Fußball-Verbandsliga Mitte

FC Ederbergland: Mit 6:0-Kantersieg aus dem Keller

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Voller Einsatz: Der Ederbergländer Maxim Zich (am Boden) attackiert Zubair Ud Din vom RSV Weyer.

Allendorf/Eder – War das die Wende? Der FC Ederbergland hat mit einem beeindruckenden 6:0 (3:0)-Sieg gegen den RSV Weyer den Absturz in den Tabellenkeluvler abgewendet und kann nun mit Rückenwind in die beiden Partien am 3. (gegen Pohlheim) und 5. (in Breidenbach) Oktober gehen.

Der Sieg war auch in der Höhe verdient. Weyer war zwar bemüht und zeigte Kämpferherz, erreichte aber auf spielerischer Ebene kaum Verbandsliga-Niveau. Auf Ederbergländer Seite war Fabian Glaßl, der den verhinderten Trainer Stefan Trevisi vertrat, erleichtert: „Ein Ziel war es, zu Null zu spielen, um gut in die Woche mit drei Spielen zu starten. Das ist uns durch eine konzentrierte Defensivleistung gelungen.“

Trevisi hatte noch unter der Woche Hendrik Wickert aus der zweiten Mannschaft ins Boot geholt und ihn gegen Marco Kovacevic in der Innenverteidigung getauscht. Der Frankenauer zeigte an der Seite von Fabian Mohr eine starke Partie, wie eigentlich alle FCE’ler. Weyer versuchte mit langen Bällen, das Mittelfeld zu überbrücken, was in der Regel sichere Beute der FCE-Innenverteidigung wurde.

Mit zunehmender Spieldauer nahm die Sicherheit am Ball und damit der Druck der Gastgeber zu. Die Chancen häuften sich. Lamin Kamara (13.), Manuel Todt (15.), Burak Yavuz (18., nach starkem Anspiel von Wickert) und Simon Mitze (20.) ließen mit ihren vergebenen Möglichkeiten erahnen, was in der Luft lag. „Schon vor dem 1:0 hätten wir in Führung gehen können. Das erste Tor hat dann den Knoten gelöst“, sagte Glaßl.

Vom überragenden Ingo Miß angetrieben machte der FCE innerhalb von acht Minuten den Deckel auf den Topf. Manuel Todt (25.) behielt frei vor dem Tor zum 1:0 die Nerven, Maxim Zich schüttelte beim 2:0 (28.) seinen Gegenspieler Zubair Ud Din ab und schlenzte das Leder ins Tor. Burak Yavuz belohnte seine fleißige Vorstellung (33.) nach einem Pass in die Tiefe mit einem eiskalten Abschluss.

Es folgte die stärkste Phase des FCE: Die Mannschaft kombinierte und ließ bei Ballbesitz des Gegners diesem durch intensives Pressing kaum Luft zum Atmen. Zich hätte drei Minuten vor dem Wechsel sogar noch erhöhen können, als sein Schrägschuss ans Außennetz schlug.

49 Sekunden nach der Pause stand es 4:0. Yavuz wurde toll freigespielt und der 18-Jährige bedankte sich mit seinem zweiten Tor. Eine Minute später trat Ingo Miß zum an Todt verursachten Foulelfmeter an: 5:0. Als Todt (57.) den sechsten Treffer erzielte, schaltete der FCE endgültig zurück. Kurz zuvor rettete Keeper Dominik Geiss bei der einzigen ernsthaften Chance der Gäste durch Tobias Uran.

Der FCE hatte das Geschehen im Griff und hätte fast noch das siebte Tor erzielt, doch Miß jagte beim erneut an Todt verursachten Elfmeter (89.) den Ball über den Kasten. Bei dieser Aktion sah Gästespieler Lirim Orani die Ampelkarte. Glaßl: „Auf diese Leistung können wir sicherlich aufbauen.“

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