Auch Spiele unter der Woche sind für Vereinsvertreter kein Tabu

Fußball: Frankenberger Vereine wollen normale Saison mit Hin- und Rückrunde spielen

Die Frankenberger Fußballvereine wollen möglichst eine normale Runde 2021/22 spielen – selbst, wenn dafür einige Mittwochsspieltage ausgetragen werden müssen.

Fußball unter Flutlicht: Geht es nach den Vereinen im Frankenberger Fußballkreis, dann soll die Saison 2021/22 wie immer ausgetragen werden. Auch Spiele Abends unter der Woche sind für sie kein Tabu.

Frankenberg - Das ist das Ergebnis der Vereinsvertretersitzung am Mittwochabend. Die fand einmal mehr online statt, obwohl Frankenbergs Kreisfußballwart Jürgen Schicke „Videositzungen leid ist“, wie der Schreufaer offen bekundete. Deutlich positiver nahm er das Meinungsbild bezüglich der bevorstehenden Spielzeit 2021/22 auf. „Ich freue mich, dass wir so spielen wollen“, sagte Schicke nach dem Ende der knapp 50-minütigen Sitzung.

Allein an der Dauer der Sitzung merkte man bereits, dass die Meinungen von Kreisfußballausschuss und Vereinen nicht weit auseinander lagen. Schicke stellte schon zu Beginn der Sitzung fest, dass selbst bei einem späten Saisonbeginn Mitte/Ende August die Spielzeit in den Frankenberger Kreisligen mit maximal einer Klassenstärke von 16 Mannschaften „normal“ gespielt werden könnte.

Normal heißt: eine Hinrunde und eine Rückrunde. Und selbst wenn sich im Winter die Corona-Lage wieder verschlimmern sollte, könnte man laut Schicke, fehlen am Ende drei oder vier Spieltage, die Quotientenregel heranziehen, um die Saison zu werten.

Alternativen, wie zum Beispiel eine Einfachrunde mit anschließendem Aufteilen der Mannschaften wurden nur beiläufig angesprochen. Und sie waren auch nicht erwünscht, wie sich schnell zeigen sollte.

Kein Vereinsvertreter plädierte für einen anderen Modus. „Das wäre nach der langen Corona-Pause der falsche Weg“, sagte Martin Lerch vom TSV Rosenthal. Der hatte im Vorfeld mit Dirk Rief vom TSV Gemünden gesprochen, beide Vereine wollen eine Doppelrunde spielen.

Thomas Müller vom TSV Röddenau schloss sich dem Vorschlag an. „Auch ich halte es für wichtig, eine reguläre Runde zu spielen.“ Dafür würde er auch Spiele unter der Woche in Kauf nehmen, obwohl die Erinnerung an die hohe Belastung der vergangenen Runde noch präsent ist. „Wenn es aber der Preis für eine reguläre Runde ist, dass wir im August und im September jeweils zwei Mal unter der Woche spielen, dann ist das verkraftbar.“

Selbst für die Kreisoberliga, in der die erste Röddenauer Mannschaft spielt, sieht er Chancen auf eine Runde nach bewährtem Modus. Bodo Specht von der SG Oberes Edertal stimmte zu, auch wenn in der KOL eine Mammutsaison mit 20 Teams und 38 Spieltagen drohen könnte. Eine Lösung für ihn: Die Saison bis in den Juni 2022 verlängern, „dann hätte man einigen Spielraum mehr“. Achim Seibel von der SG Bunstruth/Haina schlug vor, die Winterpause zu verkürzen. Schicke nimmt das Votum mit in die nächste Verbandsvorstandssitzung des Hessischen Fußball-Verbandes, die heute stattfinden soll.

Auch wenn sich die Frankenberger Vereine und ihre Kreisvertreter einig sind, gab Schicke zu bedenken: „Corona können wir wie das Wetter nicht beeinflussen. Wir können leider immer nur reagieren, nicht agieren.“

In Sachen Kreispokalwettbewerb hoffen die Verantwortlichen, doch noch auf sportlichem Weg einen Sieger zu ermitteln. Da die Sieger wahrscheinlich erst Anfang August gemeldet werden müssen, hat der Kreis Frankenberg noch Zeit. Im Kreis Frankenberg müssen noch die beiden Halbfinalspiele und das Finale ausgetragen werden. (Thorsten Spohr)

Rubriklistenbild: © Kaliske

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