Mehr als 500 Starter in Bottendorf

Burgwald-Triathlon: Sportler froh über den ersten Wettkampf seit Monaten

Zutritt nur mit Maske: Beim Einlass wurde dies von den Helfern des TSV Bottendorf kontrolliert. Auch sonst mussten die Athleten einige Regeln befolgen. 12. Burgwald-Triathlon des TSV Bottendorf
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Zutritt nur mit Maske: Beim Einlass wurde dies von den Helfern des TSV Bottendorf kontrolliert. Auch sonst mussten die Athleten einige Regeln befolgen.

Mehr als 500 Starter waren beim 12. Burgwald-Triathlon des TSV Bottendorf am Start. Es war die erste größere Sportveranstaltung, die in diesem Jahr im Landkreis Waldeck-Frankenberg ausgetragen wurde.

Bottendorf - Grauer Himmel, Nieselregen, ein aufgeweichter Rasen, 17 Grad. Es gibt bessere Bedingungen für eine Sportveranstaltung im Sommer. Am Sonntag in Bottendorf störte das Wetter aber niemanden wirklich, nicht die Organisatoren und noch viel weniger die Sportler. Nach vielen Monaten ohne sportlichen Wettkampf waren die mehr als 500 Starter beim Burgwald-Triathlon froh, endlich wieder ihrer Leidenschaft nachgehen zu können.

Wobei die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie überall noch sichtbar waren. Das weitläufige Wettkampfgelände um den Sportplatz, wo sich sonst zahlreiche Sportler, Zuschauer und Helfer tummeln, wirkte deutlich leerer. Kein Wunder, hatten doch nur Sportler, Offizielle und Helfer Zutritt zum Veranstaltungsgelände. Eine Siegerehrung gab es nicht, Urkunden konnten sich die Sportler online ausdrucken.

Alle Teilnehmer, die bis unmittelbar vor dem Start Masken tragen mussten, hatten zudem einen festen Startplatz zugewiesen bekommen und mussten nach dem Zieleinlauf das Gelände pünktlich nach spätestens 20 Minuten verlassen haben.

„Ich freue mich“, sprach Oliver Klausen, Abteilungsleiter der Bad Arolser Trianhas kurz vor seinem Start in der 5. Hessenliga das aus, was die Gefühlslage bei fast allen Sportlern war. Für viele war es der erste Wettkampf seit der Corona-Pandemie, viele hatten ihren letzten Wettkampf 2019 absolviert. „Es ist wichtig, dass es jetzt trotz Corona wieder losgeht“, sagte Klausen – bevor er kurz darauf zu seinem Start in der 5. Hessenliga ins Wasser sprang. „Total glücklich“ war auch sein Vereinskollege John-Pascal Reichelt vor seinem „ersten Start nach zwei Jahren“.

Corona-Regeln: Erst kurz vor dem Schwimmstart durften die Masken ausgezogen werden.

„Wir sind sehr froh. Das ist hier wieder eine top-organisierte Veranstaltung“, lobte Thorsten Möller, technischer Delegierter des Hessischen Triathlon-Verbandes aus Roßbach, Gastgeber TSV Bottendorf. Durch die Zuweisung der festen Startzeiten sei es zwar für die Organisatoren ein langer Tag. „Aber besser ein langer Tag, als gar kein Tag“, unterstrich der Verbandsmitarbeiter, während die Stimme von Moderator Artur Schmidt durch die Lautsprecher klang.

Ein Moderator? Obwohl keine Zuschauer zugelassen waren? „In erster Linie moderiere ich ja für die Athleten“, sagte der 60-Jährige aus Herborn, der allerdings auch zugab, „dass es ohne Zuschauer eine ganz andere Atmosphäre ist“. Für ihn war der Burgwald-Triathlon auch ein Stück Rückkehr in die Normalität. „Die Pandemie hat uns doch so viel Freude genommen“, sagte der erfahrene Sportmoderator.

Unten an der Laufstrecke spendeten einige Anwohner und Helfer den Sportlern ein wenig Applaus und Aufmunterung. Die Zuschauer würden schon fehlen, sagte Nils Kindel von den Bad Arolser Trianhas nach seinem Zieleinlauf. „Vereinzelt haben ein paar an der Radstrecke gestanden. Das besondere Flair hat aber gefehlt.“ Ebenso, dass die gewohnten Gespräche unter den Teilnehmern nach dem Zieleinlauf diesmal ausfallen mussten. Nach dem ersten Durchatmen hieß es schnell die Sachen zusammensuchen, nach 20 Minuten musste das Sportgelände verlassen werden. Wer zu spät die „Check-Out-Matte“ passierte, der bekam eine Strafzeit aufgebrummt.

Aber das alles nahm man nach der langen Pause in Kauf. „Hauptsache, es wird uns überhaupt wieder was geboten“, so Kindel, der im August 2019 seinen letzten Triathlon-Wettkampf bestritten hatte. Und weiter: „Der TSV Bottendorf hat sich richtig viel Mühe gegeben. Hut ab vor Fabian Glaßl und seinem Team, die sich so toll reingehängt haben, diese Veranstaltung zu organisieren.“

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