Was war denn da los? Der neue SG-Keeper sieht sich nicht als Held

Haines Torwart Lukas Irle: Drei Elfmeter in drei Spielen pariert

Torwart Lukas Irle - hier bei einer Parade - war in den letzten Spielen ein Rückhalt bei der SG Birkenbringhausen/Haine.
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Elfmetertöter: Lukas Irle war in den letzten Spielen ein Rückhalt bei der SG Birkenbringhausen/Haine.

Mit Strafstößen – und noch dazu gehaltenen – hatte Lukas Irle in seinem bisherigen Fußballerleben eher nicht aufhorchen lassen. Jetzt hat der Torwart gleich drei Elfer gehalten.

Bromskirchen - Seit seinem Wechsel in diesem Sommer zur SG Birkenbringhausen/Haine ist für den Torwart alles ein bisschen anders: Mit drei parierten Elfern in drei Spielen sorgte er für Aufsehen. Was war denn da los?

Jüngste Heldentat des 20-jährigen Bromskircheners war der abgewehrte Elfmeter von Viktor Holzmann im Zweitrundenpokalspiel gegen die SG Eder. Es stand 2:1 für die Gastgeber und die Parade in der Nachspielzeit war wichtig, denn sie ersparte dem B-Ligisten die Verlängerung und sicherte den knappen Erfolg gegen den A-Ligisten. Ist das für einen Keeper etwas Besonderes? „Was heißt besonders: Natürlich ist es etwas nicht Alltägliches. Es ist aber nicht so, dass ich mich jetzt als Held feiere“, bleibt Irle bescheiden.

Angefangen hatte es im Testspiel Mitte August beim TSV Wohratal, als Lukas Irle beim 3:3 schon früh in der Anfangsphase den ersten Elfer hielt. Es folgte der erste Pokalauftritt gegen Haubern. Irle: „Da habe ich gegen Johann Depner gehalten, der Nachschuss war aber drin. Da haben meine Mitspieler nicht richtig aufgepasst.“

Bis zur D-Jugend spielte der 20-Jährige im Feld, danach ging es ins Tor. Seit der D-Jugend spielte Irle für den FC Ederbergland. Es folgten zwei Jahre bei seinem Heimatverein Bromskirchen, wo er aber kaum spielte. Und nun der Wechsel zur SG. „Unsere Pokalserie ist ganz nett, das hat man vielleicht nicht erwartet: Aber es läuft ganz gut. Mit Sicherheit hatten wir gerade gegen Haubern auch ein bisschen Glück“, sagt der Auszubildende zum Speditionskaufmann, „aber Glück bekommt man nicht geschenkt, sondern das muss man sich erarbeiten. Und das haben wir gemacht.“

Wird Elfmeter besonders trainiert? „Nein, gar nicht. Es ist nicht so, dass ich das vorher trainiert habe“, sagt Irle. Mit seinem neuen Verein Birkenbringhausen/Haine hat er sich klare Ziele gesetzt: „Ich möchte als Torwart persönlich jedes Spiel gewinnen, das ist mein Ansporn, sonst würde ich keinen Fußball spielen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Vielleicht können wir uns am Ende mit dem Aufstieg belohnen.“

Irle hofft auch, dass Corona nicht alles stoppt: „Man achtet darauf, dass man die Hygieneregeln einhält. Doch im Hinterkopf bleibt immer, dass es morgen schon wieder vorbei sein könnte mit der Saison“, sagt Irle.

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