Gelungene Versammlung online - Kreisvorsitzender Emde kündigt Abschied an

Tenniskreis Waldeck-Frankenberg: Zweiermannschaften sollen frische Impulse bringen

Er will sich im kommenden Jahr zurückziehen: Tennis-Kreiswart Karl-Friedrich Emde. Archiv
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Er will sich im kommenden Jahr zurückziehen: Tennis-Kreiswart Karl-Friedrich Emde. Archiv

Im Tenniskreis Waldeck-Frankenberg gibt es eine neue Idee, das Teamtennis zu stärken: Zweiermannschaften sollen für eine Belebung sorgen, schlägt Dino Schreiner, Vorsitzender des TC Hatzfeld, vor.

Sachsenhausen - Es ruckelte zwischendurch mal und nicht jede Verbindung stand die ganze Zeit lang wie eine Eins. „Doch im Großen und Ganzen ging’s“, stellte Karl-Friedrich Emde nach der ersten virtuellen Mitgliederversammlung des Tenniskreises Waldeck-Frankenberg am Freitagabend fest. Sie verlief mit Rekordbeteiligung.

Die Nachricht des Abends: Der Kreisvorsitzende zieht sich zurück. Emde wird im kommenden Jahr nicht ein weiteres Mal für das Spitzenamt kandidieren. Er werde dann 67 und habe 21 Jahre im Vorstand hinter sich, das sei genug. Der Sachsenhäuser führt den Fachverband mit 26 Klubs und 2651 Mitgliedern seit April 2012, zuvor war er elf Jahre lang Kreissportwart.

Emde beendete damals mit seiner Kandidatur eine schwierige Phase nach dem Abschied des ersten Großkreisvorsitzenden Hans-Jürgen Krombach. Er wolle mit seiner Ankündigung zu diesem Zeitpunkt einen Impuls in die Vereine geben, sagte Emde: „Schauen Sie mal, wer demnächst im Kreisvorstand mitarbeiten könnte.“

Spielleiter im Bezirk

Im Bezirk Nordhessen ist Emde unter anderem Spielleiter und somit im zweiten Jahr bei den Saisonplanungen mit Corona konfrontiert. Sicher ist: Er wird für die auf Mitte Juni verschobene Medenrunde neue Spielpläne schreiben müssen.

Im Moment heißt es abwarten. Dieses Motto gilt auch für eine Idee, von der man sich im Kreisvorstand einen frischen Impuls für das Teamtennis erhofft: Zweiermannschaften. Die Überlegungen, die Dino Schreiner, Kassenwart im Kreis und Vorsitzender des TC Hatzfeld, vorstellte: Beim Aufschlag im Duo könnten auch kleinere Vereine und damit mehr Teams um Punkte spielen. Das würde Ligen auf Kreisebene ermöglichen und so Fahrzeiten sowie Aufwand verringern.

„Kreisübergreifende Klassen sind nicht die Lösung“, sagte Schreiner vor allem mit Blick auf weite Anfahrten für den Nachwuchs schon in der untersten Liga. Er verfolge mit dem Zweiermodell den Zweck, Mitglieder „in den Spielbetrieb zu bringen“. Es soll nicht nur Kindern und Jugendlichen offen stehen, sondern auch Erwachsenen jeder Altersklasse, um ihnen den Einstieg ins Wettkampftennis leicht zu machen.

Hobbycharakter

Eine Zweier-Runde (zwei Einzel, ein Doppel pro Begegnung) hätte laut Schreiner Hobby-Charakter. Auf eine erste Anfrage bei den Vereinen habe es 18 bis 20 Rückmeldungen gegeben. Corona bremst die zweite Abfrage aus, Schreiner versprach: „Wir werden das angehen, sobald das Signal kommt, dass was stattfinden kann.“

Spuren hinterlässt das Virus auch in der Finanzplanung: Kassenwart Schreiner rechnet im Haushalt 2021 mit einem ordentlichen Minus, der Etat enthält einige schwer kalkulierbare Posten. Schreiner: „Wir müssen das Beste aus der momentanen Situation machen.“

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