Gegen Hatzfelder Spieler

Nicht gespielt, trotzdem Gelb-Rot: Kurioser Platzverweis

Kassierte eine Ampelkarte, ohne überhaupt gespielt zu haben: Tobias Schneider (Hatzfeld/Eifa, oben). Foto: Michael Paulus

Hatzfeld-Eifa. Dass man als Fußballspieler mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz fliegt, ist nichts Ungewöhnliches. Wenn man allerdings gar nicht gespielt hat, schon.

Passiert ist das Hatzfeld/Eifas Auswechselspieler Tobias Schneider. Er sah im B-Liga-Spitzenspiel gegen Haubern (4:1) kurz vor der Halbzeit die Ampelkarte von Schiedsrichter Günther Mankel (Münchhausen), kurz nach dem Milton Kawusu das 2:0 erzielt hatte.

Doch Schneider stand gar nicht als Spieler auf dem Platz, sondern hatte als Ergänzungsspieler auf der Bank Platz genommen. Aus diesem Grund blicken wir noch einmal auf diese ungewöhnliche Aktion.

Was war also passiert in der 42. Minute? Aus Sicht des Spielers spielte sich die Aktion so ab. „Die erste Gelbe Karte habe ich wegen Meckerns von der Ersatzbank aus bekommen, die geht schon in Ordnung“, gibt der Mittelfeldspieler zu und ergänzt: „Da hätte ich mich besser im Griff haben müssen.“

Ähnlich beschreibt Mankel die erste Verwarnung: „Der Spieler Tobias Schneider hat auf der Ersatzbank wegen unsportlichen Benehmens die Gelbe Karte bekommen.“

Danach allerdings gehen die Aussagen der beiden Protagonisten doch etwas auseinander. Schneider schildert den weiteren Hergang wie folgt: „Ich habe mich an der Seitenlinie warm gemacht. Als Milton Kawusu das 2:0 für uns erzielt hat, bin ich zum Jubeln mit aufs Feld gelaufen. Darauf hin habe ich die zweite Gelbe Karte und folglich Gelb-Rot bekommen.“

Lesen Sie auch das Interview mit Tobias Schneider.

Schiedsrichter Mankel schildert die Aktion etwas anders: „Der Spieler Schneider lief im Bereich der Eckfahne herum und ich ermahnte ihn, doch bitte hinter die Bande zu gehen. Dieser Aufforderung kam er nur zögerlich nach. Und ich ermahnte ihn noch einmal. Als dann das Tor fiel und der Spieler aufs Feld lief, wies ich ihn darauf hin, dass er nichts auf dem Feld zu suchen habe“, so Mankel.

Daraufhin hätte der Hatzfelder Spieler eine abwinkende Geste in Richtung des Unparteiischen gemacht. Mankel: „Das reichte nach Gelb und mehreren Ermahnungen für eine zweite Gelbe Karte und den damit verbundenen Spielausschluss.“

Bei einer Sache waren sich die beiden Protagonisten dieser Szene aber wieder einig: Für beide war der in dieser Form ausgesprochene Platzverweis eine Premiere. (mp)

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