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U23 des FC Ederbergland spielt 1:3 beim MTV Gießen – Unnötige, aber verdiente Niederlage

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Augen zu und hoch zum Leder: Ederberglands David Immel (links) versucht, sich gegen Gießens Daniel Mikhailov durchzusetzen.
Augen zu und hoch zum Leder: Ederberglands David Immel (links) versucht, sich gegen Gießens Daniel Mikhailov durchzusetzen. © Wilfried Hartmann

Das Spitzenspiel in der Fußball-Verbandsliga Mitte zwischen dem Tabellenführer TSV Steinbach II und dem Rangdritten FC Ederbergland ist coronabedingt ausgefallen. Einen Tag später verlor die U23 des FC Ederbergland in der Gruppenliga beim MTV Gießen mit 1:3.

Giessen – Eine unnötige, aber verdiente 1:3 (1:2)-Niederlage kassierte die U 23 des FC Ederbergland am Sonntag in der Fußball-Gruppenliga beim MTV Gießen. Eine starke halbe Stunde reichte nicht aus, um den Sprung ins gesicherte Mittelfeld zu schaffen.

Ohne Benjamin Wolf, Tom Csernovits und Lucas Knebel waren die Gäste stark ersatzgeschwächt in der Mittelhessen-Metropole angetreten. Zudem fehlte coronabedingt Trainer Fajko Efendic. Dennoch begann die U 23 flott und zog das Spiel über die in der Anfangsphase überragenden Lucas Altmann und Felix Paul auf. Allein Mittelstürmer David Immel hätte mit seinen Chancen (7., 10., 12.) den FCE in Führung bringen können. Nach etwa 20 Minuten kehrte etwas Ruhe ins Spiel ein, dennoch gelang Hannes Schneider die Führung aus 16 Metern (21.). Der FCE hatte bis dahin mehr Struktur im Spiel, während der Gastgeber nur auf Schadensbegrenzung aus schien. „Warum wir die spielerische Dominanz dann aufgegeben haben, ist mir ein Rätsel“, haderte Co-Trainer Michael Möllmann mit der Mannschaft.

FCE verunsichert und unkonzentriert

Wie aus dem Nichts fiel dann das 1:1, als der MTV einen Fehler im Spielaufbau der Ederbergländer in einen schnellen Gegenangriff umwandelte und durch Lasse Löffler ausglich (36.). Fortan wirkte der FCE verunsichert und unkonzentriert, der vorher vorbildliche Spielaufbau mutierte plötzlich zu einer Partie mit langen, einfallslosen Bällen in den Strafraum, die dort zur Beute der großgewachsenen MTV-Abwehr wurde. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte köpfte Luca Dreyer viel zu unbedrängt noch eine Ecke zur 2:1-Führung ein (48.).

„Wir haben in der Pause angesprochen, dass wir wieder zu dem Fußball finden müssen, den wir in der Anfangsphase gezeigt hatten. So richtig gelungen ist uns das nicht“, sagte Michael Möllmann.

Nach der Pause wie verwandelt

Wie verwandelt zeigten sich die Gastgeber nach der Pause, sie kämpften um jeden Meter Boden und verdienten sich so letztendlichen den 3:1-Sieg. Der FCE versuchte alles, spielte vermehrt nach vorn, erzielte auch eine Reihe von Ecken, blieb aber in seinem Spielaufbau zu unkoordiniert. Entsprechend fehlten die Hochkaräter, die zu einem Tor zwangläufig hätten führen müssen. Der MTV, der sich nach etwas einer halben Stunde schon teilweise selbst abgeschrieben hatte, kämpfte bis zum Umfallen und zeigte somit auch den größeren Siegeswillen. Als die Gäste in der Schlussphase alles nach vorne warfen, führte ein Konter in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 3:1-Sieg durch Andrew Iyasere. (Wilfried Hartmann)

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