„Mich kann man nicht bestechen“: Das Abstiegsgespenst im Interview

Zum Saisonende geht das Abstiegsgespenst wider um: Wir trafen uns zum Interview auf dem Sportplatz in Ellershausen. Foto: Göbel

Frankenberg. Es ist Saisonende und die Teams im Tabellenkeller haben eins gemeinsam: die Angst vor dem Abstiegsgespenst. Wir haben es exklusiv getroffen.

Auch im Frankenberger Fußballkreis zittern einige Teams - quer durch alle Ligen. Eigentlich arbeitet ein Abstiegsgespenst ja im verborgenen - doch 2015 hatte es beim Relegationsrückspiel Hatzfeld/Eifa gegen Ellershausen seinen Auftritt, als es vor dem Anpfiff über den Platz huschte.

Uns ist es nach monatelanger intensiver Recherche gelungen, ein nicht ganz ernst gemeintes Interview mit dem unheimlichen Wesen zu bekommen, das derzeit wieder so vielen Klubs Sorgen bereitet. Wir trafen uns auf dem Sportplatz in Ellershausen.

Hallo Abstiegsgespenst, schön, dass wir dich am Saisonende noch erwischen. Eigentlich ist das doch die Zeit, wo du am meisten zu tun hast, oder?

Abstiegsgespenst: Hallo Thorsten, ja im Moment schon. Es stellt sich zurzeit nur eine Frage: Wo kann ich diesmal auftauchen und für Nervosität und Schrecken sorgen.

Normalerweise zeigst du dich ja nicht so gern öffentlich - im vergangenen Jahr bist du aber während des Relegationsspiels Hatzfeld gegen Geismar über den Platz gehuscht. Wie kam es dazu?

Abstiegsgespenst: Ganz einfach: Beim Relegations-Hinspiel in Geismar sagte einer in die Runde: Was mal echt super wäre, wenn in Hatzfeld das Abstiegsgespenst auftauchen würde. Daraufhin dachte ich mir: Ich glaube, ich kenne da eins.

Wir beide haben übrigens noch ein Hühnchen zu rupfen - als Fan der Frankfurter Eintracht bist du gerade nicht mein bester Freund …

Abstiegsgespenst: Es wird in der Bundesliga spannend bleiben, wer noch direkt absteigt oder in die Relegation muss. Ich habe da noch viele Vereine zu besuchen. In einer Woche wissen wir mehr.

Kann man das Abstiegsgespenst eigentlich bestechen?

Abstiegsgespenst: Nein, ein Abstiegsgespenst kann man natürlich nicht bestechen!

Wie kann man dich denn dann verjagen?

Abstiegsgespenst: Gar nicht. Um mich zu verjagen, müsste man mich vorher erst einmal sehen. Allerdings, einen Tipp habe ich: Am besten verjagt man mich mit guten sportlichen Leistungen. Da bin ich dann nämlich machtlos!

Im Frankenberger Land hast du auch einiges zu tun, oder?

Abstiegsgespenst: Oh ja, da wird noch einiges auf mich zu kommen. Auch hier sind einige Vereine ganz schön vor mir am Zittern.

Schauen wir uns die Ligen mal an: In der Kreisoberliga kämpfen zwei Frankenberger Vereine gegen den Abstieg. Kannst du Re/Ba und der SG Eder noch ein wenig Hoffnung machen?

Abstiegsgespenst: Eher weniger. Die SG Eder wird leider direkt absteigen, Re/Ba könnte noch in die Relegation kommen, was ich mir aber nicht vorstellen kann, da ich die Marburger Vereine kenne.

Man munkelt, dass du einige Verbindungen zum SV Ellershausen hast. Der Verein steckt aber auch mitten im Abstiegskampf der A-Liga. Was ist denn da schief gelaufen?

Abstiegsgespenst: Eine junge Mannschaft, ein neuer Trainer, ein neues System - das braucht eben seine Zeit. Hinzu kommt, dass Leonardo Chiarello, unser erfolgreichster Stürmer der letzten Runde, pausieren musste und wir mit Chris Vaupel einen wichtigen Spieler abgeben mussten. Absteigen wird der SVE aber nicht. Da gibt es schwächere Mannschaften in der A-Klasse.

Dann fragen wir mal konkret: Wen wird es in der A-Liga dieses Jahr erwischen?

Abstiegsgespenst: Die SG Eder II und Geismar wird es direkt erwischen. Frankenau oder Willersdorf - einer davon geht in die Relegation.

Und wen erwischt es in der B-Liga?

Abstiegsgespenst: Wollmar II ist abgeschlagen und wird direkt absteigen. Bottendorf und Ellershausen II machen die Relegation unter sich aus.

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