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Robin Zissel erzielt Traummarke 400 Ringe - „Im Moment passt alles“

Hat im Bundesligawettkampf die Traummarke von 400 geknackt: Luftgewehrschütze Robin Zissel.
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Hat im Bundesligawettkampf die Traummarke von 400 geknackt: Luftgewehrschütze Robin Zissel aus Ernsthausen.

40 Mal die Zehn getroffen, das hat Sportschütze Robin Zissel aus Ernsthausen geschafft. Gelungen ist dem 28-Jährigen das Traumresultat beim Bundesligawettkampf für den SV Wieckenberg.

Ernsthausen – In den vergangenen Tagen stand bei Robin Zissel das Telefon nicht still. Auf den Accounts des Sportschützen aus Ernsthausen in den sozialen Netzwerken ploppte ein Glückwunsch nach dem anderen auf. Alle gratulierten zur Topmarke von 400 Ringen.

Denn diese magische Bestmarke hatte Robin Zissel im Bundesliga-Wettkampf Luftgewehr seines Vereins SV Wieckenberg geknackt, als seine Mannschaft am vergangenen Sonntag mit 5:0 gegen den SV Ladekop gewann. „Bei mir passt im Moment einfach alles“, sagt der 28-Jährige nach einem aus seiner Sicht denkwürdigen Wettkampf.

Start mit Waffendefekt

Es war das dritte Bundesliga-Wochenende und der Wettkampf fing gar nicht toll an für den Ernsthäuser. „Als das Probeschießen begonnen hatte, hatte ich zu Beginn gleich einen Waffendefekt. Die ersten fünf Minuten musste ich erst mal mein Gewehr reparieren, dass ich überhaupt schießen konnte“, berichtet Robin Zissel. Die letzten zehn Minuten habe er dann noch fürs Probeschießen genutzt.

Beim Wettkampfbeginn habe er sich wohlgefühlt, so der Ernsthäuser. „Ich konnte dann gleich die erste kleine Hürde nehmen, indem ich die erste Serie 100 geschossen habe. Ich fühlte mich den ganzen Wettkampf über gut und souverän unterwegs.“ Schon die ersten drei Serien schloss der Ernsthäuser jeweils mit 100 ab.

Der Druck war da

Am Ende sei es dann eine sehr nervenaufreibende Geschichte gewesen, so Zissel, „denn der Druck war ja doch da, vor allem der Druck, den man sich auch selber macht.“

Als sehr schwierig hätten sich die letzten beiden Schussserien erwiesen. „Da habe ich mir dann noch mal extra viel Zeit genommen. Ich habe versucht, von der Nervosität ein bisschen runter zu atmen, dass ich halt den Puls in den Griff kriege“, sagt der Ernsthäuser. Mit Erfolg offenbar, denn auch die letzten zwei Schuss saßen. „Als dann auf einmal der Jubel in der Halle losbrach, in dem Moment war mir klar, dass es die 400 waren“, erzählt Zissel.

Woher der Erfolg kommt, da nennt Robin Zissel mehrere Gründe: „Ich bin beim Schießen extrem gut drauf, das Umfeld in der Mannschaft und die Unterstützung von den Fans stimmen. Es ist auch das Gesamtpaket, welches momentan im Verein herrscht.“ Im Training hat Zissel, der seit Juli bei der Firma Viessmann arbeitet, schon öfter die 400 geschossen, aber noch nie in der Bundesliga. Dafür ist er jetzt auch im elitären Klub der 400. Sein sportlicher Leiter Horst-Dieter Ruschel habe ihm bescheinigt: „Du schießt die Saison deines Lebens.“

Resultat harter Arbeit

Dem kann Robin Zissel nur zustimmen. Erst die Qualifikation für den Nationalkader, dann auf der deutschen Meisterschaft die Silbermedaille: „Das ganze Jahr lief schon gut. Jetzt in der Bundesliga die 400, das ist das I-Tüpfelchen. Und das ist der Erfolg für die harte Arbeit, die man das ganze Jahr über geleistet hat“, sagt Zissel.

In der Bundesliga steht der SV Wieckenberg aktuell als Tabellenvierter vor den Wochen der Entscheidung. In zwei Wochen geht es gegen den Tabellenführer und Favoriten SB Freiheit. „Das ist noch mal ein ganz dickes Brett zu bohren“, sagt Zissel. Und wiederum zwei Wochen später geht es gegen den Rangfünften ST Hubertus Elsen. „Um ins Bundesligafinale zu kommen, müssen wir mindestens eins dieser Spiele gewinnen“, gibt Zissel die Marschrichtung vor.

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