Reitsport: Lars Bergmoser will Vereinen Anreiz bieten

Walter-Bergmoser-Förderpreis ausgeschrieben - Punkte aus sechs Turnieren

Hofft darauf, dass viele Bewerbungen eingehen werden: Lars Bergmoser, der den Walter-Bergmoser-Förderpreis ins Leben gerufen hat, hier mit einer Abschwitzdecke, die zu den Ehrenpreisen gehört.
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Hofft darauf, dass viele Bewerbungen eingehen werden: Lars Bergmoser, der den Walter-Bergmoser-Förderpreis ins Leben gerufen hat, hier mit einer Abschwitzdecke, die zu den Ehrenpreisen gehört.

Für die Pferdesport-Saison 2021 in Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf gibt es einen neuen Förderpreis: Initiator des Walter-Bergmoser-Förderpreises ist Lars Bergmoser.

Reddighausen – Weil coronabedingt dieses Jahr auch im Pferdesport viele Turniere ausgefallen sind, hat sich Lars Bergmoser etwas einfallen lassen. Der 26-Jährige aus Reddighausen, dessen Familie schon seit mehr als 40 Jahren aktiv im Reitsport unterwegs ist, hat für die Saison 2021 den Walter-Bergmoser-Förderpreis ausgeschrieben.

Dabei sollen auf insgesamt sechs Turnieren jeweils eine Springprüfung der Klassen E und A ausgeschrieben werden. Der Sieger erhält so viele Punkte, wie Paare gestartet sind und bei der letzten Veranstaltung sind die Prüfungen mit einem Stechen ausgeschrieben. Für die Gesamtwertung werden die jeweils vier besten Ergebnisse des Reiters addiert.

„Damit wollen wir Pferdesportvereinen aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf einen Anreiz bieten, nächstes Jahr Turniere auszurichten, bei denen jugendlichen Reitern und Amateuren eine besondere Förderung zukommen soll“, sagt Bergmoser, der 1. Vorsitzender beim Reit- und Fahrverein Wollmartal ist. „Auch unser Turnier ist wegen der Corona-Pandemie im Sommer ausgefallen. Und deswegen habe ich überlegt, was man tun kann, um die Turniersaison im nächsten Jahr wieder zum Anlaufen zu bekommen“, so Lars Bergmoser, der ergänzt: „Gerade die kleinen, ländlichen Vereine sind auf Sponsorengelder angewiesen. Das ist bei uns auch so, wir werden unter anderem auch von vielen Gastronomiebetrieben unterstützt, von denen uns sicherlich nächstes Jahr einige wegbrechen werden, weil wegen Corona kein Geld für das Sponsoring übrig bleibt.“

Namensgeber war der Großvater

Die Idee, einen Förderpreis auszuschreiben, habe aber nichts mit seiner Vereinsarbeit zu tun. „Das ist alles in privater Sache geschehen. Gemeinsam mit dem Pferdesportverband Hessen habe ich ein Konzept ausgearbeitet und einen Stiftungsfond aufgesetzt, aus dem dann die Gelder gezogen werden.“ Walter, der Namensgeber des Preises, war der Großvater von Lars Bergmoser, der 2005 gestorben ist. „Mein Opa war selbst aktiver Reiter und er hat seine Kinder sowie Enkelkinder immer unterstützt, daher war für mich sofort klar, auf wen sich der Preis beziehen muss.“

Bis zum 31. Dezember 2020 haben die Vereine Zeit, sich zu bewerben. „Die meisten Vereine im Landkreis richten sowieso ein Turnier aus und haben die Springprüfung der Klassen E und A meistens schon im Programm und müssten das dann nur etwas umschreiben. Das ist kein großer Aufwand, aber gleichzeitig verspreche ich mir davon, dass das Turnier durch den Förderpreis ein Publikumsmagnet wird und eben viel mehr Teilnehmer anzieht“, sagt Lars Bergmoser.

Jetzt käme es eben darauf an, wie das Interesse der Vereine ist. „Der Pferdesportverband und die Kreisreiterbünde waren jedenfalls angetan von meiner Idee und haben auch schon entsprechend Werbung gemacht, dass sich die Vereine bei mit melden sollen.“ Die Sieger dürfen sich über Geld- und Ehrenpreise, wie beispielsweise eine Abschwitzdecke freuen.

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