Gleim: Das hat mich ein paar graue Haare gekostet

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Platzverweis: Schiedsrichter Mohamed Farran (Homberg) schickt Jannik Günther (Gemünden) vorzeitig zum Duschen.

Gemünden. Überzahlsituationen sind nicht immer ein Vorteil für eine Mannschaft - wie am Samstag in Gemünden.

Da spielte der TSV Frankenau lange in doppelter Überzahl - und musste dennoch eine 0:3-Niederlage in der Fußball-Kreisliga A einstecken.

Gemünden ging durch Dimitri Kirillov nach 30 Minuten mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause sah dann der Torjäger der Wohrastädter, Jannik Günther, wegen Reklamieren die Gelb-Rote Karte. Als kurz nach der Halbzeit sein Teamkollege Stephan Weller ebenfalls vorzeitig den Platz verlassen musste, spielten elf Frankenauer gegen neun Gemündener.

Doch Kapital konnte der TSV Frankenau daraus nicht schlagen. „Ich habe schon in der Halbzeit meinen Jungs gesagt, dass wir jetzt das Tempo hoch halten müssen und versuchen wollen, schnell über außen zu spielen“, blickt Frankenaus Trainer Thorsten Beil auf die Partie zurück. „Leider kam es dann eher so, dass wir zu lange mit dem Ball am Fuß gelaufen sind und viel zu viel durch die Mitte gespielt haben.“ Doch so konnte die gut stehende Gemündener Defensive nicht geknackt werden.

„Das ist ja häufig so, dass die Mannschaft in Überzahl eher weniger macht, weil jeder denkt, dass man mit einem oder zwei Spielern mehr weniger laufen muss“, so Beil weiter. „Daran wird meine junge Mannschaft weiter arbeiten, und wir versuchen es beim nächsten Mal besser zu machen.“

Gemündens Trainer Achim Gleim ärgerten die beiden „unnötigen“ Platzverweise. „Für unser Spielsystem war dies aber kein großes Problem, da man auch im Training nicht immer elf gegen elf spielen kann.“ Allerdings weiß auch Gleim: „Mit zwei Mann weniger wird es dann schon kniffliger. Das haben die Jungs defensiv mit viel Leidenschaft und Einsatz verteidigt.“

Wichtig sei gewesen, dass Gemünden trotz Unterzahl einen Spieler vorne gelassen habe. „Um den Gegner anzulaufen, damit Frankenau nicht zu weit auf unsere Abwehr drauf schieben konnte.“ Mit dem Auftritt seiner Elf in Unterzahl war Gleim dann auch sehr zufrieden. „So ein Sieg ist gut für den Zusammenhalt der Mannschaft.“ Allerdings sagt er auch: „Mich als Trainer hat das ein paar graue Haare gekostet.“

Von Michael Paulus

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