Verbandsligist mit guter Arbeit im Nachwuchsbereich

FC Ederbergland setzt auf die eigene Jugend und bindet viele Talente ein

Kommt schon auf fünf Einsätze in der Verbandsliga für den FCE: Felix Paul.
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Kommt schon auf fünf Einsätze in der Verbandsliga für den FCE: Felix Paul.

In Allendorf und Battenberg wird eine sehr gute Nachwuchsarbeit betrieben: Der Fußball-Verbandsligist FC Ederbergland baut verstärkt auf den eigenen Nachwuchs.

Allendorf/Battenberg – Kontinuität und Beharrlichkeit zahlen sich aus. Das ist derzeit deutlich beim FC Ederbergland zu merken, wenn man den Blick auf die Jugendarbeit wirft. Seiner Ankündigung, die Jugendspieler verstärkt in den Seniorenbereich des Fußball-Verbandsligisten zu integrieren und nicht anderen Vereinen zu überlassen, ließ Teammanager Christian Hartmann nach seiner Verpflichtung vor zwei Jahren Taten folgen.

In dem für die kommende Saison etwa 40 Spieler starken Kader stehen 14 Akteure, die aus der eigenen Jugend stammen und 20 Jahre oder jünger sind. Zuletzt unterschrieben die A-Jugendlichen Daniel Ernst, Tim Csernovits, Niklas Altmann und Luca Kaiser ihre erste Seniorenvereinbarung mit dem FCE.

Abgestimmte Zukunftsstrategie

„In unserer mit Hauptsponsor Viessmann abgestimmten Zukunftsstrategie haben wir festgeschrieben, dass Eckpfeiler für einen erfolgreichen FCE eine breit aufgestellte und qualifizierte Jugendarbeit sein soll“, erläutert der FCE Vorsitzende Heinfried Horsel den Stellenwert der Jugendarbeit. „Unser Seniorenkader soll sich im Wesentlichen aus den von unseren Jugendtrainern ausgebildeten und talentierten Spielern der Region zusammensetzen.“

Das merkt man auch im Jugendbereich. Bis in die jüngsten Altersklassen ist der FCE mit Trainern besetzt, die teilweise höherklassig gespielt haben, wie etwa der ehemalige Hessenligaspieler Oleg Schneider, der derzeit die D-Jugend betreut. Und nach der Ankündigung, dass A-Jugend-Trainer Giovanni Liuzza den FCE verlässt, wurde schnell mit Michael Jakobi (45) ein neuer Coach mit Seniorenerfahrung für die kommende Saison verpflichtet.

Voraussichtlich 25 Spieler, die ab Sommer ins FCE-Trikot schlüpfen, haben bereits im Nachwuchsbereich die Schuhe im Ederbergland geschnürt. Selbst die Trainer Christian Behle und Dietrich Schweizer haben neben den Senioren- auch die Jugendmannschaften des klassenhöchsten Frankenberger Vereins durchlaufen.

Gegenseitiges Beschnuppern

„Wir binden die A-Jugendlichen in die Trainingsarbeit der Seniorenmannschaften ein. Das gleicht einem gegenseitigen Beschnuppern, einem allmählichen Hineinwachsen in den Seniorenbereich. Letztlich fahren wir derzeit die Ernte der guten Jugendarbeit ein“, sagt Wolfgang Werth vom Sportvorstand. Attraktiv ist der FCE für alle Spieler, die höherklassig spielen wollen. Der Seniorenbereich beginnt immerhin schon bei der Gruppenliga, in der die zweite Mannschaft spielt. Taktische Vorgaben, wie die Trainer im Jugendbereich zu arbeiten haben, gibt es dabei keine. „Wir wollen, dass die Spieler die modernen Spielsysteme beherrschen, dabei aber taktische Korsetts und Disziplinierung auflösen. So etwas führt zu Unflexibilität. Viel eher sollen die Stärken des Einzelnen herausgestellt werden“, so Werth.

Aktuell sind Jugendleiter Rainer Wenzel und sein Stellvertreter Marcus Starck für den Jugendbereich verantwortlich. Auch hier herrscht beim Verein große Kontinuität: In 24 Jahren gab es beim FCE nur vier Jugendleiter. (Wilfried Hartmann)

Sprung geschafft: Burak Yavuz spielt beim FCE im Seniorenbereich.

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