Fußball-Verbandsligist FC Ederbergland vor dem Saisonstart

Trainer Trevisis Wunsch: FCE soll wieder Spaß machen

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Neu an der Linie beim FC Ederbergland: Trainer Stefan Trevisi.

Der neue Trainer des Fußball-Verbandsligisten hat einen Wunsch: Der FC Ederbergland soll wieder Spaß machen. 

Zwei Jahre hat Stefan Trevisi zuletzt eine Pause eingelegt. Wobei, was heißt hier Pause: Der neue FCE-Trainer nutzte die Zeit, erwarb die A-Lizenz, hospitierte unter anderem ein paar Tage bei der U 23 des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München. Seit dieser Saison ist der 47-Jährige für den Verbandsligisten FC Ederbergland verantwortlich.

Und er ist hoch motiviert. „Ich will aufsteigen“, sagt der Bad Berleburger selbstbewusst. „Wenn nicht in diesem Jahr, dann eben im nächsten.“ Sein Optimismus und das Selbstbewusstsein haben einen Grund, denn von seiner neuen Mannschaft ist Trevisi überzeugt. „Ich glaube, dass wir stärker sind, als in der vergangenen Saison.“ Da spielte der FCE noch in der Hessenliga, musste aber als Tabellenvorletzter und nach einer enttäuschenden Saison absteigen.

Trotz des Abstiegs ist der Großteil der Spieler dem FC Ederbergland treu geblieben. Sicher, Abgänge wie Ernes Hidic (Marburg), Torhüter Philipp Hartmann (Berlin) oder Robin Wissemann (Altenlotheim) tun weh. Aber sie wurden kompensiert. Acht Neuzugänge heuerten beim FCE an. Gestandene und beim FCE bekannte Spieler wie Tim Biesenthal (Wallau) oder Maxim Zich (Röddenau), daneben aber auch Spieler wie Lennart Mattheis (Biedenkopf), Lamin Kamara (SG Eder) oder Simon Mitze (Ederbringhausen/B.), von denen sich Trevisi angetan zeigt.

Das gilt noch mehr für aufgerückte Jugendspieler wie Torhüter Nils Schneider – für Trevisi einer der größten Gewinner der Vorbereitung – oder Burak Yavuz, der laut Trevisi ein „riesen Talent“ ist.

Der kann darüber hinaus auf viele bekannte Kräfte bauen, sodass laut dem neuen FCE-Trainer die Mischung zwischen Alt und Jung im Kader stimmt. Und, das ist größte Unterschied zu den Vorjahren, der Konkurrenzkampf im Kader ist groß. Ausruhen kann sich niemand. 18 bis 20 Spieler warten allein im Kader der ersten Mannschaft auf Einsätze, dazu gebe es auch in der Reserve talentierte Spieler, die auf den Sprung nach oben warten.

Dabei trainieren erste und zweite Mannschaft seit dieser Saison getrennt. Für Trevisi war dies zwingend notwendig. „So, wie es hier gelaufen ist, habe ich das gar nicht gekannt. Wie will man mit mehr als 30 Spielern auf einem Platz trainieren? Ich muss doch im Training genau die Räume schaffen, die die Spieler auch an jedem Spieltag vorfinden“, sagt der Bad Berleburger, der aber auch betont, dass die „Tür zu ersten stets offen“ sei.

Trevisi hatte knapp fünf Wochen Vorbereitung auf die neue Saison, die vollgepackt waren. Die Belastung gerade in der Woche beim Kahl- und Schlichterle-Cup war hoch. Am Einsatz seiner Spieler mangelte es nicht, was Trevisi wohlwollend registrierte. „Es hat keiner gemeckert.“ Es entspricht dem Motto, was Trevisi seinen Spielern einimpfen möchte. Man hat nur Erfolg, wenn man fleißig arbeitet. „Am Fleiß mangelt es bei uns nicht“, sagt der neue Trainer zufrieden.

Klar ist, dass der FCE dies aber auch auf dem Platz umsetzen muss. Spielerisch soll sich das Team unter ihm wieder steigern, der FCE soll wieder Spaß machen. Wurden in der vergangenen Saison oft die Bälle lang nach vorne geschlagen, sollen spielerische Lösungen gefunden werden. „Das haben wir geändert und ich finde, das hat man in der Vorbereitung auch gesehen“, sagt Trevisi, der aber auch merkt, dass es teilweise noch an der Abstimmung hapert. „Die Abläufe sind noch nicht ganz klar. Aber das ist auch völlig normal.“

Zufrieden ist er mit seinem Kader. Nahezu alle Positionen sind doppelt besetzt, gerade in der Abwehr und im defensiven Mittelfeld gibt es viel Auswahl und viele Variationsmöglichkeiten. Das gilt aber auch für das Spiel nach vorne, wo Neuzugang Maxim Zich die arrivierten Kräfte Daniel Gora und Manuel Todt unterstützen soll. Zich hat trotz seiner schweren Knieverletzungen seinen Trainer überzeugt. „Er hat jede Einheit mitgemacht. Man merkt ihm gar nicht an, wie schwer er verletzt war.“

Mit zwei Heimspielen beginnt der FCE die neue Runde, gleich das erste an diesem Samstag hat es gegen den Titelkandidaten VfB Marburg in sich.

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