Novum im Waldeck-Frankenberger Laufcup: 

Nach Absage des TSV Twiste eröffnet Frankenberger Straßenlauf die Saison

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Hans-FriedrichKubat, Organisationschef des Laufcups

Frankenberg/Twiste. Novum im Laufcup Waldeck-Frankenberg: Durch die Absage des Twister Volkslaufes startet die Saison in diesem Jahr erst mit dem Frankenberger Straßenlauf am 29. März.

Der TSV Twiste hat seinen für kommenden Samstag geplanten 25. Volkslauf abgesagt. Eine Folge: Die Laufcup-Saison, die Twiste traditionell eröffnet hat, startet in ihrer 27. Auflage erst am 29. März mit dem Straßenlauf in Frankenberg.

Um den nordhessischen Wurfmeisterschaften am 15. März, einem Sonntag, in Kassel auszuweichen, hatten die Twister Leichtathleten ihren Termin auf den Tag davor gelegt. Start und Ziel befinden sich auf der Straße vor der Mehrzweckhalle und damit wäre der samstägliche Verkehr berührt gewesen.

Der Gesamtvorstand habe sich dazu entschlossen, den Volkslauf am Samstag nicht zu veranstalten, „weil es zu gefährlich ist“, erklärte Stefan Dittmann, der Vorsitzende des TSV, unter Hinweis auf die Verkehrssituation. Er betonte gleichzeitig, die Leichtathletik-Sparte des TSV entscheide grundsätzlich selbstständig.

Die Doppelspitze der Sparte mit Hilma Hundertmark und Christian Mertens vertrat die Ansicht, die Verkehrssicherheit wäre mithilfe der Feuerwehr zu gewährleisten gewesen. „Wir sind schon traurig, dass das nicht stattfindet“, sagte Mertens.

Eine räumliche Verlegung etwa an den Sportplatz schloss Mertens aus, weil es dort keine sanitären Anlagen gebe. Eine Verschiebung des Termins kam nicht infrage, weil die Twister Leichtathleten im April ihr traditionelles Holland-Trainingslager unternehmen und danach die Sommersaison durchstartet.

„Äußerst schade“, so kommentierte der Organisationschef des Laufcups, Hans-Friedrich Kubat, die Absage. „Die bisherigen Wettkämpfe des TSV Twiste waren immer ein Highlight gleich zu Beginn einer jeweiligen langen Saison“, erklärte er. Folgen für den Cup hat die ersatzlose Streichung des Volkslaufs insofern nicht, als die Zahl der Pflichtläufe, die Läufer und Walker absolvieren müssen, um in die Gesamtwertung zu kommen, gleich bleibt.

„Für solche Fälle favorisiere ich schon seit Jahren das Modell eines Ersatztermins, der aus organisatorischen Gründen auch ein Bahnlauf auf einer 400-Meter-Runde sein könnte. Das Konzept liegt in der Schublade“, erklärte Kubat. Auch einen Wettkampf als Streichergebnis zuzulassen oder die Aktiven zum Start bei einem „geliehenen Lauf“ einer anderen Region, etwa dem Nordhessencup, aufzurufen, seien Optionen.

Kubat, der auch Breitensportwart des Leichtathletikkreises ist, wies darauf hin, dass einige Cup-Rennen Orts-, Kreis- oder sogar Landesstraßen berührten oder querten. „Mit der Hilfe von Sicherheitskräften der jeweiligen Vereine und fast überall der Feuerwehren gelang es bisher immer sehr gut, die Sicherheit der kleinen und großen Aktiven beim Wettkampf zu gewährleisten – auch an Wochentagen.“

Er gehe davon aus, dass die Twister Absage nur für dieses Jahr gelte. Kubat: „Diese Veranstaltung gehört einfach zum Laufcup.“

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