90 Jugendteams im Fußballkreis Frankenberg gemeldet

Rudolf Matter

Frankenberg. Mit 90 Mannschaften geht der Fußballkreis Frankenberg in der kommenden Saison im Jugendbereich an den Start. Damit ist das Meldeergebnis identisch mit dem der vergangenen Spielzeit.

Und damit zeigt sich Frankenbergs Kreisjugendwart Rudolf Matter zufrieden. „Wir haben den Stand gehalten. Allerdings könnten es auch bei uns noch ein paar Teams mehr sein.“ Damit spielt der Gemündener auf ein Problem an, das er bereits vor einem Jahr skizzierte. Vielfach fehlen Trainer und Betreuer, deswegen werden trotz Möglichkeiten keine Mannschaften gemeldet. „Wir könnten fünf sechs Mannschaften mehr haben, wenn Trainer und Betreuer vorhanden wären“, schätzt der Jugendwart.

Der freut sich, dass wieder fünf Mannschaften oberhalb der Kreisebene unterwegs sind. Nach einem Jahr Pause spielt der FC Ederbergland mit der A- und mit der B-Jugend in der Gruppenliga Gießen. Die C-Junioren des FCE haben den Sprung in die neue Verbandsliga Nord geschafft, die JSG Eder spielt in der Gruppenliga. Bei den D-Junioren ist die JSG Burgwald in die Gruppenliga aufgestiegen.

Dennoch bleiben auch Sorgen: Denn das Feld bei den A- und den B-Junioren bleibt übersichtlich. Bei den A-Junioren bleiben sechs Teams auf Kreisebene übrig, diese werden im Kreis Marburg spielen. In zunächst zwei Achter-Gruppen werden Startplätze für die Kreisliga und Kreisklasse ausgespielt. Bei den B-Junioren wird das Feld der sieben Frankenberger Kreisligisten durch die JSG Nord-Ost und den VfB Wetter II ergänzt.

Aufgrund der Entwicklung gibt sich Matter keinen Illusionen hin, dass der Frankenberger Kreis im älteren Jugendbereich wieder eigenständig Ligen bilden kann. Und der Gemündener zeigt auch schon die folgende Entwicklungsstufe auf: „Der nächste Weg, der uns vorgegeben wird, ist, mit Waldeck zusammen zu gehen. Das wird sich nach der Fusion der Sportkreise nicht mehr aufhalten lassen.“ Allerdings: „Das Problem ist, dass die Wege für die Vereine sehr weit sein werden.“

Ein Zusammengehen im Bereich der A- und B-Jugend mit seinen Waldecker Kollegen stand in diesem Jahr nicht zur Debatte. Denn neben den weiten Wegen gibt es laut Matter ein weiteres Problem: Der Landkreis ist fußballtechnisch noch durch zwei Regionen getrennt - Gießen/Marburg und Kassel. Hätte sich Frankenberg den Waldecker Ligen angeschlossen, hätte ein möglicher Kreismeister aus Frankenberg plötzlich um den Aufstieg in die Gruppenliga Kassel spielen müssen.

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