Kurioser Platzverweis: Jetzt muss nur noch Zeigler anrufen

Tobias Schneider

Hatzfeld. Die gelb-rote Karte für Fußballer Tobias Schneider zieht weiter ihre Kreise: Nun wurde auch Arnd Zeigler auf den kuriosen Platzverweis aufmerksam und postete den HNA-Artikel auf seiner Facebook-Seite.

Grund genug, um mit dem Mittelfeldspieler der SG Hatzfeld/Eifa noch einmal über die Szene zu sprechen. Der 23-Jährige hatte, wie berichtet, im B-Liga-Topspiel gegen Haubern (4:1) kurz vor der Halbzeit die Ampelkarte von Schiedsrichter Günther Mankel (Münchhausen) gesehen - ohne eine Minute gespielt zu haben. Als Auswechselspieler bekam er wegen Meckerns Gelb. Als er nach dem 2:0 jubelnd auf den Platz rannte, sah er Gelb-Rot. Mittlerweile wurde der Text bei „Zeigler" 53 Mal geteilt, 1067 Personen drückten „Gefällt mir" und 87 Kommentare wurden bis gestern Nachmittag abgegeben.

Herr Schneider, bei Facebook haben Sie gepostet, dass Sie jetzt auf dem Fußballolymp angekommen seien. Geht da eigentlich noch mehr für einen Kreisligafußballer?

Tobias Schneider: Mehr geht immer, aber zu Zeigler muss man es erst einmal schaffen. Das habe ich jetzt erledigt.

Wie waren bisher die Reaktionen?

Schneider: Ich habe mir die Kommentare erst mal alle angeguckt. Die meisten schreiben ja, dass es dem ein oder anderen auch hätte passieren können. Keiner hat bisher zum Glück geschrieben, dass das total doof war. So schlimm ist das also nicht für mich.

Also ist Ihnen die ganze Sache auch nicht unangenehm?

Schneider: Ich kann zwar nicht stolz darauf sein, aber es ist ja ganz lustig. Ich fand’s cool, dass gerade Zeigler das geteilt hat, weil ich das sonntags immer im Fernsehen gucke und auch im Radio höre. Stolz bin ich auf die Aktion aber nicht, weil es einfach blöd von mir war.

Haben Sie Angst, dass sich Zeigler jetzt auch noch direkt an Sie wendet?

Schneider: Nee, da würde ich mich freuen.

Haben Sie nach dem Spiel eigentlich noch mal mit dem Schiedsrichter gesprochen?

Schneider: Ja, wir haben nach dem Spiel noch kurz geredet und er hat mich gefragt, ob ich ein Hörgerät brauche. Es war aber nicht so, dass wir im Streit auseinander gegangen sind.

Hach Kreisliga :D "42. Minute: Hatzfelds Auswechselspieler Tobias Schneider hatte bereits wegen Meckerns auf der Bank...

Posted by Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs on Dienstag, 20. Oktober 2015

 

Sind Sie Günther Mankel jetzt sogar vielleicht ein bisschen dankbar?

Schneider: Wenn er mir nicht Gelb-Rot gegeben hätte, wäre das alles nicht so gekommen. Aber so konnte ich meiner Mannschaft leider nicht helfen. Zum Glück haben wir aber gewonnen, wenn das nicht der Fall gewesen wäre, wäre es für mich bestimmt nicht so lustig geworden.

Was machen Sie, wenn Sie das nächste Mal auf Mankel treffen?

Schneider: Mich besser verhalten.

Und ihm ein Bier ausgeben?

Schneider: Das auf jeden Fall.

Sonntag steht die Partie gegen Gemünden an. Was haben Sie dieses Mal geplant, um in die Schlagzeilen zu kommen?

Schneider: Da würde ich gern sportlich auf mich aufmerksam machen.

Ist Ihnen eigentlich schon mal so etwas Kurioses passiert?

Schneider: Ich habe schon Gelb-Rot bekommen, weil ich den Ball weggeschossen habe.

Was müssen Sie nun eigentlich in die Mannschaftskasse zahlen, geht die Abschlussfahrt nun auf Ihr Konto?

Schneider: Ich muss zum Glück nur 40 Euro zahlen.

Ärgerlicher wäre es wohl geworden, wenn Sie für jedes „Gefällt mir“ und jedes „Teilen“ bei Facebook einen Euro hätten abgeben müssen ...

Schneider: Dann würde es ziemlich schlecht für mich aussehen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.