TSV Bottendorf: Platzverweis wegen Torjubel

Erstes Tor und ein Platzverweis: Lukas Mienik. Foto: mp

Geismar. Über sein erstes Tor im Trikot des TSV Bottendorf hat sich Verteidiger Lukas Mienik so gefreut, dass er sich sein Trikot vom Leib gerissen hat. Den Platzverweis dafür kann er locker verschmerzen.

Es war die 87.Minute auf dem Sportplatz in Geismar, als Bottendorfs Verteidiger Lukas Mienik den Ball aus gut 20 Metern zum 9:0 für seine Elf ins Netz knallte. Aha, ein Treffer zu einem Kantersieg, bleibt die Frage, warum es der 29-Jährige damit in unsere Rubrik „Was war denn da los?“ geschafft hat?

Die Antwort ist einfach. Denn der Torschütze zog sich vor lauter Freude über diesem Treffer das Trikot aus und flog direkt nach seinem Treffer mit Gelb-Rot vom Platz. Warum er so ausgelassen jubelte? Auch diese Antwort ist einfach. „Es war mein erstes Pflichtspieltor für den TSV Bottendorf und ich wusste gar nicht, wie ich jubeln sollte“, erzählt Mienik. „Und da dachte ich mir: Komm, zieh einfach das Trikot aus, was soll’s.“

Nur der Schiedsrichter hatte dafür kein Verständnis und hielt ihm zum zweiten Mal in diesem Spiel die gelbe Karte unter die Nase und folglich musste der Bottendorfer das Spielfeld verlassen. Mienek nahm das sportlich. „Ich hab auch dem Schiedsrichter gesagt, dass es mir das jetzt wert war.“ Zumal der Platzverweis kurz vor Schluss passierte und sein Team ja beim 9:0 einem völlig ungefährdeten Sieg entgegen steuerte. Mienik wusste zudem: „Der Schiedsrichter sah es auch locker, musste mir aber die zweite gelbe Karte geben.“

Mienik spielt seit 2011 für den TSV und musste sich von seinen Mitspielern schon so einiges anhören. „Da wurde man schon als torungefährlichster Spieler der Liga verspottet“, erzählt der Verteidiger und fügt mit einem Lachen hinzu: „Mit diesem Gerede ist jetzt Schluss.“ Zumal seine Mitspieler sich fast mehr über den Treffer freuten wie der Spieler selber. „Die wollten ja schon, dass ich einen Elfmeter schieße. Aber geschenkt haben wollte ich mein Tor auch nicht.“ (mp)

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