Die Mannschaft sollte das Potenzial dafür sicherlich haben. Der Kader der HSG ist bis auf den Abgang von Hannah Porsch zusammengeblieben, die Rückraumspielerin ist nach Hamburg gezogen. Rebs kann somit auf ein eingespieltes Team zurückgreifen.

Allerdings gibt es auch Fragezeichen. Da ist zum einen die Torhüterposition: Annika Bemfert, die bisherige Nummer eins, ist bis März in Australien. Für sie wird Djamila Haffner zwischen die Pfosten rücken, als zweite Torhüterin Lisa Sonntag. „Djamila hat zuletzt fünf Schritte nach vorne gemacht“, hofft Rebs, dass Bemferts Lücke geschlossen werden wird.

Das zweite Fragezeichen könnte schwerer wiegen. Die HSG begann aufgrund des Trainerwechsels erst im August mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Andere Mannschaften haben da schon vier bis sechs Wochen Vorbereitung hinter sich, die Spielerinnen der HSG gingen in der Zeit bei den Männern mit ins Training.

Taktisch will Rebs vor allem in der Abwehr offensiver agieren. War unter Scholz die 6:0-Deckung erste Wahl, will die HSG in der neuen Runde mit einer 5:1-Deckung auflaufen – auch, um schneller ins Umschaltspiel zu kommen. „Bis jetzt funktioniert das gut“, sagt Rebs, allerdings funktioniere das schnelle Spiel nach vorne noch nicht nach Wunsch der Trainerin.

Die Saison der HSG beginnt am Samstag, 14. September, mit dem Auswärtsspiel in Zwehren, eines der Teams, die Rebs mit ihrer HSG auf Augenhöhe sieht. Titelfavorit ist für sie Aufsteiger HSG Bad Wildungen, aber auch von Reinhardswald erwartet sie viel. „Die Liga wird spannender werden“, ist Rebs überzeugt.

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