Gemündenerin ist Teil der Young Leader Initiative des Internationalen Olympischen Komitees

Johanna Ochs: Mit eigenem Projekt im IOC-Programm dabei

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Treffen in Lausanne (Schweiz): (von links) die Gemündenerin Johanna Ochs, IOC-Präsident Thomas Bach und Paulina Fritz (Hagen).

Gemünden - Eine von weltweit 54 Teilnehmern des Young Leader Programms des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist die Gemündenerin Johanna Ochs. 

Der Sport ist das Metier von Johanna Ochs. Die ehemalige Fußballschiedsrichterin der Zweiten Bundesliga (Frauen) und Verbandsliga (Herren), die als Sportökonomin am IAT (Institut für Angewandte Trainingswissenschaften) in Leipzig ihrem Job nachgeht, tut alles für den Sport. Für die Gemündenerin ist das Hobby zum Beruf und zu einer Berufung geworden.

In ihrer Freizeit widmet sie sich dem Pferdesport und ist mittlerweile Teil des Young Leader Programms des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Nach einer erfolgreichen Bewerbung in Form des selbst konzipierten Projektes „Value days“ (Erleben von olympischen Werten) ist sie seit Juli 2019 eine von weltweit 54 Teilnehmern des Programms.

Für Ochs ist das eine große Wertschätzung. „Die olympischen Werte – Freundschaft, Leistung und Respekt – habe ich als Basis meines Tuns definiert und diese möchte ich gern an Kinder und Jugendliche weitergeben“, beschreibt sie ihre Motivation für das Programm.

Auftaktveranstaltung für die 54 jungen Menschen war ein gemeinsames dreitägiges Treffen in Lausanne (Schweiz). Dieses diente nicht nur dem gegenseitigen Kennenlernen, sondern insbesondere, um sich in Workshops zu unterschiedlichen Themen wie Video- und Filmarbeit, Kurzpräsentationen und Olympische Jugendspiele ein erweitertes Wissen anzueignen. Der Höhepunkt war dabei einerseits die abschließende Diskussionsrunde mit IOC-Präsident Thomas Bach und andererseits der Startschuss zur Umsetzung der eigenen Projekte.

Für Johanna Ochs bedeutete das, ihren Ideen nun Taten folgen zu lassen. Mehrere Monate der Erarbeitung von detaillierten Konzepten folgten, bevor ihre eigenen Vorstellungen in zwei unterschiedlichen Veranstaltungen mündeten. Dabei haben die „Value days – Bewegungstage“ für Kindergartenkinder bereits im Februar dieses Jahres in der Kindertagesstätte in Trutzhain stattgefunden.

Die Sportlerin hatte für die 42 Jungen und Mädchen zum Beispiel die Spiele „Skispringen“ oder „Friedensmauer“ vorbereitet. So kamen sportliche Aktivität in Verbindung mit den olympischen Werten wie Leistung und Respekt zum Zuge.

In dem von Ochs geplanten zweiten Teil des Projektes „Value days – Ferienspiele“ sind 20 teilnehmende Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren angesprochen. Bei der viertägigen Veranstaltung wird es an jedem Tag um einen anderen olympischen Wert gehen, wobei Johanna zu den drei Grundwerten einen zusätzlichen Thementag „Nachhaltigkeit“ geplant hat.

Die Ferienspiele sollten im Rahmen des 100. Geburtstages der Fußballabteilung im TSV Gemünden bereits im April in Gemünden stattfinden. Doch die Pandemie verhinderte dies, sodass es derzeit noch offen ist, wann die Veranstaltung stattfinden kann. Potentielle Teilnehmer aus Gemünden können sich gern an Johanna Ochs (joh.ochs@gmail.com) wenden.

Zum Abschluss ihres Projektes muss die Sportökonomin einen Videofilm und einen Bericht beim IOC einreichen. Die Sportlerin hofft dann, noch ein weiteres Jahr im Young Leader Programm tätig sein zu dürfen.

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