Fußball-Verbandsliga Mitte

FC Ederbergland: Rückkehrer Felix Nolte hat die Hessenliga im Blick

Felix Nolte ist zurück beim Fußball-Verbandsligisten FC Ederbergland und strotzt wie eh und je vor Ehrgeiz. Selbst das Wort Hessenliga nimmt der ehemalige Kapitän wieder in den Mund.

Sie wollen bald wieder gemeinsam jubeln: Auf unserem Archivbild hat Felix Nolte (vorne) getroffen, seine Teamkollegen Fabian Mohr (hinten von links), Janis Wolff und Maxim Zich freuen sich mit ihm.

Battenberg/Allendorf - Als vergangene Woche die Meldung über den Wechsel des 29-Jährigen vom Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf zum FCE, der immerhin zwei Klassen tiefer rangiert, bekannt wurde, standen die Telefone bei den FCE-Verantwortlichen ebenso wenig still, wie bei Nolte selbst. Allen drängte sich natürlich die Frage auf, warum er im Winter von einem abstiegsbedrohten Regionalligisten zu einem abstiegsbedrohten Verbandsligisten wechselt.

„Eigentlich hatte ich meinen Abschied von Stadtallendorf für den Sommer ins Auge gefasst. Wir hätten wegen den Corona-Verschiebungen dort bis zum Sommer noch 30 Pflichtspiele gehabt, davon mindestens zehn mit Auswärtsübernachtungen“, weißt der Stürmer auf die hohen Belastungen hin.

„Das bedeutet fast nur noch Englische Wochen. Ich gehe aber auch noch 40 Stunden wöchentlich arbeiten, habe eine Frau und eine kleine Tochter zuhause. Deshalb habe ich entschieden, dass es nicht mehr so passt.“ Bis zum Sommer das Engagement mit halber Kraft fortführen kam für ihn nicht in Frage. „Sowohl Stadtallendorf als auch ich wissen, dass die Regionalliga nur mit 100 Prozent geht. Und ob ich die dann hätte bringen können, ist fraglich.“

Seine neuen alten Teamkollegen nahmen die Nachricht von der Rückkehr Noltes positiv auf, wie der aktuelle Mannschaftskapitän Fabian Mohr bestätigt. „Alle sind froh, dass er wieder da ist. Felix ist jemand, der die Mannschaft, aber auch das Umfeld mitreißen kann. Das ist, abgesehen von eventuellen Toren, die er schießt, das Wichtigste.“

Der Kontakt sei über den Rolf Althaus und Rüdiger Briel zustande gekommen, erklärte Nolte. Angedacht sei der Sommer gewesen, aber nun sei es sehr schnell gegangen. Dabei ist es Nolte nicht einfach gefallen, eine Mannschaft aus der vierten Liga zu verlassen, er betont, wie wichtig der Schritt in Liga vier für ihn gewesen sei: „Ich habe den Mehraufwand der letzten Jahre gerne mitgemacht um Regionalliga zu spielen. Ich hatte relativ schnell einen Stammplatz. Es war in meinem Leben eine Bereicherung. Es hat mich fußballerisch und auch menschlich weitergebracht.“

Und der Unterschied zum FCE? Nolte: „Hinter der Eintracht stehen sehr viele Ehrenamtliche. Da ist alles auf vielen Schultern verteilt.“ Und so will Nolte nicht nur auf dem Platz eine Führungsrolle einnehmen, sondern auch seine Erfahrungen aus 30 Monaten Stadtallendorf mit einbringen. „Ich glaube, ich kann mich sowohl im fußballerischen, als auch taktischen Bereich einbringen. Da kann ich die Trainer unterstützen. Wir setzen uns ohnehin noch zusammen und sprechen über die Rückrunde, die ansteht.“ Auch die Organisation rund um die Mannschaft will Nolte ansprechen: „Da kann man ohne großen Aufwand einiges ändern, was den Spielern zugutekommt.“

Aber bevor es grundsätzliche Veränderungen gibt, will Nolte mithelfen, den Klassenerhalt zu sichern. „In den restlichen Spielen muss sich die Mannschaft stabilisieren. Da steckt nämlich mehr drin, als der Tabellenlatz aussagt“, ist sich Nolte sicher. „Da muss man nur die gewissen Schräubchen wieder drehen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Aus den neun Spielen bis zum Ende der Hinrunde sollten nach Möglichkeit 20 Punkte geholt werden. Dann setzt man sich im Sommer zusammen, holt vielleicht noch den ein oder anderen Spieler. Dann ist es mein Ziel, anschließend wieder oben mitzuspielen und man Richtung Hessenliga blicken kann.“

Dass der FCE mit Christian Hartmann und Christian Behle nun ein Trainerduo hat, sieht Nolte positiv: „Grundsätzlich ist es gut, dass sich mit Hartmann ein lauterer und emotionalere Typ sowie Gorki (Christian Behle, Anmerkung der Redaktion), der eine eher ruhige Ader hat, zwei Charaktere ergänzen.“

Christian Hartmann freut sich ebenfalls über seinen neuen Führungsspieler: „Wir freuen uns, einen Spieler von dem Format in der Mannschaft zu haben. Felix bringt die Qualität und die Emotionalität mit, an der andere Spieler sich orientieren und lernen können. Auf dem Feld hoffe ich, dass er seine Leistung einbringt und seinen Beitrag zum Klassenerhalt liefert.“

Rubriklistenbild: © Wilfried Hartmann

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