Kreisliga A: Bottendorf setzt sich mit 2:0 gegen Gemünden durch

Wer setzt sich durch? Zweikampf zwischen Gemündens Nico Selerowicz (links) und Bottendorfs Christian Mienik. Foto: H. Meiser

Gemünden. Der TSV Bottendorf steuert in Richtung Aufstiegsspiele zur Fußball-Kreisoberliga Nord zu. Die Burgwälder siegten im Spitzenspiel der A-Liga Frankenberg beim TSV Gemünden mit 2:0 (1:0) und ziehen damit in der Tabelle an den Wohrastädtern vorbei.

Seit 15 Partien ungeschlagen und seit neuneinhalb Stunden Nettospielzeit ohne Gegentor - die Bottendorfer strotzten vor Selbstvertrauen. Und sie legten los wie eine Heimelf. Gemünden hingegen, das verletzungsbedingt frühzeitig seine Leistungsträger Nils Krautwald und Sebastian Kwiecien auswechseln musste, wirkte völlig verunsichert und entsprechend fahrig im Aufbauspiel.

Die Gäste buchten alleine vor der Pause 7:0-Ecken sowie hochkarätige Tormöglichkeiten durch Goalgetter Moritz Kowalewski (13., 35., 39) und Christian Mienik (6., 41.). Ausgerechnet Tamer Schmidt, der in der neuen Saison für Gemünden spielt, erzielte per traumhaftem Freistoßschlenzer die Bottendorfer 1:0-Pausenführung (33.).

„Wir hätten viel höher führen müssen“, mäkelte Gästetrainer Matthias Hahnenstein, während Gemündens Coach Achim Gleim fand, „dass wir in der ersten Halbzeit auch bedingt durch die Umstellungen viel zu verhalten agierten“.

Mit Wiederbeginn änderte sich das Bild. Bottendorf besaß nur noch zwei Möglichkeiten: 120 Sekunden nach dem Anstoß verzog Moritz Kowalewski und in der 90. Minute besorgte Hahnensteins „Joker“ Dejan Pilinger per Abstauber die vielumjubelte Entscheidung zum 0:2.

Im Tiefschlafmodus

Dazwischen war Gemünden am Drücker. Die Hausherren hätten den 1:1-Ausgleich verdient gehabt, weil sie Großchancen durch Artur Stranz (58., 76.), Kevin Schmidt (59.) und Jannik Günther (63.) besaßen, aber auch weil Bottendorf nach den Worten Hahnensteins „den Tiefschlafmodus eingelegt hatte“. Nach den 90 Minuten strahlte Hahnenstein dann übers ganze Gesicht und herzte jeden seiner Spieler. „Meine Jungs zeigen eine tolle Initiative und haben einen super Charakter“, sagte der Bottendorfer Trainer.

Achim Gleim hatte den Kampfgeist und die Leistungssteigerung der Gemündener erkannt. „Aber das Verletzungspech und die schludrige Chancenverwertung stehen symbolisch für weite Teile der Saison. Angesichts unseres happigen Restprogramms wird es schwer werden, die Aufstiegsspiele noch zu erreichen“, so der Coach. (gd)

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