FUSSBALL-KREISOBERLIGA NORD

Kann der TSV Röddenau die Offensive von Oberes Edertal im Kreisoberliga-Derby stoppen?

Keine leichte Aufgabe: Im Derby gegen die SG Oberes Edertal wollen Benedikt Kunick (weißes Trikot, hier gegen den Großseelheimer Marcel Tautermann) und der TSV Röddenau dennoch nicht ins Straucheln kommen.
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Keine leichte Aufgabe: Im Derby gegen die SG Oberes Edertal wollen Benedikt Kunick (weißes Trikot, hier gegen den Großseelheimer Marcel Tautermann) und der TSV Röddenau dennoch nicht ins Straucheln kommen.

Kann der TSV Röddenau am Sonntag 12. September, 15 Uhr, seinen leichten Negativtrend mit zwei Niederlagen in Folge im Derby gegen die SG Oberes Edertal stoppen?

Röddenau - Einfach wird die Aufgabe nicht, denn mit der SG Oberes Edertal reist eine Mannschaft an, die in den letzten drei Partien neun Punkte gesammelt und dabei 16 Tore erzielt hat. Noch ohne Niederlage ist die SG Rennertehausen/Battenfeld, die diese Serie auch bei der Reserve der SF BG Marburg verteidigen möchte. Die SG Bunstruth/Haina steht dagegen unter Zugzwang - es steht das Kellerduell beim Tabellenletzten TSV Kirchhain auf dem Programm.

Guter Rundenstart relativiert

TSV Röddenau - SG Oberes Edertal. Der gute Rundenstart des TSV Röddenau hat sich mit den zuletzt zwei eingefahrenen Niederlagen etwas relativiert. „Trotz guter personeller Besetzung ist es uns gegen Großseelheim leider nicht gelungen, das zu spielen, was wir uns vorgenommen hatten“, hat Spielausschussobmann Thomas Müller erkannt. „Wir haben zu viele Fehler in der Vorwärtsbewegung gemacht, was dem Gegner immer wieder in die Karten gespielt hat.“

Nun folgt also das Derby gegen eine Mannschaft der Stunde. „Oberes Edertal ist vermutlich die größte Aufgabe, die die Kreisoberliga hat“, weiß Müller, welch große Herausforderung auf seine Mannschaft und Trainer Fabian Glaßl wartet. Den eigenen Platz sieht Müller schon als Vorteil. Er kennt aber auch den Gegner. „Sie haben in jedem Mannschaftsteil einen Unterschiedsspieler. Sie haben sich immer kontinuierlich gut verstärkt, funktionieren im Kollektiv und sind unheimlich effizient. Unsere Aufgabe wird es werden, dass sie ihr Spiel nicht aufziehen können“, so Müller. „Da wir aber zuhause spielen und unser Kader unverändert bleibt, bin ich grundsätzlich erst einmal optimistisch.“

Trainer Oliver Sprang von der SG Oberes Edertal versucht die Erfolge der letzten Wochen noch richtig einzuordnen. „Man weiß momentan noch nicht: Sind wir eigentlich so gut oder die anderen nur einfach schlechter? Ich denke, um dazu richtige Aussagen zu treffen, dauert es noch ein paar Wochen“, bleibt er trotz der zuletzt hohen Siege nach wie vor zurückhaltend. Auch wenn es bei dem nächsten Gegner Röddenau im Moment etwas schlechter läuft, mahnt Trainer Sprang sein Team zur Vorsicht. „Das ist ein sehr schwieriger Gegner, der taktisch und läuferisch sehr gut ist. Man muss gegen sie echt arbeiten, damit sich für uns Lücken auftun. Sie haben gute Leute, die mit langen Bällen agieren. Da müssen wir sehr aufpassen, dass wir in unserem Aufbauspiel so wenig Fehler wie möglich machen.“ Vom Personal her ist die Ausgangslage für Sprang „perfekt“. Es gibt keine Ausfälle zu verzeichnen.

Bunstruth/Haina unter Siegdruck

TSV Kirchhain - SG Bunstruth/Haina. Wenn nicht jetzt, wann dann. Unter diesem Motto steht die Partie der SG. „Das Spiel müssen wir gewinnen. Allerdings sagt sich das der TSV Kirchhain auch“, sagt SG-Trainer Rainer Kuche. Dabei hat Kuche weiterhin personelle Probleme. Voicu Nicoara wird in der gesamten Vorrunde verletzungsbedingt kein Spiel mehr bestreiten können und Martin Grebe ist auch noch verletzt. Dazu kommt, dass einige Akteure noch Trainingsrückstand aufweisen und teilweise noch nicht fit sind. Bleibt zu hoffen, dass die Offensivabteilung des Kuche-Teams einen guten Tag hat, denn Gegner Kirchhain scheint bei 20 Gegentoren in fünf Spielen eine nicht ganz so sattelfeste Defensive zu haben.

Personalprobleme bleiben

SF/BG Marburg II - SG Rennertehausen/Battenfeld. Obwohl mit Personalproblemen angetreten zeigte sich Re/Ba-Trainer Cataldo Schirru mit dem Auftreten seiner Mannschaft bei dem 3:2-Sieg gegen den TSV Erksdorf überwiegend zufrieden. „In der ersten Hälfte waren wir spielerisch gut, wir haben es aber dann verpasst, den Deckel früher zuzumachen“, bemängelt er die Chancenauswertung. Die personellen Probleme bleiben aber weiterhin bestehen. Ob Julian Klein, der umgeknickt ist, gegen die Sportfreunde mitwirken kann, ist ungewiss. Dafür ist Fabian Hedderich wieder ins Training eingestiegen und wird vielleicht Spielzeit bekommen. „Irgendwie wird es personell nicht viel besser. Vielleicht ist das aber auch der Grund, dass wir als Team gut auftreten“, sieht Schirru nicht schwarz. Gegner Marburg hat sieben Punkte aus fünf Spielen, aber zuletzt beim Vorletzten TSV Amöneburg mit 1:3 verloren. „Letzte Runde haben sie gegen den Abstieg gespielt, diese Saison sind sie gut gestartet. Man weiß bei Marburg aber nie, wer auf dem Feld steht. Wir müssen daher zunächst einmal auf uns schauen“, sagt Schirru. (Dieter Gessner)

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