Die besten Voltigierer aus fünf Landesverbänden sind am Start: Fragen und Antworten

RVV Bromskirchen lädt zum Fünf- Ländervergleich nach Alsfeld ein

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Das Bromskircher A-Team Corpi: Josephine Wrobel, Lina-Jane Wild, Hanna Palonek, Lisanne Strieder, Malien Christ, Julia Langemeier, Finja Cielaszyk, Ida Schäfer sowie Jana Kahler als Co-Trainerin und Michaela Kittel. 

Alsfeld/Bromskirchen - Die besten Voltigierer aus fünf Landesverbänden messen sich am Wochenende in Alsfeld.

Ein Umzug mit Sack und Pack, schlappe 80 Kilometer von Bromskirchen nach Alsfeld, und zurück: Das steht den Verantwortlichen des RVV Bromskirchen in dieser Woche bevor. Denn der Reit- und Voltigier-Verein um die Vorsitzende Michaela Kittel ist zum wiederholten Mal Ausrichter eines großen Turnieres im Pferdesportzentrum Alsfeld. Vom 27. bis 29. September steigt der Fünf-Länder-Vergleichswettkampf. Fragen und Antworten dazu:

Ein solcher Vergleich ist kein normales Turnier. Wer nimmt daran teil?

Etwa 500 Aktive und 60 Pferde erwarten die Veranstalter. Die fünf Landesverbände Westfalen, Rheinland, Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen schicken nur ihre besten Mannschaften und Einzelvoltigierer. „Da darf nicht jeder kommen. Das ist ein reines Nominierungsturnier“, sagt Michaela Kittel. Zu sehen bekommen die Zuschauer also Leistungs- und Spitzensport.

Sind auch heimische Voltigierer am Start?

Ja, vom Ausrichter startet das A-Team Corpi Bromskirchen I mit Pferd Corporaal am Samstag um 9 Uhr in der Gruppen-Voltigierprüfung Klasse A (Pflicht). Die Kür folgt dann am Sonntag ab 9.30 Uhr. Als jüngsten Erfolg feierte das A-Team unter Longenführerin Michaela Kittel einen zweiten Platz unter neun Mannschaften auf einem Turnier in Waldgirmes. Dort wurde Corporaal als bestes Pferd der Abteilung ausgezeichnet.

Außerdem dabei: Yvonne Specht vom RFV Edertal. Sie startet am Samstag ab 17.30 Uhr in der Einzelvoltigierprüfung Klasse M mit Longenführerin Anna Specht und Pferd Veran. Qualifiziert für diesen Ländervergleich hatte sich Yvonne Specht durch ihre guten Leistungen auf der Hessenmeisterschaft mit zwei Bronzemedaillen und ihrem Kürprogramm „Marie Curie“.

Für Hessen ebenfalls am Start ist Paul Hartung, Hessenmeisterschaftsdritter in der Leistungsklasse L. Er trainiert in Allendorf mit und wird auch auf Veran an der Longe geführt von Anna Specht.

Warum richtet der RVV den Länderkampf nicht in Bromskirchen aus?

Weil dort alles zu klein ist. „Im Pferdesportzentrum Alsfeld gibt es eine 60 Meter große Halle, mit Tribünen“, berichtet Michaela Kittel. Für sie und ihr gesamtes Helferteam ist der teure und mit sehr viel Arbeit verbundene Umzug nichts Neues. Zweimal die Süddeutsche Meisterschaft und einmal die Hessenmeisterschaft hat der RVV in den vergangenen Jahren bereits in Alsfeld gestemmt.

Ist da der ganze Verein gefordert und werden viele Helfer benötigt?

Ja, das reicht von der Turnierleitung unter Michaela Kittel, über die engagierten Eltern der RVV-Voltigierer, die sich um die Verpflegung kümmern, bis zum Arzt Dr. Rainer Kittel. Schirmherr Donatus Landgraf von Hessen lobt Bromskirchen: „Ohne engagierte Vereine wie den RVV geht es nicht. Dieser relativ kleine Verein organisiert mit großem Elan und Einsatz solche Turniere, selbst wenn sie fern von zuhause stattfinden.“ Der Umzug nach Alsfeld startete übrigens bereits am Mittwoch.

Welches „Bonbon“ hat sich Michaela Kittel für den eigenen Nachwuchs ausgedacht?

Am Freitag, einen Tag vor Beginn des Länderkampfes, soll ein Breitensportturnier in Alsfeld stattfinden. „Damit auch unsere vielen Kinder die Möglichkeit haben, hier ihr Können zu zeigen“, sagt Michaela Kittel. Nicht nur da, sondern auch am Wochenende ist der Eintritt frei.

Was ist noch neu an diesem Fünf-Länderkampf 2019?

Nun, auch der RVV hat sich in Zeiten von „Fridays for Future“ Gedanken um Umwelt und Abfallvermeidung gemacht. „Wir werden erstmals auf Plastik- und Einweggeschirr verzichten. Dazu haben wir extra ein Spülmobil gemietet. Der viele Einwegmüll hat mich schon in den vergangenen Jahren immer gestört“, sagt Michaela Kittel.

Und die zweite Premiere: „ClipMyHorse.TV“, ein Pferdesportsender im Internet, wird den Fünf-Ländervergleichskampf übertragen. „Das wertet unsere Veranstaltung natürlich unheimlich auf“, freut sich Kittel.

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