Fußball-Verbandsliga Mitte

FC Ederbergland: Wie und wann geht es nach dem Trainingsverbot weiter?

Wann und wie geht es beim FCE und in der Verbandsliga weiter? Darüber kann auch die Ederbergländer Bank mit Trainer Achim Gleim (vorne) und Manager Christian Hartmann (links) nur mutmaßen.
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Wann und wie geht es beim FCE und in der Verbandsliga weiter? Darüber kann auch die Ederbergländer Bank mit Trainer Achim Gleim (vorne) und Manager Christian Hartmann (links) nur mutmaßen.

Viele offene Fragen beschäftigen gegenwärtig die Fußball-Vereine. Auch Verbandsligist FC Ederbergland erhofft sich bald Klarheit über Trainingseinstieg und Saisonfortsetzung.

Allendorf – Die Corona-Pandemie hat den Amateurfußball zum zweiten Mal in diesem Jahr lahmgelegt. Seit nunmehr vier Wochen ruht der Ball. Auch in den heimischen Vereinen werden verschiedene Szenarien, die in den kommenden Monaten kommen könnten, durchgespielt. Natürlich auch beim Verbands- und Gruppenligisten FC Ederbergland.

Dort muss sich Trainer Achim Gleim Gedanken machen, wie trotz aktuellem Trainingsverbot die Mannschaft nach vielleicht nur 14-tägiger Vorbereitung wieder auf den Punkt fit ist: „Wann es genau weitergeht, weiß niemand“, sagt er, auch wenn nach neuesten Meldungen sogar Ende Januar als Neustart möglich sein könnte. „Wenn es dann so weit ist, stellt sich die Frage, wie viel von der jetzigen Runde gewertet wird oder auch nicht.“ Von einer regulären Trainingsarbeit konnte man bisher kaum reden. Von Mitte August bis zum Teillockdown standen zahlreiche englische Wochen an. „Wir waren ständig in der Regeneration.“

Jetzt ist Trainingsverbot. „Natürlich hätten wir ohne dieses Verbot trainiert, hätten Abläufe auf dem Platz weiter einüben können“, sagt Gleim, der der Pause auch was Positives abgewinnt: „Wenn es wieder losgeht, sollten alle Verletzten wieder an Bord sein.“

Wohl wissend, dass es den Konkurrenten genauso ergeht. Damit bei einem plötzlichen Start alle fit sind, hat Gleim jedem Spieler drei Trainingseinheiten pro Woche mit auf den Weg gegeben: „Hier ist die Eigenverantwortung gefragt. Allein kann man sowohl im Ausdauer-, als auch im Athletikbereich arbeiten. Beim Start sieht man schnell, wer was gemacht hat, und wer nicht.“ Egal, wann es wieder losgeht, Gleim kann sich gut vorstellen, dass es wieder mit Einschränkungen, wie im Sommer, beginnt, als nur mit zehn Spielern gleichzeitig trainiert werden durfte.

Unterdessen laufen auch im Hintergrund die Arbeiten. Teammanager Christian Hartmann: „Ich nutze die Pause, um mit allen Spielern zu sprechen. Ich möchte eine Einschätzung bekommen, wo wir stehen und was der Einzelne meint, warum wir dort stehen, wo wir stehen.“ Hartmann ist sich bewusst, dass sich potenzielle Neuzugänge für die Winterpause nur schwer ansprechen lassen, da „im Moment keiner weiß, wofür. Für eine Mammut-Restsaison oder für eine Pause bis zur neuen Saison.“

Der ehemalige FCE-Angreifer und Trainer macht sich unterdessen auch konzeptionelle Gedanken über die Zukunft des Verbandsligisten, dessen innere Strukturen und langfristigen sportlichen Ziele. „Kurzfristig hängen wir sportlich etwas in der Luft. Wir wissen nicht, wann wieder trainiert wird, wann die nächsten Spiele sind. Wahrscheinlich geht es in zwei Wochen nach Trainingsstart ohne Testgegner gleich wieder los“, mutmaßt er.

Unterdessen hat der Vorstand auf die Situation reagiert und Spielern sowie Trainern mitgeteilt, dass die Bezüge und Aufwandsentschädigungen in den Lockdown-Zeiten gekürzt werden, in der Regel um 50 Prozent. Die Spieler, die nur eine geringe Entschädigung bekommen, sollen diese laut dem Vorsitzenden Heinfried Horsel weiter in voller Höhe bekommen. Voll gestrichen werden sollen die Bezüge nicht, da der FCE erwartet, dass sich die Spieler fit halten und die Trainer weiter Trainingspläne erstellen. „Ein Führungsspieler aus der ersten Mannschaft hat uns sogar signalisiert, dass er derzeit komplett auf die Zahlungen verzichten will“, erklärt Horsel.

Einer dürfte sich übrigens über die Pause freuen: Ingo Miß. Der Routinier wurde Vater von Zwillingen, zwei Mädchen.

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