Frankenberger Schiedsrichter suchen Nachwuchs und setzen auf Patenmodell

Gerade bei Platzverweisen schlagen dem Unparteiischen oft Emotionen entgegen: Auf unserem Symbolbild erhielt Pavel Ricka 2016 von Referee Lukas Heineck die gelb-rote Karte. Archivfoto:  zhw /nh

Frankenberg. Fußball-Schiedsrichter sind gesucht. Jedes Jahr melden sich auch in Frankenberg Interessierte für Neulingslehrgänge. Mit einem Patenmodell will die Frankenberger Vereinigung diese Neulinge aber nun besser betreuen und an der Pfeife halten.

Nachwuchs für die Schiedsrichter wird auch im Kreis Frankenberg gesucht. Die hiesige Schiedsrichter-Vereinigung lädt Interessierte ein, sich für einen im Januar nächsten Jahres stattfindenden Neulingslehrgang zu bewerben. Wir sprachen mit dem Frankenberger Kreislehrwart über die Situation bei den Unparteiischen im Kreis.

Wie ist die Situation im Fußballkreis Frankenberg? Gibt es genug Referees?

Zuncke: Wir haben aktuell etwa 80 aktive Schiedsrichter/innen, darunter einige in den höchsten hessischen Spielklassen, mit dem Aushängeschild Christof Günsch, der Spiele bis zur Zweiten Bundesliga leitet. Es kommt in der nahen Vergangenheit trotzdem leider immer wieder vor, dass wir besonders auf Kreisebene nicht alle Spiele besetzen können, sodass wir für diese Spiele Schiedsrichter aus Nachbarkreisen benötigen.

Wie beurteilen Sie die Schiedsrichter Aus- und Weiterbildung in Deutschland und speziell in der Schiedsrichtervereinigung Frankenberg?

Zuncke: Die Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland und generell in Hessen würde ich als erstklassig einschätzen. Besonders für jüngere Schiedsrichter gibt es diverse Lehrgänge, in denen diese gefördert werden. Hier wird vonseiten des Hessischen Fußball-Verbandes bereits eine Menge unternommen. Wir verwirklichen in Frankenberg aktuell ein Patenmodell, um jedem Neuling bei seinen ersten Spielen einen erfahrenen Kollegen mitschicken zu können. Aber auch der Teamgedanke ist innerhalb unserer Vereinigung wichtig, sodass wir versuchen, auch in diese Richtung Aktivitäten anzubieten, dafür ist unter anderem ein Trainingslager in Planung.

Was macht einen guten Schiedsrichter Ihrer Meinung nach aus?

Zuncke: Zu aller erst natürlich Neutralität, ein hoher Gerechtigkeitssinn, Entscheidungsfreudigkeit, Konfliktfähigkeit, sportliche Fitness und ein kühler Kopf. Aber natürlich auch Eigenschaften wie der Umgang mit eigenen Fehlern und auch eine klare Gestik und Mimik, sowie generell die Persönlichkeit.

Das komplette Interview lesen Sie in der HNA Frankenberger Allgemeine.

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