Fußball-Verbandsliga Mitte: FCE fehlen vorne die Ideen

Ederbergland misslingt der Restrundenauftakt beim 1:2 in Marburg

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Die Marburger Carlos Arsenio (links) und Wallace Silva de Castro (rechts) in Aktion, Christoph Völker (2. von links) und Simon Mitze bleibt nur die Zuschauerrolle.

Marburg – Der Start in die Restrunde der Fußball-Verbandsliga ist dem FC Ederbergland misslungen. Bei Dauerregen setzte beim VfB Marburg eine verdiente 1:2 (1:1)-Niederlage.

FCE-Trainer Stefan Trevisi machte auch sofort nach dem Schlusspfiff klar, dass das Spiel einen verdienten Sieger gesehen hat. „Besonders in der ersten Halbzeit war uns Marburg deutlich voraus. Erst durch eine Systemumstellung nach der Pause haben wir nicht mehr viel zugelassen.“ Unterm Strich bleibt eine katastrophale Offensivleistung der Gäste. Angedeutet hatte sich die Niederlage bereits beim Aufwärmen. Schon hier vermisste man die nötige Körperspannung und Ernsthaftigkeit.

Wie erwartet begann der FCE ohne die Routiniers Fabian Mohr, Ingo Miß und Maxim Zich. Zunächst überließen die Gastgeber dem FCE minutenlang die Ballkontrolle, um dann allmählich mehr in das Spiel zu investieren. Es blieb aber zunächst bei meist hoch hereingeschlagenen Bällen, die zur sicheren Beute von FCE-Keeper Dominik Geiss wurden.

Nach 17 Minuten ging der FCE überraschend in Führung. Einen Freistoß aus 20 Metern schoss Hendrik Wickert unter der hochspringenden Mauer hindurch zum 0:1 ins Netz. Doch der Jubel der Gäste war kaum verhallt, da klingelte es im FCE-Tor. Marburg nutzte bei einem Konter einen Stellungsfehler von Jonas Dienst auf der linken Angriffsseite. Der Ball kam zu Arthur Besel, das 1:1 war nur noch Formsache. Bis zum Halbzeitpfiff dominierten die Unistädter deutlich. Der FCE ließ zu viel Platz im Mittelfeld und war meist damit beschäftigt, den ballsicheren Marburgern nachzulaufen. Hinzu kamen Chancen wie durch Carlos Arsenino oder Besel, die leicht für eine Marburger Führung hätten reichen können.

Trevisi stellte noch Minuten vor der Pause vom anfänglichen 4-2-3-1 auf ein 4-4-2 um, um nach dem Wechsel mit einem 3-5-2 mehr Personal im Zentrum zu haben. „Wir haben dann nicht mehr viel zugelassen, die Umstellung hat gewirkt“, sagte Trevisi, der mit dieser Maßnahme so etwas wie Schadensbegrenzung vornahm. Denn nach vorn ging nicht viel. Zu durchsichtig waren die Kombinationen, zu ungenau die Pässe, zu unkoordiniert erschienen die Laufwege. Hinzu kam ein hellwacher Gegner, der sich 90 Minuten lang mit viel Laufarbeit den Dreier verdiente.

Die Entscheidung fiel in der 66. Minute, als der Ex-FCE’ler Ernes Hidic einen langen Ball auf Ngolo Quattara ablegte, der gekonnt und unbedrängt traf.

Der FCE warf in der Schlussphase alles nach vorn, war da bei allerdings anfällig für Konter, die VfB teils kläglich vergab. Auch die Hereinnahmen von Michael Möllmann und Maxim Zich trugen nicht mehr zum Punktgewinn bei.

Tabellarisch hat sich Ederbergland etwas von der Spitze entfernt. Am kommenden Sonntag ist der FC Gießen II in Battenberg zu Gast, eine Woche später geht es zum aktuellen Tabellenführer nach Waldbrunn. Spätestens dann weiß man, ob es noch für ganz oben reicht oder nicht.

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