Sonntag Auswärtspartie in Waldsolms

Fußball-Verbandsliga Mitte: Punktloser FC Ederbergland steht früh in der Saison unter Druck

Allmählich wird es eng für den FC Ederbergland in der Fußball-Verbandsliga Mitte. Nach drei Niederlagen in Folge droht dem FCE der Tabellenkeller. Am Sonntag geht die Reise nun zum FC Waldbrunn, das letztjährige Überraschungsteam der Liga. Anpfiff ist um 15 Uhr.

Ankämpfen gegen die Krise: Der FC Ederbergland wartet immer noch den ersten Punkt. Am Sonntag geht es nach Waldsolms. Unser Bild zeigt eine Szene aus dem letzten Jahr, Maxim Zich (FCE, links) kommt vor Moritz Steinhauser an den Ball.

Allendorf. Der Druck steigt und die Reise ins Limburger Umland steht unter schwierigen personellen Umständen an. „Es ist nicht so schwer, die Mannschaft aufzustellen“, sagt Trainer Achim Gleim. So fehlt Offensivkraft Burak Yavuz mit Verdacht auf Bänderriss ebenso wie der Rot-gesperrte Innenverteidiger Janis Wolff – selbst wenn dessen Platzverweis nach einem Handspiel zu hart war.

Da auch Fabian Mohr als Stamm-Innenverteidiger mit seiner lädierten Patellasehne weiterhin fehlt und eine weitere Alternative mit Simon Mitze aufgrund Oberschenkelproblemen ebenfalls zuschauen muss, werden die Möglichkeiten in der Defensive immer weniger.

Somit wird im vierten Saisonspiel die vierte Besetzung der Viererkette auflaufen. Jan Dreher dürfte mit Hendrik Wickert das Innenduo bilden, während der in Bauerbach überzeugende Tim Biesenthal und Wolfgang Klaus die Außenbahnen dichthalten sollten. Gleim hat auch die gelungenen Auftritte von Lucas Knebel, der in der zweiten Mannschaft in der Innenverteidigung spielt, im Kopf. Für den letztjährigen A-Jugendlichen wäre es aber eine Herkules-Aufgabe gegen den Top-Torjäger Steffen Moritz anzutreten. Der Mittelstürmer lieferte sich in der vergangenen Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem damaligen Ederbergländer Manuel Todt um die Torjägerkrone, das Todt für sich entschied.

Nach vorn dürfte Lamin Kamara zurückkehren, der gemeinsam mit Maximilian Muth Spitze Maxim Zich bedienen soll.

Gleim ist gedanklich bei den Versäumnissen in Bauerbach: „Nach vorn stimmen Pass- und Laufwege. Alles dauert aber zu lange, wodurch das Überraschungsmoment fehlt“, sagt er und hofft, mit Kamara wieder mehr Tempo ins Spiel zu bringen. Knackpunkt ist auch die Anzahl der Ballverluste im Spiel nach vorn, die durch das durchsichtige Aufbauspiel entstehen. „Geht der Ball in der Vorwärtsbewegung verloren, ist ein Konter schwer zu verteidigen“, weiß Gleim. „Wir haben uns gleich nach dem Bauerbach-Spiel zusammengesetzt. Alle kapieren, wo unsere Fehler sind. Individuelle Nachlässigkeiten nach hinten, wie beim 0:2 und mangelnde Qualität nach vorn, die Bälle zu verarbeiten. Ich habe vor dem Bauerbachspiel gesagt, dass wir uns für unsere Mühen belohnen müssen. Und das sage ich jetzt auch.“

Vor dem Mittwochsderby gegen den starken VfB Marburg wäre mindestens ein Zähler aus Waldbrunn nötig, um das Selbstvertrauen zu stärken.  

Rubriklistenbild: © Wilfried Hartmann

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