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Spiel auf Messers Schneide: Hannes Schneider sorgt für FCE-Sieg gegen Niedernhausen

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Von: Wilfried Hartmann

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Ederberglands Janis Wolff (links) versucht, sich gegen Dennis Merten (Niedernhausen) durchzusetzen.
Wo ist das Leder? Ederberglands Janis Wolff (links) versucht, sich gegen Dennis Merten (Niedernhausen) durchzusetzen. © Wilfried Hartmann

Der FC Ederbergland hat in der Fußball-Verbandsliga Mitte seine Minimalchance auf den Titel mit einem 1:0 (1:0)-Sieg beim SV Niederhausen gewahrt. Schütze des goldenen und auch sehenswerten Tores war Hannes Schneider.

Niedernhausen - Die Gästetrainer Christian Behle und Christian Hartmann hatten vor dem Spiel auf einigen Positionen umgebaut. So kehrte Kevin Vidakovics nach langer Verletzungspause in die Innenverteidigung zurück. Janis Wolff rückte auf die Sechserposition, wo er Benedikt Schneider ersetzte, der weiter vorn die Zehnerposition von Ahmad Ibrahim einnahm. Ibrahim hingegen tauchte als Spitze für den angeschlagenen Maxim Zich auf. Auch auf den Außenbahnen wurde rotiert. Für Ingo Miß und Moritz Graw spielten Lucas Altmann und Hannes Schneider.

Entsprechend ruhig und besonnen begannen die Gäste. Man wollte sich finden und war bemüht, den Ball lange in den eigenen Reihen zu halten. Da Niedernhausen noch die vier Gegentore aus dem Hinspiel im Hinterkopf hatte, wurde auch bei den Taunusstädtern das Risiko im Spiel nach vorn minimal gehalten. Der FCE kontrollierte das Geschehen, bei dem das Spiel bis zum Strafraum ansehnlich vonstatten ging, dort aber der entscheidende Pass fehlte. Der gelang Louis Wickenhöfer, der einen Ball scharf und flach in die Box spielte. Hannes Schneider lenkte das Leder aus zwölf Metern volley in den Winkel – 0:1 (22.). Auch wenn der klasse Sturm der Gastgeber mit Mertens und Rebic meist bei Vidakovics und Kapitän Simon Mitze abgemeldet waren, vollständig aus dem Spiel nehmen konnte man dies nicht. So wurde Mertens (41.) in letzter Sekunde mit vereinten Kräften am Torschuss gehindert.

Nach dem Wechsel war den Gastgebern deutlich anzumerken, dass man nicht mit einer Niederlage den Platz verlassen wollte. Der FCE baute in Ruhe auf, bezog hierbei auch Torwart Nils Schneider verstärkt mit ein. Man wollte Niedernhausen nach vorn locken – aber auch die Heimelf bewies Geduld. Bis zum Spielende stand das Spiel auf Messers Schneide. Nach einer Stunde Spielzeit lenkte Heimkeeper Tim Burghold einen von Lucas Altmann getretenen Freistoß mit letzter Mühe über den Querbalken, fünf Minuten später donnerte Lukas Hampel den Ball an den Ederbergländer Pfosten. Mittlerweile kam Valon Ademi zu seinem ersten Einsatz seit Monaten. Er hielt die Bälle, machte das Spiel der Gäste sicherer.

Der Rest des Spiels war pure Turbulenz: In einem kämpferischen, aber nicht übertrieben unfairen Spiel, zeigte Schiedsrichter David Schmidt acht Mal Gelb und drei Mal Gelbrot. Zunächst traf es Kevin Vidakovics (72.), der seine gelbe Karte mit einem Lächeln quittierte, was den Ampelkarton nach sich zog. Auf der Gegenseite mussten Philipp Hemerat (77. Foul) und Ivan Rebic (81., unsportliches Verhalten) den Platz verlassen. Die größte Chance, den Sieg in trockene Tücher zu legen, hatte Christoph Völker, der vom eingewechselten Graw bedient, das Leder im Strafraum nicht unter Kontrolle brachte. Christian Behle: „Wir hatten gerade in der ersten Halbzeit mehr Kontrolle und mehr Ballbesitz. Über 90 Minuten waren die Chancen verteilt. Wir wussten, dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde und das war es auch.“

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