Auch Autoscheinwerfer bringen nicht den erhofften Durchblick 

Was war denn da los? Derbyfieber unter drei Flutlichtmasten in Frohnhausen

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Flutlichtmast defekt: Da sollten auf dem Sportplatz in Frohnhausen Autoscheinwerfer helfen.

Frohnhausen. Ein Freitagabend-Kreisligaderby wurde in Frohnhausen durchgezogen, obwohl ein Flutlichtmast defekt war. Kurioses aus der Frankenberger Kreisliga A. 

Darauf freut man sich als echter Fußballfan: Es ist Derbyzeit in der Kreisliga, Anstoß Freitag 18.30 Uhr. Das Flutlicht ist an, der Platz ist vom Regen leicht feucht. Beide Mannschaften fiebern dem Anstoß entgegen, die Zuschauer haben ihre Plätze eingenommen und erwarten ein umkämpftes Derby.

So war es am vergangenen Freitagabend auf dem Sportplatz in Frohnhausen. Dort erwartete die SG Wollmar/Frohnhausen ihren Nachbarn von der SG Laisa/Berghofen zum Kreisliga-Derby. Alles war so wie eingangs beschrieben, nur das Flutlicht spielte nicht so richtig mit. Was war denn da los?

Von den vier Masten in Frohnhausen brannte die Lampe nur an dreien. Dies war beim Anpfiff, als es noch nicht dunkel war, zunächst kein großes Problem. Das änderte sich im Laufe der Begegnung bei zunehmender Dunkelheit aber beträchtlich.

Auch der Versuch, mit einem Autoscheinwerfer mehr Licht aufs Spielfeld zu bringen, schadete mehr, als es nützte. „Wenn man in die Autoscheinwerfer geschaut hat, dann konnte man im Anschluss kaum noch etwas sehen“, berichtete Alexander Hess, der Spielführer der SG Laisa/Berghofen.

Und auch Maximilian Freiling, der Kapitän der Heimmannschaft, sah wenig Nutzen in der Scheinwerfer-Aktion. „Es war sicher eine gut gemeinte Idee. Aber für mehr Helligkeit auf dem Feld hat es nicht gesorgt“, so Freilings Fazit. „Die Scheinwerfer haben dann doch eher geblendet, vor allem wenn man direkt reinschauen musste“, sagte Freiling weiter.

Das Problem mit der ausgefallenen Lampe konnte sich Freiling nicht erklären, denn „wir haben in der Woche in Frohnhausen trainiert. Und soweit ich das mitbekommen habe, hat das Flutlicht dabei einwandfrei funktioniert“.

Die Gastgeber verloren die Partie knapp mit 2:3. Lag es also am fehlenden Durchblick? „Daran hat es nicht gelegen“, stellt Freiling klar. „Wir haben durch Fehler in der Defensive die Gegentore bekommen und in der Offensive unsere Chancen nicht genutzt. Die Lichtverhältnisse waren für beide Teams gleich; das gilt im Nachhinein nicht als Ausrede. Dass die Bedingungen nicht optimal waren, das ist klar. Aber es lag ja im Ermessen des Schiedsrichters, das Spiel jederzeit abzubrechen“, erläutert Freiling abschließend.

Übrigens ging die vierte Lampe kurz nach dem Schlusspfiff dann doch noch an, sie war wohl vorher noch nicht im Derbyfieber.

Von Michael Paulus 

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