Fußball-Verbandsliga Mitte - eine Zwischenbilanz des FCE

FC Ederbergland steht auf Abstiegsplatz: 21 Spiele in drei Monaten

Bislang eine enttäuschende Hinrunde: Tim Biesenthal und der FC Ederbergland blieben weit hinter den Erwartungen zurück.
+
Bislang eine enttäuschende Hinrunde: Tim Biesenthal und der FC Ederbergland blieben weit hinter den Erwartungen zurück.

Rang 17 nach zehn Spielen, nur neun Punkte in der Verbandsliga Mitte. Die Zwischenbilanz des FC Ederbergland vor dem Lockdown fällt ernüchternd aus.

Battenberg - Dabei ging der Blick des FC Ederbergland vor der Saison eher nach oben. Bereits im Frühjahr präsentierte der FCE mit Achim Gleim, vormals TSV Gemünden/Wohra, einen Trainer-Nachfolger für Stefan Trevisi. Gleim selbst wähnte seine Elf unter den ersten fünf nach Abschluss der Runde. Dass seine Ära nur zehn Spieltage dauerte, zeigt, wie ernst die Verantwortlichen die Lage sehen.

Mit den Abgängen unter anderem von Manuel Todt und Valon Ademi verließen gestandene Hessenliga-Angreifer den Verein, während auf der Habenseite fünf A-Jugendliche sowie mit Nico Wroblewski, Maximilian Muth, David Koch, Benedikt Schneider und Tobias Ernst eher Perspektivspieler oder Spieler für die zweite Mannschaft an Land gezogen wurden.

Eine fast zweimonatige Vorbereitung half nicht dabei, den Fitness-Stand so hochzuheben, dass die Masse an Spielen körperlich unbeschadet überstanden wurde. Trotz der vielen Spiele und der System-Umstellung von 4-3-3 auf eine Fünferkette kam nur bedingt mehr Stabilität ins Spiel, wobei der 4:1-Erfolg in Pohlheim zeigte, was die Mannschaft leisten kann.

Gegensteuern im Training konnte man kaum. „Wir sind ständig in der Regeneration“, klagte Achim Gleim immer wieder, da in drei Monaten 21 Spiele auf dem Programm standen. Tatsächlich überzeugte der FCE in diesen Partien nur selten. Genannter Sieg in Pohlheim sowie die Pokal-Begegnungen gegen Breidenbach und den KSV Hessen Kassel waren Beispiele dafür.

Ansonsten gab es jede Menge Kopfschütteln bei den Zuschauern und FCE-Fans. Besonders in der Rückwärtsbewegung nach meist individuellen Fehlern im Spielaufbau offenbarten sich eklatante Schwächen, die sich vom ersten Spieltag in Breidenbach (3:4) bis zum Debakel gegen Steinbach II (1:5) durchzogen. Auch bei eigentlich ansprechenden Leistungen wie in Waldbrunn (1:5) und in Eltville (2:5) hagelte es Gegentore.

Zwar waren Defensivstützen wie Fabian Mohr, Simon Mitze und Jan Dreher bisweilen verletzt, die 31 Gegentore in zehn Spielen kann man damit aber nicht erklären.

Ebenso fehlten Gleim in der Offensive schlicht die Alternativen. Lamin Kamara und Burak Yavuz fehlten oft verletzungsbedingt, wodurch nur noch Maxim Zich und Maximilian Muth zur Verfügung standen.

Mitte November musste Gleim gehen und der Vorstand installierte mit Christian Behle sowie Christian Hartmann eine Doppelspitze auf der Trainerbank. Behle traut der Mannschaft zu, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.

Klar ist: Da, wenn überhaupt, wahrscheinlich aufgrund der Corona-Pandemie nur eine Hinrunde gespielt werden könnte, verbleiben Behle und Hartmann neun Spiele, um die Abstiegsränge zu verlassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.