Fußball-Verbandsligist erwartet schweres Auftaktprogramm ab 5. September

FC Ederbergland vor dem Saisonstart: Mit neuem „Wir-Gefühl“ in Mammutsaison

Neue beim FC Ederbergland im Allendorfer Stadion Beetwiese: (hinten von links) Trainer FCE II Fajko Efendic,, Co-Trainer FCE I Christian Behle, Felix Paul, Benedikt Schneider, Lucas Altmann, Sidi Bakayoko, Nico Wroblewski, Trainer FCE Achim Gleim; vorn Tobias Ernst, Maximilian Muth, Lucas Hollenstein, Lucas Knebel und David Koch. Es fehlt Moritz Graw (verletzt).
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Neuzugänge beim FC Ederbergland: (hinten von links) Trainer FCE II Fajko Efendic,, Co-Trainer FCE I Christian Behle, Felix Paul, Benedikt Schneider, Lucas Altmann, Sidi Bakayoko, Nico Wroblewski, Trainer FCE Achim Gleim; vorn Tobias Ernst, Maximilian Muth, Lucas Hollenstein, Lucas Knebel und David Koch. Es fehlt Moritz Graw (verletzt).

Eine Mammutsaison liegt vor Fußball-Verbandsligist FC Ederbergland. 20 Vereine tummeln sich in der kommenden Spielzeit in der Liga Mitte, in der Pohlheim den großen Favoriten stellt.

Allendorf/Battenberg - Ob es neben der Mammutsaison auch eine Mammutaufgabe wird, dürfte sich für den FCE schon nach wenigen Spieltagen herausstellen. Startend mit der schweren Auswärtsaufgabe in Breidenbach am 5. September folgen die Partien gegen die stark eingeschätzten Kinzenbacher, in Bauerbach, beim letztjährigen Zweiten Waldbrunn und dann gegen den VfB Marburg. Allein im September sind sechs Liga-Spiele angesetzt.

Rund um den SVA-Sportpark in Allendorf war am Wochenende bei den Testspielen beider FCE-Teams oft die Rede vom „neuen“ FCE. Tatsächlich hat sich, beginnend mit den Trainern Achim Gleim und Christian Behle, einiges verändert. Es ist ein neues „Wir-Gefühl“ entstanden, bei dem sich durchgängig bemüht wird beispielsweise gemeinsam die Corona-Auflagen zu stemmen. Auch organisatorisch soll mehr Verantwortung in die Mannschaften gelegt werden.

Sportlich muss abgewartet werden, wie sich die Abgänge kompensieren lassen. Da wiegt vor allem der Abschied von Torjäger Manuel Todt schwer. Menschlich hoch angesehen reißt der Torjäger, der in der vergangenen Saison in 22 Spielen 25 Mal traf, eine große Lücke. Der verletzungsanfällige Antreiber Valon Ademi (FSV Fernwald) kann da eher verkraftet werden. Ebenso wie Marco Kovacevic und Daniel Gora (beide Biedenkopf), die ohnehin seit vergangenem Herbst in der ersten Mannschaft des FCE keinen Einsatz mehr hatten.

Kader vergrößert

Auf den ersten Blick ist der Kader sowohl qualitativ, als auch quantitativ gewachsen. Auf nahezu allen Positionen hat Gleim die Qual der Wahl, abgesehen vom zentralen Angriff und der linken Verteidigerposition.

So stehen gleich vier Top-Torhüter mit Dominik Geiss, Nils Schneider, Jan-Philipp Schminke und Lucas Hollenstein parat. Hinten rechts scheint die größte Dichte vorhanden zu sein. Auf dieser Position sammelten David Koch (Wetter), Janis Wolff, Wolfgang Klaus, Tim Biesenthal und Jonas Dienst Oberliga-Erfahrung. In der letzten Saison überzeugte hier Simon Mitze (derzeit verletzt). Links hingegen scheint Jan Dreher als einziger Linksfuß gesetzt.

Die Innenverteidigung mit Fabian Mohr und Hendrik Wickert könnte durch Koch, Biesenthal oder Wolff erweitert werden. Dreher steht hier ebenfalls bereit.

