Beachvolleyball

43:41 im zweiten Satz - Frankenberger Paul Becker beim Finalsieg mit Spiel für die Geschichtsbücher

Beachvolleyballspieler Paul Becker aus Frankenberg beim Beachcup auf dem Obermarkt bei der Ballannahme.
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Marathon-Spiel im Finale: Paul Becker.

Der Frankenberger Beachvolleyballer Paul Becker hat einen Marathon-Satz beim Turnier in Königs-Wusterhausen gespielt. 58 Minuten dauerte Durchgang zwei beim Endspiel, 43:41 hieß es am Ende für Becker und seinen Partner Armin Dollinger, die zwölf Matchbälle abwehrten.

Königs-Wusterhausen – „Abnutzungskampf“, „episches Finale“, „vier Verrückte“, „krass“: So beschrieb der Frankenberger Beachvolleyballer Paul Becker das, was am vergangenen Wochenende in Königs-Wusterhausen passierte. Im Finale des Qualifikationsturniers zu den Deutschen Meisterschaften gegen Bennet und David Poniewaz sahen die wieder zugelassenen Zuschauer ein nicht alltägliches Endspiel. Vor allem Satz zwei war ein Durchgang für die Geschichtsbücher: Mit 43:41 setzte sich Becker mit seinem Partner Armin Dollinger durch.

Normalerweise geht ein Satz im Beachvolleyball bis 21 (im Tiebreak bis 15), wobei zwei Punkte Vorsprung notwendig sind, um den Durchgang zu gewinnen. „Die vier Verrückten“, wie Paul sich, seinen Partner und seine Gegner nannte, lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem nie ein Duo entscheidend wegziehen konnte. „Letztlich hat kein Team mehr als einen Fehler am Stück gemacht“, sagte Becker, der Satz eins mit 18:21 verloren hatte und so unter Zugzwang stand.

Beide Teams agierten auf höchstem Niveau, kämpften um jeden Ball und hielten das jeweilige Side-out fehlerfrei, sodass die 40er-Punkte-Marke geknackt wurde. Becker/Dollinger wehrten insgesamt zwölf Matchbälle ab und verwandelten ihren zehnten Satzball zum Ausgleich – 43:41. „National war das auf jeden Fall der längste Satz, der je gespielt wurde“, blickte Becker auf die 58 Minuten zurück, in denen sich ein „Abnutzungskampf“ entwickelte. Selbst die Nummernfelder, auf denen die Ergebnisse angezeigt wurden, reichten nicht mehr aus, das Schiedsgericht musste einen neuen Anschreibebogen holen, da die nur bis zu einem Punktestand von 36 gehen.

Im dritten Satz dann hatten Becker/Dollinger das bessere Ende für sich. „Nach diesem zweiten Satz war klar, dass sich das Team durchsetzt, das als erstes mit zwei, drei schnellen Punkten wegzieht“, sagte Becker. Ihm und seinem Partner gelang dies Mitte des Durchgangs – nach dem 15:10 und kräftezehrenden 148 Ballwechseln sowie 84 Gesamtspielminuten war der Turniersieg perfekt. „Für uns ist das eine bislang überragende Saison“, freute sich Becker nach dem zweiten Erfolg auf der Tour und fügte hinzu: „Das war das krasseste Spiel, das ich je gemacht habe.“

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