Verbandsligist mit kurzem kollektiven Aussetzer nach der Pause

Ederberglands Defensive schwach beim 3:5 gegen FC Gießen II

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Augen zu und durch: Tim Biesenthal (FCE, links) klärt in dieser Szene per Kopf vor dem gießener Felix Lau.

Watzenborn- Steinberg. Dem FC Ederbergland fehlt in der Fußball-Verbandsliga Mitte weiter die Konstanz: Eine Woche nach dem 4:2-Sieg über Langenaubach kehrte der Hessenligaabsteiger mit einem 3:5 von der Reserve des FC Gießen zurück.

Zehn verschlafene Minuten nach dem Wechsel ließen alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn platzen. „Es ist schwer, Worte zu finden. Es ist enttäuschend, was wir defensiv abliefern“, sagte Trainer Stefan Trevisi.

Beim FC Ederbergland fehlte Innenverteidiger Jan Dreher, der aufgrund einer Knieverletzung die Reise nicht mit antreten konnte. Für ihn rückte nach seiner Sperre wieder Steven Preuß in die Mannschaft. Eine Überraschung gab es in der Offensive: Hinter den Spitzen spielte Janis Wolff, der aus der zweiten Mannschaft hochgezogen wurde.

Bei großer Hitze auf dem Kunstrasenplatz in Watzenborn-Steinberg entwickelte sich ein zunächst offenes Spiel, in dem große Möglichkeiten allerdings Mangelware blieben. Der FCE indes nutzte gleich seine erste Möglichkeit zur Führung. Der rechte Außenverteidiger Ingo Miß tankte sich bis zur Grundlinie durch, seine Flanke fand Manuel Todt und der Torjäger bestätigte seine derzeit gute Form mit seinem siebten Saisontreffer zum 0:1 (7.). Aber auch die Gastgeber zeigten sich in Sachen Chancenverwertung effektiv und nutzten ebenfalls gleich ihre erste Möglichkeit: Nachdem Lamin Kamara einen Schuss von Christopher Schadeberg in höchster Not zur Ecke klärte, bekam der FCE diese im Anschluss nicht geklärt, aus dem Gewühl heraus erzielte Natnael Tega den Ausgleich (21.). In der Folge waren die Gastgeber zwar optisch überlegen, am 16er war aber auch die Regionalligareserve mit ihrem Latein am Ende.

Es dauerte nicht einmal zehn Minuten nach der Pause, da lag der FCE mit 1:4 in Rückstand – das 1:2 und das 1:4 fielen dabei immer nach dem selben Muster. Ballverlust im Spiel nach vorne, schneller Konter, Tor. Tega (46.) und Jann Bangert (54.) trafen so, beim 1:3 durch Schadeberg (53.) fehlte bei einem Freistoß komplett die Zuordnung in der FCE-Defensive. Ederbergland lief nach 70 Minuten erneut in einen Konter, den Bangert zum Gießener 5:1 vollstreckte. Zwar gab der FCE nicht auf, mehr als die Ehrentreffer des eingewechselten Simon Mitze (72.) und von Manuel Todt (85.) sprangen aber nicht heraus.

Am Ende war die Niederlage aufgrund des kollektiven Aussetzers nach der Pause vollauf verdient.

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