Verordnung des Hessischen Fußball-Verbandes

"Handshake“ bis zur C-Liga: Geteilte Meinungen in Waldeck-Frankenberg

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Das neue Ritual auch vor jedem Kreisligaspiel: Auf dem Rasenplatz in Haubern geben sich hier, angeführt vom Mannschaftskapitän Carsten Schäfer von der SG Rennertehausen/Battenfeld, die Hauberner und Re/Ba-Kicker die Hand.

Frankenberg. Den „Handshake“ - auf Deutsch auch das Händeschütteln - hat auch der Hessische Fußball-Verband mit Beginn dieser Saison bis in die Kreisliga C verordnet. Wir haben uns bei den Fußballern umgehört.

„Ich persönlich finde den Handshake vor dem Spiel sehr gut, weil es meiner Meinung nach wichtig ist, im Sport dem Gegner und dem Schiedsrichter Respekt entgegenzubringen.“ Das sagt Manuel Todt zur Geste des Fair Play, die der Verband seit dieser Saison bis in die untersten Klassen sehen will.

Für den 29-jährigen Stürmer des FC Ederbergland, der seit 2014 für den Hessenligisten und auch in der Gruppenliga die Tore schießt, eigentlich also nichts Neues. „In der Hessenliga haben wir dies in der letzten Saison schon so praktiziert und es wurde auch von allen Vereinen gut angenommen“, berichtet Todt.

Der Medebacher findet das Prozedere aber nicht nur vor dem Spiel wichtig, wie er weiter ausführt: „Für mich gehört es zur gebotenen Fairness, dem Gegner und Schiedsrichter auch nach dem Spiel, unabhängig vom Ausgang der Partie, die Hand zu geben.“

„Der Handshake ist eine schöne Geste, jedoch sollte er auch ernst gemeint sein“, findet Alisa Brand vom DFC Allendorf. „Für jeden Sportler gilt, dass er seinen Gegner mit dem nötigen Respekt entgegentreten sollte. Menschen, die diese Einstellung nicht teilen, werden ihr Verhalten auch durch einen aufgezwungenen Handshake nicht ändern. Daher glaube ich auch nicht, dass Spiele durch den Handshake fairer oder respektvoller geführt werden. Meine Mannschaftskameradinnen sehen dies genauso“, stellt die DFC-Kapitänin klar.

Mehr Stimmen lesen Sie in der Samstagsausgabe der Frankenberger Allgemeinen.

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