3:0 nach Verlängerung

Kahl & Schlichterle-Cup: Breidenbach gewinnt Fußballturnier in Ernsthausen

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Szene aus dem Finale: Der Wetteraner Enrico Zucca (grünes Trikot) wird von den Breidenbachern Nico Müller und Benjamin Bender verfolgt.

Ernsthausen. Beim Kahl & Schlichterle-Cup in Ernsthausen hat der Verbandsligist FV Breidenbach  nach Verlängerung mit 3:0 gegen den VfB Wetter gewonnen.  

Damit sicherte sich der FV neben dem Pokal die Siegprämie in Höhe von 1700 Euro. Es war zweite Sieg der Breidenbacher beim Kahl & Schlichterle-Cup nach 2013. Erstmals in der 13-jährigen Geschichte des Fußball-Vorbereitungsturniers fand ein Finale ohne Waldeck-Frankenberger Beteiligung statt. 

Im Halbfinale war Hessenligist Ederbergland überraschend beim 2:3 nach Verlängerung gegen Wetter ausgeschieden. Auch Röddenau musste sich nach einem 0:1 gegen Breidenbach mit dem Spiel um Platz drei begnügen, das der FCE mit 4:0 gewann.

Finale

VfB Wetter - FV Breidenbach 0:3 n.V. (0:0). Tore: 0:1 Jan Reiprich (68.), 0:2 Yanik Berberich (70.), 0:3 Felix Baum (76.). Beide Abwehrreihen prägten das Endspiel und hatten das Geschehen im Griff, viele Möglichkeiten bekamen die 350 Zuschauer somit nicht zu sehen. Die einzige Chance im ersten Durchgang hatte Breidenbach nach fünf Minuten: Nach einem Freistoß von Philip Willershausen ging ein Kopfball von Julian Kapitzka am Tor vorbei. Auch im zweiten Durchgang boten beide Teams in der Offensive wenig. In der 49. Minute schien dennoch die Breidenbacher Führung fällig: VfB-Torhüter Paul Diehl konnte einen Freistoß von Sebastian Wanke nicht festhalten, Nico Müllers Nachschuss ging knapp am Tor vorbei. Erst in der Verlängerung brach Breidenbach dann den Bann: Nach Vorlage von Dominik Pfeiffer traf erst Jan Reiprich per Kopf zum 1:0 (68.), nur zwei Minuten später staubte Yanik Berberich nach einem Pressschlag zum 2:0 ab. Nach 76 Minuten erzielte Felix Baum den 3:0-Endstand.

Spiel um Platz drei

FC Ederbergland - TSV Röddenau 4:0 (0:0). Tore: 1:0 Manuel Todt (35.), 2:0 Ernes Hidic (37.), 3:0 Dennis Meyer (38.), 4:0 Hidic (53., FE). Wie im Halbfinale stellte Röddenau seinen Gegner mit einer guten Defensive zunächst vor große Probleme. Ederbergland war zwar klar überlegen, hatte aber im ersten Abschnitt nur eine Chance: Nach 15 Minuten ließ Daniel Gora Julian Gonther stehen, verfehlte aber das Tor knapp. Ansonsten ließ Röddenau nicht viel zu. Erst als im zweiten Durchgang dem Kreisoberligisten immer mehr die Kraft ausging, knackte der FCE das Röddenauer Bollwerk mit drei Toren innerhalb von drei Minuten. Erst traf Manuel Todt nach Vorarbeit von Wolfgang Klaus zur Führung (35.). Zwei Minuten später erhöhte Ernes Hidic nach Pass von Michael Möllmann zum 2:0, keine 60 Sekunden später erzielte Dennis Meyer das 3:0. Per Elfmeter traf Hidic in der 53. Minute zum Endstand, zuvor hatte Andreas Dehnert Todt nur mit einem Foul stoppen können.

Spiel um Platz drei: Dennis Meyer (FC Ederbergland, rechts) verfolgt Rinaldo Biber vom TSV Röddenau.

Halbfinale

Wetter - Ederbergland 3:2 n.V. (2:2, 1:2). Tore: 0:1 Daniel Gora (3.), 0:2 Ernes Hidic (11., FE), 1:2 Henrik Gleisner (14.), 2:2 Jens Borawski (40.), 3:2 Marcel Beinborn (70.). Der Hessenligist erwischte einen Start nach Maß und schien beim 2:0 nach elf Minuten dem Finale entgegenzusteuern. Zunächst hatte Daniel Gora nach Ballgewinn und Pass von Serkan Erdem den FCE in Führung gebracht (3.), dann verwandelte Ernes Hidic einen an Erdem verursachten Foulelfmeter (11.). Doch dann verlor Ederbergland den Faden und Wetter kam zurück: Henrik Gleisner (14.) erzielte den Anschlusstreffer, nach der Halbzeit glich Jens Borawski aus (40.). Nun war der Gruppenligist am Drücker und hatte Pech, dass ein Schuss von Marcel Beinborn an die Latte klatschte. In der Verlängerung machte es Beinborn besser und traf zum 3:2 (70.). Dem FCE fiel im Spiel nach vorne zu wenig ein, um die Partie noch zu drehen.

Röddenau - Breidenbach 0:1 n.V. (0:0). Tor: 0:1 Sebastian Wanke (64.). Ein verdienter Sieg, bei dem sich der FV lange Zeit sehr schwer tat. Wie erwartet bestimmte Breidenbach die Partie, Röddenau verteidigte aber mit viel Leidenschaft, sodass der Verbandsligist nur selten zum Abschluss kam. Die erste große Chance resultierte aus einem Eckstoß, Philip Michels Kopfball klärte Benedikt Kunick auf der Linie. Ansonsten gab es bis zur Pause keine Aufreger. Auch nach dem Wechsel das gleiche Bild: Breidenbach war spielbestimmend, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Ein Schuss von Benni Bender, den Dean Schengel im TSV-Tor sicher parierte, war in der 52. Minute der größte Aufreger. Erst in der Verlängerung setzte sich der Favorit dann durch: In der 64. Minute zog Sebastian Wanke ab, Schengel war zwar mit den Fingern noch am Ball, konnte diesen aber nicht mehr um den Pfosten drehen.

Von Michael Paulus

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