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Unparteiische dringend gesucht - Neulingslehrgang in Allendorf und Biedenkopf

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Lukas Kitowski Lehrgangsleiter
Lukas Kitowski Lehrgangsleiter © Freier Mitarbeiter

Ein gemeinsamer Neulingslehrgang der Schiedsrichter-Vereinigungen Frankenberg und Biedenkopf beginnt am 27. Januar. Wer Interesse hat, als Fußball-Schiedsrichter einzusteigen, kann sich noch kurzfristig anmelden.

Frankenberg – Die gute Nachricht vorweg: Der Schiedsrichterlehrgang, der ab 27. Januar in Allendorf und Biedenkopf geplant ist, findet statt. Es haben sich genügend Kandidaten für den Neulingslehrgang gefunden, den die Vereinigung Frankenberg gemeinsam mit den Kollegen aus Biedenkopf ausrichtet.

Denn neue Fußball-Schiedsrichter werden dringend gebraucht, auch im Kreis Frankenberg ist die Lage alles andere als rosig. „Wir sind 80 Schiedsrichter, brauchen aber mehr als 100“, verdeutlicht Thomas Sassor, der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit der Frankenberger Schiedsrichter. Da trifft das Motto der Schiedsrichtervereinigung Biedenkopf den Nagel auf dem Kopf. „Du hast uns noch gefehlt!“

Start mit Videokonferenz

Der Neulingslehrgang startet am Freitag (27. 1.) um 18.30 Uhr, mit einer Videokonferenz aller Teilnehmer. Es folgen vier Übungsabende, ehe am 26. Februar die Prüfung auf dem Programm steht.

Im Mittelpunkt des Lehrgangs stehen die 17 Fußballregeln, die mit Präsentationen und Vorträgen erklärt werden. Dazu können die angehenden Schiedsrichter über ein online-Portal zu Hause üben. Nicht so umfangreiche Regeln wie beispielsweise der Ball oder das Spielfeld sollen ausschließlich zu Hause gelernt werden.

Zehn Kandidaten aus dem Kreis Frankenberg haben sich angemeldet, Lehrgangsleiter Lukas Kitowski ist mit der Zahl zufrieden. „Denn heutzutage ist es gar nicht so einfach, Leute für das Schiedsrichteramt anzuregen.“ Vom Neulingslehrgang des vergangenen Jahres pfeifen noch zehn von 15 Schiedsrichtern.

Große Verantwortung

Der Schiedsrichter hat eine große Verantwortung während eines Spiels und muss anfangs natürlich auch ein bisschen über sich hinauswachsen. Für Kitowski steht aber fest: „Man wächst nicht nur auf dem Platz über sich hinaus, sondern auch außerhalb des Spielfeldes. Man wird deutlich selbstbewusster, was dich in deinem Leben sehr weit bringen kann.“

Außerdem könne man als Schiedsrichter, wenn man viel Motivation mitbringt, sehr schnell aufsteigen und nach kurzer Zeit schon Kreisoberliga pfeifen. Und: Jeder Schiedsrichter darf mit der DFB-Kennung, die er bekommt, kostenlos alle Spiele in Deutschland von der Kreisliga bis zur Bundesliga besuchen.

Die Prüfung Ende Februar ist in einen Laufteil und einen Regeltest unterteilt. In der Laufprüfung wird 20 Mal von Strafraum zu Strafraum gelaufen, mit einer kurzen Pause dazwischen. In der theoretischen Prüfung müssen 30 Fragen beantwortet werden, für jede gibt es zwei Punkte. 50 Punkte brauchen die Schiedsrichter, um den Test zu bestehen.

Erfahrener Kollege hilft

Wenn die Prüfung bestanden wurde, werden die neuen Schiedsrichter bei den ersten Spielen von einem erfahrenen Kollegen beobachtet und begleitet. Dieser soll Rückmeldung für die Spielleitung geben. Natürlich haben die Verantwortlichen der Vereinigung auch immer ein offenes Ohr für die neuen Kollegen.

Für Kurzentschlossene sind noch Plätze beim Lehrgang frei. Anmeldungen können bis Freitag an Lukas.kitowski@kfa-frankenberg.de gerichtet werden. Kitowski und sein Biedenkopfer Kollege Mirko Hecklinger (mirko.hecklinger@kfa-biedenkopf.de) stehen Interessenten für Fragen zur Verfügung. (Felix Schmidtmann)

Nachwuchs für die Schiedsrichter gesucht: Ein Referee nimmt die Pfeife zum Pfiff in den Mund. In Frankenberg gibt es jetzt wieder einen Neulingslehrgang.
Nachwuchs für die Schiedsrichter gesucht: Ein Referee nimmt die Pfeife zum Pfiff in den Mund. In Frankenberg gibt es jetzt wieder einen Neulingslehrgang. © KOHLMEYER/DPA

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