Bestätigt der Fußball-Verband den Saisonabbruch, steigen SG Bunstruth/Haina und TSV Frankenau auf

Lieber auf sportlichem Weg zum Meister, und nicht durch Corona

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Er muss in einem Punktspiel für diese Saison nicht mehr eingreifen: Re/Ba-Torwart Fabian Seidel.

Frankenberg - Die SG Buntruth/Haina in der A-Liga und der TSV Frankenau in der B-Liga sind die Frankenberger  Meisterteams der Saison 19/20, wenn der Verband den Saisonabbruch im Juni endgültig beschließt. Beide Vereine hätten lieber auf sportlichem Weg den Titel errungen.

Ein Saisonabbruch im hessischen Fußball steht bevor: Nach einer Empfehlung des HFV-Präsidiums vom Samstag fehlt dazu nur noch die Zustimmung auf einem außerordentlichen Verbandstag im Juni.

Froh sind die meisten Frankenberger Klubs, dass endlich Klarheit herrscht. Und der Frankenauer Fußballchef Peter Ruhwedel, der mit seinem TSV als Meister und Aufsteiger in die A-Liga feststeht, stellt klar, dass der Abbruch überhaupt nicht die Wunschlösung der Frankenauer ist: „Viel lieber wäre uns gewesen, wenn die Entscheidung im sportlichen Wettkampf auf dem Platz gefallen wäre.“

Kreisliga A

Bleibt es beim empfohlenen Abbruch, und wer wollte noch daran zweifeln, dann ist die SG Bunstruth/Haina A-Ligameister einer denkwürdigen, vom Coronavirus ausgebremsten Amateur-Saison 19/20.

„Sicher sind wir nun Nutznießer dieser Entscheidung“, sagt Keith Möbus, aber so richtig darüber freuen könne man sich doch nicht. „Egal, welche Entscheidung man nun auch im Endeffekt gefällt hätte, keine hätte jeden Verein glücklich gemacht“, findet der Trainer der SG Bunstruth/Haina.

Beim TSV Bromskirchen, dem aktuellen Rangzweiten, nimmt man den ungewöhnlichen Saisonschluss gelassen. „Ich hätte gerne die Relegation gespielt, aber ich glaube nicht, dass wir Bunstruth/Haina noch mal eingeholt hätten. Wir nehmen das sportlich. Ich finde, das Beste was jetzt passieren konnte, ist der Abbruch von dieser Runde“, sagte Trainer Michael Mohr.

Kreisliga B

Als Frankenauer Vertreter bei der Video-Kreiskonferenz hatte sich Peter Ruhwedel im Namen des Vereins auch für den Saisonabbruch ausgesprochen. Die Entscheidung im sportlichen Wettkampf auf dem Platz auszutragen, das wäre dem Frankenauer aber noch viel lieber gewesen. „Mit dem Abbruch der Saison durch Corona fühlt sich der Titel sicher nicht ganz so schön an“, sagt Peter Ruhwedel.

Beim aktuellen Rangzweiten der B-Liga, der SG Rennertehausen/Battenfeld II, ist man froh über die gewonnene Klarheit. „Es ist gut, dass wir jetzt einen klaren Schnitt haben“, sagt Trainer Heiko Maurer, schließlich hätten sich die Pandemie und ihre Auswirkungen doch schlimmer als erwartet entwickelt. „Auf der einen Seite ist es schade, dass das Titelrennen nicht mehr sportlich entschieden wird. Wir hätten versucht uns durchzukämpfen“, sagt Maurer, „auf der anderen Seite ist die Gesundheit aller viel wichtiger als der Fußball.“

Kreisoberliga Waldeck

Robin Wissemann, Trainer des TSV Altenlotheim, ist in seinem ersten Trainerjahr beim Waldecker Kreisoberliga-Spitzenreiter froh und glücklich über die nun feststehende Meisterschaft. Die Begeisterung hätte aber eine Steigerung erfahren, wäre der Titel auf regulärem Weg erzielt worden. „Schade, dass wir die Saison nicht zu Ende spielen dürfen. Ich habe den Jungs aber gesagt, dass sie stolz auf das Erreichte sein dürfen. Die Feier wird auf jeden Fall nachgeholt. Es ist etwas Besonderes, weil es für viele der Aufstieg ist. Der Titel „Corona-Meister“ wird in Erinnerung bleiben und sich aber hoffentlich nicht wiederholen. Die Entscheidung zum Saisonabbruch finde ich richtig.“

had/dv

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