Frankenberger Fußball-Kreisliga A

Michael Mohr zur Erfolgsserie des TSV Bromskirchen: „Es ist schon etwas verrückt“

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Er sorgt mit dem TSV Bromskirchen derzeit für Aufsehen in der Kreisliga A: Trainer Michael Mohr.

Bromskirchen – „Es ist schon etwas verrückt derzeit“, sagt Michael Mohr. Der Trainer schwebt mit dem TSV Bromskirchen auf einer Erfolgswelle und dürfte sich spätestens mit dem 1:0-Sieg bei der SG Bunstruth/Haina in die Reihe der heißen Titelanwärter der Fußball-Kreisliga A eingereiht haben.

„Es macht richtig Spaß“, sagt der 57-Jährige. Mit ihm sprachen wir über die Serie seines Vereins, den er erst in diesem Sommer übernommen hat.

Herr Mohr, so langsam muss man sich in Bromskirchen mit dem Thema Aufstieg befassen, oder?

Jeder sagt es, aber so weit ist es im Moment noch nicht. Wir nehmen alles mit und die Euphorie schwappt so langsam über. Man wird überall auf den Erfolg angesprochen, in Grüsen waren viele Fans aus Bromskirchen dabei. Aber man muss immer vorsichtig sein. Es sind noch viele Spiele.

Gewinnt der TSV die beiden Nachholspiele bei der SG Treisbach und gegen Hatzfeld/Eifa, sind Sie Tabellenführer…

Das stimmt. Aber ich hebe immer mahnend den Finger in den Spielersitzungen. Wir müssen immer 100 Prozent geben. Schauen wir das Spiel gegen Eder an: Da dachte nach dem 2:0 zur Pause jeder schon an das Spiel gegen Haina/Bunstruth – und wir wurden dafür bestraft. Wenn wir auf der Bremse stehen, dann wird es für uns schwer.

Vor der Runde hatte niemand den TSV in Sachen Titel auf dem Schirm. Nun das Team das einzige noch ungeschlagene der A-Liga. Haben Sie alle Experten getäuscht?

Ich selber hatte uns auch nicht auf dem Schirm. Es war das Ziel, einen einstelligen Platz zu erreichen. Jetzt ist das Ziel: Wir wollen eine sehr gute Runde spielen. Im Moment müssen uns die Gegner erstmal schlagen.

Wie überrascht sind Sie von der Serie?

Ich wusste ja, auf was ich mich einlasse. Bromskirchen hatte ja schon eine gute Rückrunde gespielt. Ich wusste, dass das Potenzial vorhanden ist. Ich habe schnell gemerkt, dass man hier etwas bewegen kann. Dass wir soweit vorne stehen, hätte ich aber nicht gedacht. Aber es ist der Fleiß der Spieler, der belohnt wird.

Was ist das Erfolgsgeheimnis?

Wir haben eine tolle Gemeinschaft. Und dann ist die Trainingsleistung der Jungs richtig gut. Wir trainieren seit dem 30. Juni sehr intensiv. Mein Vorteil ist: Es gibt kaum Studenten und Schichtarbeiter. Ich kann immer komplett trainieren und viel einstudieren. Alle Spieler sind sehr willig und wissbegierig.

Was haben Sie nach dem Last-Minute-Tor bei Bunstruth/Haina gedacht?

Kurz vorher gab es Freistoß für Bunstruth, den Moldovan aus 16 Metern ausführte. Da habe ich schon gedacht: Scheiße, jetzt passiert es. Wir haben den aber gut verteidigt und bekommen im Gegenzug selber Freistoß. Ich weiß, dass Dennis Stuhlmann einer der besten Kopfballspieler der Liga ist und das hat er gezeigt. Da ist dann alles aus mir herausgebrochen. Das war ein ganz besonderer Moment, auch wenn ich schon lange im Fußballgeschäft bin.

Am Sonntag folgt nun gegen Rosenthal/Roda das nächste Topspiel. Da treffen zwei Teams aufeinander, die beide bislang mächtig überrascht haben…

Das stimmt. Und das Verrückte ist, dass Jan Isenberg(Trainer Rosenthal, Anm. D. Redaktion) und ich in der gleichen Abteilung nur zwei Meter auseinander arbeiten. Ich habe viel Respekt vor Rosenthal und was Jan aus der Mannschaft gemacht hat. Wir müssen auch in dem Spiel 100 Prozent bringen, um zu gewinnen.

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