Fußball-Hessenliga

Harsche Kritik von Trainer Emejdi nach 0:3-Niederlage des FC Ederbergland

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Keine Unterstützung: FCE-Sturmspitze Manue l Todt (links, hier gegen den Bad Vilbeler Dominik Emmel), war zu oft auf sich alleine gestellt. 

Battenberg. Die Chancen von Fußball-Hessenligist FC Ederbergland auf den Klassenerhalt schwinden immer mehr. Auch bei der 0:3 (0:3)-Heimniederlage gegen den FV Bad Vilbel gab es nichts zu holen. Der Trainer sprach nach dem Spiel Klartext.

Mit dem 0:3-Pausenstand schwanden beim FCE genau die Hoffnungen, die man durch einen engagierten Auftritt gegen Bad Vilbel am Leben erhalten wollte. Wie dies passierte, muss aus Sicht der Gastgeber bedenklich stimmen. Denn die noch nicht aller Abstiegssorgen ledigen Wetterauer hatten es viel zu leicht.

Mit Ausnahme ihrer 1:0-Führung durch einen verwandelten Foulelfmeter von Linksverteidiger Benjamin Sabic (13.) spürten sie zu wenig Gegenwehr. Beim 2:0 durch Kristijan Bejic (27.) standen die Ederbergländer ebenso weit weg von den Kontrahenten im Strafraum, wie beim 3:0 Thorben Knauers (35.).

Die wenigen Aktionen des FCE nach vorne verpufften meist im Ansatz, weil das dreiköpfige Offensivpersonal hinter Keilstürmer Manuel Todt kaum einmal entschlossen nachrückte und weil sich die Akteure auf den defensiven Außenbahnen im Vorwärtsgang zu mutlos präsentierten.

Marco Kovacevics Heber, der per Vollspann aus 35 Metern weit über den FV-Kasten segelte, blieb im Ansatz die einzige Torchance vor der Pause (39.). „Das reicht nicht für die Hessenliga und nicht einmal für die Verbandsliga“, ärgerte sich FCE-Trainer Miroslav Emejdi. Und auch ihm reichte es noch nicht in puncto Kritik an seinem Team: „Die Zuschauer zeigten mehr Emotionen als meine Mannschaft. Für eine Schlacht braucht man Krieger. Wir aber hatten einige Bademeister in Adiletten auf dem Feld. Der eine oder andere Spieler trat heute fast gleichgültig auf“, brachte Emejdi die Einstellung seiner Jungs auf den Punkt. Er reagierte mit Wiederbeginn und brachte unter anderem in Jan Niklas Runzheimer einen zweiten Angreifer.

An Effekten förderte dies mehr Ballbesitz der Gastgeber in der gegnerischen Hälfte und insgesamt mehr Mut nach vorne. Klare Chancen brachte dies nicht. Bad Vilbel reduzierte seine Angriffsbemühungen immer weiter, blieb bei seinen wenigen Gegenstößen allerdings gefährlicher als der FCE.

Bei den Platzherren überzeugte der A-Jugendliche Burak Yilmaz, dem Emejdi im zweiten Akt Spielpraxis verschaffte. „Burak hat mir gefallen. Wie sehr wir heute als Team versagten, sieht man unter anderem daran, dass es ein A-Jugendlicher wie Burak war, der seine erfahreneren Kameraden sogar noch anfeuerte“, sagte der FCE-Coach.

Die Chance, den Rückstand zum rettenden Ufer auf bestenfalls vier Zähler zu verkürzen, ließ der FC Ederbergland unter dem Strich leichtfertig liegen.

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