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Abstiegsrunde hat es in sich: TSV Röddenau minus 1 Punkt, SG Bunstruth/Haina minus 4

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Von: Hans Dreier

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Jeder Treffer zählt, besonders in der Abstiegsrunde: Albert Wider vom TSV Röddenau jubelt hier.
Jeder Treffer zählt, besonders in der Abstiegsrunde: Albert Wider vom TSV Röddenau jubelt hier. © Bauschmann

Noch sind die Fußballer in der verdienten Winterpause. Doch Corona führt in der zweiten Saison nacheinander Regie. Weiter geht es, wenn überhaupt, in der Kreisoberliga mit neuem Modus.

Frankenberg – Die Coronapandemie hat die Fußballer dazu verdonnert, Neuland zu beschreiten. Für den Kreis Frankenberg trifft das zumindest für die Kreisoberliga Nord zu: Da wird erstmals nach einer einfachen Hinrunde und der momentanen Winterpause die Saison fortgesetzt in neuem Modus: nämlich in Auf- und Abstiegsrunde.

Die sechs Vereine der Aufstiegsrunde, darunter Spitzenreiter SG Oberes Edertal und die SG Rennertehausen/Battenfeld, dürfen aufatmen: Sie haben mit dem Abstieg nichts mehr zu tun und starten bei Null.

Für die 13 restlichen Vereine, darunter die SG Bunstruth/Haina und der TSV Röddenau, geht es in die Abstiegsrunde. Die könnte es in sich haben, denn immerhin fünf Teams aus diesem Feld müssen absteigen.

Punkte gestrichen

Zweiter Unterschied zur Aufstiegsrunde: Ihre in der Hinrunde gesammelten Punkte gegen die Abstiegsrundengegner nehmen die Mannschaften mit. Gestrichen werden dagegen die Zähler aus den Spielen gegen die sechs Vereine der Aufstiegsrunde.

Auf der Gewinnerseite des ungewöhnlichen und Corona geschuldeten Reglements darf sich der TSV Röddenau fühlen: Denn die Elf bekommt aus den sechs Spielen gegen die Teams der Aufstiegsrunde nur einen Punkt gestrichen. Und der stammt aus dem 0:0 im Derby bei Rennertehausen/Battenfeld. Die übrigen fünf Partien verlor die Elf von Trainer Fabian Glaßl alle. Der neue Coach der Röddenauer hatte den neuen Modus vor dem Saisonstart als „die beste Lösung in der momentanen Situation“ bezeichnet. Denn bei 19 Vereinen sei eine normale Runde wohl nicht machbar, so Glaßl Anfang Juli dieses Jahres.

So geht Röddenau, nach der Hinrunde auf Rang 14 mit 20 Punkten, nun als Sechster mit 19 Zählern in den zweiten Teil der Saison.

Bauchschmerzen

Weniger gut hat es die SG Bunstruth/Haina getroffen. Sie stand nach der Hinrunde mit 20 Punkten auf Platz 15, nur einen schlechter als Röddenau. Doch die Kuche-Elf bekommt vier Punkte gestrichen: drei vom 1:0-Sieg in Großseelheim und einen aus dem 2:2-Remis gegen Silberg/Eisenhausen. So startet Bunstruth/Haina nun von Platz zehn mit 16 Punkten in die Abstiegsrunde. Damit steht die SG auf einem der fünf Abstiegsplätze. Wie schnell es bei dem neuen Modus dazu kommen kann, davor hatte schon Cataldo Schirru, Coach der SG Rennertehausen/Battenfeld, vor dem Saisonstart gewarnt, als er von „Bauchschmerzen“ sprach, dass man bei fünf Absteigern schnell bedrohlich nah an die Abstiegsplätze rutsche.

Besonders hart getroffen hat es übrigens drei Vereine: den FSV Cappel, den TSV Michelbach und die SF/BG Marburg II. Diese Vereine bekommen jeweils zehn Punkte Abzug. Marburgs Coach Kristof Kühn bezeichnete den Modus daraufhin als „Katastrophe“ und sagte: „Du wirst da noch dafür bestraft, wenn Du gegen die Besten gewinnst.“

Tabelle Kreisoberliga

So geht‘s in die Abstiegsrunde:

1. TSV Amöneburg 12 36:26 28

2. TSV Erksdorf 12 33:32 22

3. SF BG Marburg II 12 26:17 22

4. FV Wehrda 12 30:24 22

5. TSV Michelbach 12 30:19 21

6. TSV Röddenau 12 31:26 19

7. SC Gladenbach 12 23:22 19

8. VfL Dreihausen 12 35:24 18

9. FSV Cappel 12 33:24 18

10. SG Bunstruth/Haina 12 32:29 16

11. Wacker Frohnhausen 12 13:36 11

12. SG Dern./Wommelsh. 12 22:34 9

13. TSV Kirchhain 12 10:39 1

Auf seine Tore hofft Bunstruth/Haina: Andrei Moldovan (rechts), hier gegen Tom Arne Heck (Re/Ba).
Auf seine Tore hofft Bunstruth/Haina: Andrei Moldovan (rechts), hier gegen Tom Arne Heck (Re/Ba). © Michael Paulus

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