FUSSBALL-KREISOBERLIGA MARBURG

Neue Trainer, gleiches Ziel: Bunstruth/Haina und Röddenau wollen Klasse halten

Peilt mit der SG Bunstruth/Haina das Ziel Klassenerhalt an: Trainer Rainer Kuche. ARCHIV
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Peilt mit der SG Bunstruth/Haina das Ziel Klassenerhalt an: Trainer Rainer Kuche.

Nach zwei abgebrochenen Kreisoberliga-Spielzeiten brennen die Fußballer der SG Bunstruth/Haina und des TSV Röddenau auf die neue Runde, in die beide Teams am 15. August mit neuen Trainern starten.

Haina/Röddenau – Frischer Wind durch neue Trainer? Jedenfalls starten sowohl die SG Bunstruth/Haina als auch der TSV Röddenau mit neuen Trainern in die neue Saison: Bei der SG ist Rainer Kuche im Einsatz, der auf Keith Möbus folgt, weil der aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen kürzertreten muss. Von 2011 bis 2015 war Kuche bereits schon einmal für die SG tätig, stieg mit ihr 2014 über die Relegation in die Kreisoberliga auf.

Für den TSV Röddenau steht ab diesem Sonntag Fabian Glaßl an der Linie, er ist Nachfolger von Interimstrainer Bernd Hecker. Glaßls letzte Station war der FC Ederbergland. In der Saison 2019/20 war der Bottendorfer als Co-Trainer von Stefan Trevisi tätig. Beide Teams streben den Klassenerhalt an.

SG Bunstruth/Haina

Mit welcher Zielsetzung startet die SG? „Der Klassenerhalt steht über allem, dies wird bei fünf Absteigern schwer genug“, ist sich Rainer Kuche bewusst. Denn einige Leistungsträger werden weiterhin ausfallen, was bei einer dünnen Personaldecke nicht gerade hilfreich ist. So ist beispielsweise Mittelfeld-Motor Voicu Nicoara nach einer Knie-Operation für dieses Jahr wohl kein Thema mehr.

Und auch Offensivspieler Romeo Spectu wird aus privaten Gründen (Hochzeit in seiner Heimat Rumänien) in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Zurückgreifen kann Kuche aber wieder auf Tomi Pilinger. Er konnte aus beruflichen Gründen in der vorherigen Saison nicht spielen, will aber jetzt wieder angreifen. Durch seine Erfahrung ist er ein wichtiger Baustein im SG-Team und kann vor allem den jungen Spielern hilfreich zur Seite stehen, damit der Klassenerhalt schnell gesichert werden kann. Deswegen sollen so schnell wie möglich Punkte gesammelt werden, um den Abstiegsrängen von Beginn an fern zu bleiben.

Trainer Rainer Kuche begrüßt zur neuen Saison gleich sieben Neuzugänge aus der eigenen Jugend. „Unser Ziel ist es, diese Jungs an den Seniorenfußball heranzuführen“, so der Coach, der ergänzt: „Dabei wird es wichtig für sie sein, Spielzeiten zu bekommen.“ Das sei aber in der Kreisoberliga-Mannschaft schwer zu gewährleisten, sodass die Jungs vermutlich erst einmal vermehrt in der Zweiten zum Einsatz kommen werden.

Prunkstück der SG ist sicherlich weiterhin die Offensive, die mit Pilinger, Torjäger Andrei Moldovan sowie Martin Grebe und Marian Hörter hochklassig besetzt ist. In der Defensive muss Torwart Jonas Böhl zusammen mit Thorsten Arnold und George Vlaceanu den Laden dichthalten, was in der Vorbereitung nicht immer geglückt ist. Sollte es aber die Mannschaft von Trainer Kuche gelingen, sich auf dem Platz als Einheit zu präsentieren, dann ist das Ziel Klassenerhalt sicherlich möglich.

TSV Röddenau

Beim TSV Röddenau sieht man den Klassenerhalt dank des Abbruchs sicherlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zum einen hat man mit Fabian Glaßl einen erfahrenen neuen Mann auf die Kommandobrücke geholt, anderseits tut man sich seit ein paar Jahren schwer beim TSV, die Mannschaft zu verstärken. So auch in diesem Jahr. „Wir hätten gern noch den ein oder anderen Spieler geholt, sagt Thomas Müller, sportlicher Leiter des TSV, und fügt an: „Allerdings war es in diesem Jahr sehr schwer, Transfers zu realisieren.“ Trotzdem hofft der neue Coach, dass es in diesem Jahr besser läuft: „Die Mannschaft hat in der Saison 2019/20 mit Platz sechs gezeigt, zu welchen Leistungen sie fähig ist. Wichtig wird sein, dass wir defensiv gut stehen, hinten nicht viel zulassen und dann daraus unser Spiel nach vorne entwickeln können.“

Aber gerade darin lag in den beiden vergangenen Spielzeiten das Problem beim TSV, das Toreschießen nämlich. Chancen waren da, aber wer macht die Tore? Hinzu kommt auch weiterhin das Verletzungspech. So fällt Stürmer Maximilan Hartz mit einer Knieverletzung langfristig aus, und auch Daniel Starck als starker Offensivspieler konnte in der Vorbereitung verletzungsbedingt noch nicht regelmäßig trainieren. So hofft man beim TSV, dass sich die Mannschaft um die Achse Schengel, Rampe, Kunick, Arndt und Geisert über mannschaftliche Geschlossenheit als unangenehm zu bespielender Gegner entpuppt und so in der Hinrunde genug Punkte gesammelt werden können, um das große Ziel Klassenerhalt zu erreichen. (Michael Paulus)

Auf das Megafon kann er beim TSV Röddenau verzichten: Fabian Glaßl, hier als Organisator beim Burgwaldtriathlon.

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