Ab Montag dürfen die heimischen Sport-Vereine wieder draußen trainieren

Öffnung der Sportplätze: Ein Neustart mit strikten Regeln

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Großer Abstand, Hände waschen: Wie bei den Beachvolleyballern in Frankenberg müssen sich die Sportler an einige Regeln gewöhnen, wenn sie ab Montag wieder auf den Plätzen sind.

Frankenberg - Unter strikten Vorgaben dürfen Sportvereine ab Montag wieder draußen auf den Sportplätzen trainieren. 

Wochenlang waren Sportplätze und Stadien in Waldeck-Frankenberg gesperrt, die Turnhallen dicht. Mit der allgemeinen Öffnung der Freiluftanlagen ab kommenden Montag können zumindest die Draußen-Sportler wieder ins Vereinstraining starten – wenn sie die doch sehr strikten Abstands- und Hygieneregeln einhalten.

Dazu dürfen sich nach Auskunft des Landkreises nicht mehr als 25 Personen auf einem Sportplatz aufhalten. Zuschauer sind keine gestattet, auch Eltern dürfen somit nicht bei den Einheiten anwesend sein. Wettkämpfe sind vom Land Hessen ebenfalls noch untersagt. Ist Üben unter diesen Vorgaben möglich und, wenn ja, wie? Wir haben verschiedene Akteure gefragt, wie sie sich auf den Neustart ihrer Sportart vorbereitet haben.

Gedulden müssen sich noch Sportler, die ein Dach über dem Kopf für ihr Training brauchen – die Hallen im Landkreis bleiben mindestens bis zum 8. Juni geschlossen.

Beachvolleyball

Auch wenn die Beachvolleyballer des TSV Frankenberg schon längere Zeit die Öffnung vorbereitet hatten, musste man, so berichtet Abteilungsleiter Uwe Burkard, in den letzten Tagen noch einige Vorbereitungen treffen, um alle geforderten Voraussetzungen zur Öffnung der Sportanlage zu erfüllen. Die Verantwortlichen hätten sich dabei an der „Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten …“ (Land Hessen 7. Mai 2020) sowie den Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB - 28. April 2020) und des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV - 8. Mai 2020) orientiert. Der Schwerpunkt liege wie allen Bereichen auf der Einhaltung der Hygieneregeln sowie dem Abstand halten. Händewaschen, Reinigung der Trainingsmaterialien, persönlicher Bereich zur Ablage der Sporttaschen, Mitbringen eines eigenen Handtuches seien nur einige Maßnahmen, die auf der Beachanlage umgesetzt werden. Die Duschen und Umkleiden blieben geschlossen, jeder komme schon umgezogen zum Training. Zusätzlich gebe es zwischen den Trainingseinheiten 15 Minuten Pause, sodass die verschiedenen Trainingsgruppen ohne Kontakt wechseln können.

Nur sechs Personen dürfen auf einem Spielfeld trainieren. Damit stehen etwas mehr als 20 Quadratmeter pro Spieler zur Verfügung (Richtwert sind 10 Quadratmeter). Zusätzlich haben die Trainer Übungen vorbereitet, die gewährleisten, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern in jeder Trainings-/Spielsituation eingehalten werden kann. Abwehr- und Annahmetraining wird beispielsweise mit Einzelspielern in einem Längsstreifen durchgeführt, es gibt keine Blockaktionen.

Leichtathletik 

„Wir sind froh, bald wieder in einen gewissen Trainingsrhythmus zu kommen“, sagt Till Vollmar, Trainer und Abteilungsleiter der Frankenberger Leichtathleten. Wird am Montag das Stadiongelände in Frankenberg wieder geöffnet, wollen auch die TSV-Athleten wieder das Training aufnehmen. Auch wenn der Übungsbetrieb der Leichtathleten deutlich einfacher umzusetzen ist, als bei anderen Sportarten – Einschränkungen wird es jedoch auch bei der Leichtathletik geben. Zum einen startet das Training erst mit den älteren Jahrgängen, ab der U 14. „Die haben am besten Verständnis für die Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen“, sagt Vollmar. Dazu findet das Training zunächst in Kleingruppen statt. Trotz der Weitläufigkeit des Sportgeländes bleibt abzuwarten, wie viele Leichtathleten gleichzeitig betreut werden können. Klar ist: 80 Kinder wie zum Beispiel an einem „normalen“ Freitag werden es nicht sein. „Wir teilen es auf mehrere Tage auf, aber wir müssen natürlich schauen, dass die Trainer zur Verfügung stehen“, sagt Vollmar, der mit Trainingsgruppen von 15 bis 18 Personen plus Trainern rechnet. Bei den Hygienemaßnahmen orientiert sich der TSV an den Vorgaben des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Hände waschen vor und nach dem Training gehört ebenso dazu, wie das regelmäßige Desinfizieren der Sportgeräte. br/mn/tsp 

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