Ein Überangebot auch auf der Sechserposition, zumal Gleim mit einem 4-3-3-System auf nur einen Sechser setzt. Der kampfstarke Christoph Völker, der spielintelligente Neuzugang Benedikt Schneider, Allrounder Biesenthal oder der mit viel Übersicht ausgestattete Janis Wolff dürften da Gleim und Behle ins Grübeln kommen lassen, ob sich mit diesem Angebot nicht ein System mit zwei Sechsern anbietet.

Jugendliche Frische

Die Außenverteidiger kommen wieder ins Spiel wenn man den linken und rechten „Geleitschutz“ des Sechsers in Betracht zieht. Ingo Miß darf hier mit seiner Erfahrung nicht fehlen, wie auch Jan Runzheimer. Wer dann letztlich die Spitze Maxim Zich mit Bällen füttert, dürfte sich bei Verletzungsfreiheit wohl auch erst kurz vor Rundenstart entscheiden. Nico Wroblewski (aus Röddenau) verkörpert mit Technik und Übersicht den idealen Vorlagengeber. Jugendliche Frische darf auf der Außenbahn mit Lamin Kamara, Burak Yavuz und Maximilian Muth (Wetter), der sich mit Zich in der Spitze abwechseln dürfte, erwartet werden.

Die Verantwortlichen im FCE machen deutlich, dass es kein Top-Platz werden muss, der am Saisonende auf der Abrechnung steht. Mit Platz vier bis acht aber erhofft man sich doch viele positive Ergebnisse. Es scheint die Breite des Kaders zu sein, die den FCE stark machen könnte, was bei der Vielzahl an Spielen ein Plus sein dürfte. Unter den Top 20 scheint qualitativ keiner abzufallen. Und im Hintergrund scharren die Neuzugänge aus der Jugend auch schon mit den Füßen. Gelingt es dem Trainerteam, diese Breite in einen neidlosen Konkurrenzkampf umzumünzen, sind die Saisonziele real und nicht utopisch.

Das Aufgebot

Abgänge: Marco Kovacevic (VfL Biedenkopf), Valon Ademi (FSV Fernwald), Manuel Todt (SG Nuhnetal), Dominik Gerbracht (SG Grafschaft), Pascal Sochiera (Studium Köln), Drancy Muadi-Ngonge (Vfl Bad Berleburg), Ismail Yavuz (Türkgücü Allendorf), Viktor Holzmann (SG Eder), Steven Preuß (unbekannt).

Zugänge: Maximilian Muth (VfB Wetter), David Koch (RSV Kleinseelheim), Benedikt Schneider (VfL Bad Berleburg), Nico Wroblewski (TSV Röddenau), Lucas Altmann, Moritz Graw, Lukas Hollenstein, Lucas Knebel, Felix Paul, Dylan Schengel (alle eigene Jugend), Sidi Mohamed Bakayoku (Elfenbeinküste).

Aufgebot: Tor: Dominik Geiss, Jan-Philipp Schminke, Nils Schneider, Lukas Hollenstein. - Abwehr: Jan Dreher, Fabian Mohr, Tim Biesenthal, Simon Mitze, Hendrik Wickert, Jonas Dienst, Michael Möllmann, Fabian Müller, Lucas Knebel, Marius Guntermann, Dylan Schengel, Mercan Atakan, Tobias Ernst, Sidi Mohamed Bakayoku. - Mittelfeld: Janis Wolff, Christoph Völker, Lamin Kamara, Ingo Miß, Nico Wroblewski, Jan Runzheimer, David Koch, Marvin Brussmann, Felix Paul, Benjamin Wolf, Louis Wickenhöfer, Tim Fresen, Moritz Graw, Wolfgang Klaus. - Angriff: Maximilian Muth, Maxim Zich, Benedikt Schneider, Burak Yavuz, Thomas Aquino, Lucas Altmann.

Trainer: Achim Gleim, Christian Behle.

Trainer Reserve: Fajko Efendic.

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