Fußball-Verbandsliga Mitte

Paukenschlag beim FC Ederbergland: Achim Gleim kein Trainer mehr

Überraschendes Aus: Achim Gleim (rechts), hier mit Felix Paul, ist nicht mehr Trainer des FC Ederbergland. Gespräch auf dem Platz, Verbandsliga Mitte, Saison 2020/21
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Überraschendes Aus: Achim Gleim (rechts), hier mit Felix Paul, ist nicht mehr Trainer des FC Ederbergland.

Paukenschlag beim FC Ederbergland. Der Fußball-Verbandsligist und sein Trainer Achim Gleim gehen ab sofort getrennte Wege. Dies haben beide Seiten am Mittwochabend vereinbart.

Allendorf/Battenberg – Ein Nachfolger steht noch nicht fest, soll aber schon in den kommenden Tagen benannt werden. So sei „die unterschiedliche Auffassung zwischen Gleim und der sportlichen Leitung bezüglich der strategischen Ausrichtung der Mannschaft im weiteren Saisonverlauf“ ebenso ein Grund für die Trennung gewesen, wie eine berufliche Veränderung Gleims ab dem 1. Dezember, die einen erhöhten Zeitaufwand mit sich bringe.

„Ich war vom Zeitpunkt etwas überrascht. Aber wenn man unterschiedlicher Auffassung ist, muss man Entscheidungen treffen“, sagt Gleim, der der Mannschaft den Klassenerhalt vorhersagt, den „sie trotz meiner dann beruflichen Mehrbelastung auch mit mir geschafft hätte. Davon bin ich überzeugt. Die Mehrbelastung hätte ich zumindest bis Saisonende irgendwie gestemmt.“

Dass es in der Mannschaft Strömungen gegen ihn gegeben habe, glaubt Gleim nicht: „Dass nicht jeder mit jedem System und mit jeder Aufstellung zufrieden ist, ist normal und überall so.“ Mannschaftskapitän Fabian Mohr sieht allein den Tabellenplatz Grund: „Die Vereinsführung musste aufgrund der bisherigen Ergebnisse reagieren. Wir müssen nach der Winterpause topfit alle an einem Strang ziehen.“

Gleim hatte im Sommer als Nachfolger von Stefan Trevisi das Cheftrainer-Amt übernommen. Ein Platz unter den besten fünf war von ihm, aber auch vom Umfeld sowie in der Mannschaft, als Saisonziel ausgerufen worden. Aktuell steht der FCE nach einem völlig verkorksten Saisonstart mit fünf Niederlagen in Serie auf einem Abstiegsplatz.

„Ich glaube, es war eine Vielzahl von Faktoren, die den Tabellenplatz ausmachen. Da waren zunächst die Corona-Bedingungen, wir haben Manuel Todt als Top-Torjäger verloren, viele junge Spieler müssen integriert werden. Es gab zahlreiche Verletzte. Es kommt vieles zusammen“, sagt Ingo Miß, einer der Routiniers in der Mannschaft.

Stellt sich nun die Frage nach einem Nachfolger. Sollte die Wahl des Vorstandes auf eine interne Lösung fallen, bieten sich sicherlich in erster Linie der bisherige Co-Trainer Christian Behle sowie der Teammanager Christian Hartmann, der den FCE schon in der Hessenliga coachte, an. Selbst Wolfgang Werth, der dem FCE schon oft aus der Klemme half, könnte ein Thema sein, allerdings hatte er in der Vergangenenheit eine Rückkehr an die Seitenlinie ausgeschlossen.

Vereinsboss Heinfried Horsel ließ sich diesbezüglich nicht in die Karten schauen: „Es wird zeitnah eine Lösung präsentiert. Wir mussten in dieser Pause die sportliche Situation analysieren, jeden Stein umdrehen. Es war auch für mich sehr schwer. Ein Trainerwechsel in der laufenden Saison ist immer keine einfache Entscheidung. Und das tut mir bei Achim, der menschlich ein super Typ ist, auch sehr leid. Aber: Es fehlen die Punkte.“  (Wilfried Hartmann)

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