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Samstags-Sieger in Zahlen: Drei Geschwister und 256 400 Preisgeld

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Von: Friederike Weiler

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Den Sieg vor Augen: Der Japaner Ryoyu Kobayashi hat sich am Samstag in Willingen seinen 26. Weltcup-Einzelerfolg gesichert.
Den Sieg vor Augen: Der Japaner Ryoyu Kobayashi hat sich am Samstag in Willingen seinen 26. Weltcup-Einzelerfolg gesichert. © Andreas Fischer

Am Samstag haben sich beim Willinger Weltcup-Skispringen Ryoyu Kobayashi aus Japan und die Österreicherin Sara Marita Kramer die Siege gesichert. Die Samstags-Sieger Kobayashi und Kramer sind unsere Stars in Zahlen.

Danach kam allerdings die Hiobsbotschaft: Kramer wurde positiv auf Corona getestet, daraufhin trat das Damenteam des ÖSV die Heimreise an.

3 Geschwister hat Sara Marita Kramer, zwei ältere Brüder – Rudger Thomas, der eine Ausbildung als Sporttherapeut macht, und Tim, ein begeisterter Triathlet. Mit ihrer jüngeren Schwester Femke verbindet sie vor allem die Liebe zum Wintersport – die 18-Jährige startet als Biathletin ebenfalls für den ÖSV.

14 Weltcup-Erfolge feierte die 20-Jährige bisher, sechs davon allein in dieser Saison. Bei Kramer wäre übrigens auch denkbar gewesen, dass sie für die Niederlande an den Start geht. Denn sie wurde in Apeldoorn geboren und zog mit ihrer Familie erst im Volksschulalter nach Österreich, da ihre Eltern sich während eines Skiurlaubs in den Wintersportort Maria Alm verliebten und sich dort dann den Traum von einem eigenen Hotel erfüllten.

26 Weltcup-Siege hat der 25-jährige Kobayashi bisher auf seinem Konto verbucht, zwei davon holte er in Willingen. Die Führung der Weltcup-Gesamtwertung hat der Japaner aber am Sonntag wieder an Karl Geiger abgeben müssen. Mit 1186 Zählern liegt er nun drei Punkte hinter dem Deutschen.

60 Kilogramm wiegt der 173 Zentimeter große Kobayashi, der aus einer Skisprung-Familie kommt: Er selbst startete mit elf Jahren mit dem Langlauf. Sein Vater ist Skilehrer, seine Schwester springt, seine Brüder springen, der ältere Junshiro sogar ebenfalls erfolgreich im Weltcup. Sein Debüt im Weltcup gab Ryoyu Kobayashi übrigens 2016 in Zakopane.

171 Zentimeter groß ist Kramer, deren erster Vorname übrigens offiziell Marita lautet, gerufen wird die 20-Jährige aber von allen Sara. Wieso? Ihre Eltern hatten damals vergessen, den Namen in den Niederlanden in die Geburtsurkunde eintragen zu lassen.

4000 Euro hat Kramer für ihren Sieg am Samstag in Willingen bekommen. Da sie Sonntag wegen des positiven Corona-Tests passen musste, schrumpfte ihr Vorsprung im Gesamtweltcup auf 172 Zähler zusammen.

Siegerlächeln: Sara Marita Kramer. Skispringerin siegt auf der Willinger Mühlenkopfschanze
Siegerlächeln: Sara Marita Kramer. © dpa

16 400 Follower hat die Österreicherin auf der Social-Media-Plattform Instagram, wo sie neben sportlichen Infos auch private Einblicke gibt – wie zum Beispiel beim Schlittenfahren mit ihrem Papa Ronald.

23 724 Einwohner hat Hachimantai, eine Stadt auf Honshu, der Hauptinsel von Japan, auf der Kobayashi geboren wurde. Der Sportler hat mit dem österreichischen Athletiktrainer Richard Schallert und der japanischen Springer-Legende Noriaki Kasai als Teamchef die richtigen Fachleute um sich geschart, was sein Erfolg beweist.

256 400 Euro hat der Japaner, dessen Herz für schnelle Autos, Videospiele, Musik und schicke Klamotten schlägt, allein in dieser Saison an Preisgeld gesammelt.

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