Fußball Frankenberg Pokalserie 20/21

SG Oberes Edertal gegen FC Ederbergland: Kreispokalfinale fast schon ein Klassiker

Im Halbfinale setzte sich Oberes Edertal mit 3:0 bei der SG Nordkreis durch. Unser Bild zeigt einen Zweikampf zwischen Leon Seipp und Janik Kroh.
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Im Halbfinale setzte sich Oberes Edertal mit 3:0 bei der SG Nordkreis durch. Unser Bild zeigt einen Zweikampf zwischen Leon Seipp und Janik Kroh.

Wenn am Samstag, 24. Juli, um 17 Uhr Schiedsrichter Bernd Henge in Reddighausen das Frankenberger Fußball-Kreispokalfinale 20/21 anpfeifen wird, dann stehen sich die wohl aktuell besten Teams des Kreises gegenüber.

Reddighausen - Diese Einschätzung zum Kreispokalfinale teilen beide Trainer der Kontrahenten SG Oberes Edertal und FC Ederbergland. „Definitiv ist das so“, findet FCE-Trainer Christian Behle. Und sein Kollege Oliver Sprang vom Gastgeber Oberes Edertal sagt: „Ja, im Moment ist das so. Es ist halt immer von Saison zu Saison unterschiedlich, weil es ja auch Spielerfluktuation gibt.“

OE gegen FCE – schaut man auf die Pokalrunden der vergangenen Jahre, gab es dieses Aufeinandertreffen öfter, fast ein Klassiker also. Und es war nicht immer ein Finale.

Im Pokaljahr 19/20 lieferten sich beide Vereine ein typisch packendes Pokalduell: Erst mit 6:4 im Elfmeterschießen setzte sich damals im Halbfinale der FC Ederbergland gegen Oberes Edertal durch. „Ein Elfmeterschießen, das wollen wir dieses Jahr nicht. Am besten ist es, wenn das Spiel nach 90 Minuten entschieden ist“, sagt Christian Behle. Gute Erinnerungen daran hat Oliver Sprang: „Dieses Halbfinale, wir konnten das teilweise doch sehr offen gestalten. Aber man darf natürlich nicht verkennen, dass der FCE in dieser Saison eine ganz andere Mannschaft am Start hat wie in der letzten. Jetzt haben sie sich verstärkt, spielen mit Sicherheit wieder eine sehr, sehr gute Rolle in der Verbandsliga.“

Bitte kein Elfmeterschießen

Die Rollen jedenfalls sind verteilt, das zeigen nicht nur die vergangenen Jahre. Fast immer gewann der FCE. Der letzte Erfolg für Oberes Edertal gelang im Finale 2011/12 – damals mit 7:5 nach Elfmeterschießen. Gegen eine Ederbergländer B-Elf war OE im März 2012 unter Trainer Arno Reitz das glücklichere Team. Den letzten und entscheidenden Elfer verwandelte Mehmet Citlak für OE.

Aber so weit will es der FCE ja nicht kommen lassen. Dass die Favoritenrolle beim Verbandsligisten liegt, sei „richtig“, sagt Christian Behle, dennoch „kann sich in einem Pokalfinale eine Eigendynamik entwickeln, wenn das Spiel lange offen gehalten werden kann vom Gegner. Es wird so sein, dass Obere Eder tief stehen wird. Wir werden dann gezwungen sein, das Spiel zu machen. Wir werden versuchen, frühzeitig in Führung zu gehen, um den Gegner auch etwas hinten herauszulocken.“

„Für uns ist es einfach ein Highlight jedes Jahr wieder“, sagt Oliver Sprang und betont: „Es ist für mich auch ein Vorbereitungsspiel. Ich werde jetzt deswegen nicht meine komplette Vorbereitung für eine ganze Kreisoberliga-Saison unterbrechen.“ Für ihn sei wichtig, in der Vorbereitung gegen klassenhöhere Mannschaften zu spielen. Sprang: „Da müssen die Jungs schon wirklich an den Rand ihrer Möglichkeiten gehen, um das Ding überhaupt wenigstens in Teilen offen zu gestalten.“

Höhere Geschwindigkeit

Gegen den Verbandsligisten müssten seine Spieler versuchen, sich auch an die höhere Spielgeschwindigkeit anzupassen. Zur Personalsituation konnte der OE-Coach am Mittwoch, als noch zwei Trainingseinheiten bevorstanden, nichts sagen. Sprang: „Sicherlich fehlen auch bei mir Spieler, die sind in Urlaub, oder welche sind beruflich verhindert. Aber das ist in der Urlaubszeit nichts Ungewöhnliches.“

Beim FCE fehlen, so Christian Behle, Maxim Zich, Simon Mitze und Fabian Mohr (alle Urlaub). Neuzugang Kevin Vidakovics aus Stadtallendorf befinde sich noch im Aufbautraining. Behle: „Ihm wollen wir auch die Zeit geben, die er braucht.“ Wieder an Bord ist Ingo Miß, der in Siegen fehlte. (Hans Dreier)

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