Sportlerehrung: Erfolgsmeldungen und Nachdenkliches

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Frankenberg. Die HNA Waldeck-Frankenberg hat die Sportler des Jahres 2014 ausgezeichnet. wurden bei einem Ehrungsabend in der Frankenberger Ederberglandhalle geehrt.

„So will ich nicht aufhören“, sagt Jan-Martin Speer. „Obwohl das Training mit sehr viel Quälerei verbunden ist“, fügt der Bob-Anschieber hinzu, der jüngst die Weltmeisterschaft in Winterberg von draußen verfolgen musste. „Jedem, der etwas ehrenamtlich macht, kann es manchmal auch zuviel werden“, sagt Carola Fincke vom TSV Waldeck.

Es sind nicht nur Erfolgsmeldungen, sondern bemerkenswert nachdenkliche Töne, die Moderator Wilfried Hartmann etwa dem Sportler des Jahres oder der Guten Seele am Ehrungsabend der HNA entlockt. In gewohnter Weise waren die Besten der Sportlerwahl geladen, und viele sind am Montag dem Ruf in die Ederberglandhalle gefolgt.

Klar, der Olympiateilnehmer und Anschieber aus Wirmighausen ist seinen „genialen Sport“ keineswegs leid, ihm macht der Geschwindigkeits-Rausch im Bob „eingezwängt wie in der Badewanne“ nach wie vor Spaß. Auch Übungsleiterin Carola Fincke schwärmt von ihrer Arbeit mit Kindern, die viel Spaß macht. Selbst in ihrer Freizeit will sie vom Reitsport nicht lassen.

Die Guten Seelen liegen Uwe Steuber am Herzen: „Die sind für mich besonders wichtig“, sagt der Sportkreisvorsitzende. Einer von ihnen ist Axel Feyerabend vom DFC Allendorf, seit Jahren im Frauenfußball und Jugendbereich engagiert. „Ich mache es für die Leute, die Spaß am Frauen- und Mädchenfußball haben“, erläutert Feyerabend, „wenn man im Sport irgendwann zufrieden ist, ich glaube, dann ist man fehl am Platz.“

Heimische Sport-Prominenz beim Ehrungsabend in Frankenberg

„Als Sportlerin möchte man immer das Beste erreichen“, pflichtet ihm Miranda Robben-Schmidt bei. Ihre Mitspielerin Tessa Cocx ist in die Vipers-Trainerrolle gewechselt und sagt dazu als Tessa Bremmer: „Manchmal ist es schwer für den Trainer. Aber wir haben Spaß, wir respektieren uns gegenseitig.“

Den Spaß, den wollen die Tischtennis-Damen des SV Rennertehausen keinesfalls missen. Mit der Hessenliga haben sie ihr Ziel erreicht, „keine will höher hinaus“, sagt Melanie Landau. Und Ute Ernst, die 15 Jahre bei den Herren aufschlug, kennt den Unterschied: „Die Männer spielen taktischer, die Frauen spielen das, was sie können.“

Mit zwei Stunden täglichem Training ist Neu-Boxprofi Mario Jassmann gut dabei und geht dazu noch arbeiten. „Ich kann auch noch mit 50 boxen“, glaubt der 27-Jährige. So weit voraus schaut Matthis-Leon Wilhelm nicht. Die Bestmarke des Bundeskaderathleten des TSV Frankenberg steht bei 7,37 Metern; sein Ziel dieses Jahr: die Quali-EM-Norm von 7,55 Metern. Weite Sprünge sind sein Erfolgsrezept.

Von Hans Dreier

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