Fußball-Verbandsligist trennt sich vom TuS Erndtebrück mit 1:4

Test im Testspiel: FC Ederbergland setzt Hygienekonzept erfolgreich um

Wird künftig immer gut gepflegt sein: Burak Yavuz desinfiziert den Ball.
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Wird künftig immer gut gepflegt sein: Burak Yavuz desinfiziert den Ball.

Fußball-Verbandsligist FC Ederbergland hat am Samstag erfolgreich das neue Hygienekonzept getestet. Im ersten Testspiel gegen den westfälischen Oberligisten TuS Erndtebrück musste sich der FCE aber mit 1:4 geschlagen geben.

Allendorf – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie halten Fußballfunktionäre – in erster Linie ehrenamtliche Helfer – gehörig auf Trab. Denn der Hessische Fußballverband (HFV) und die Behörden verlangen zum Wiedereinstieg ein Hygienekonzept, für das es vieles zu beachten gilt. Stoßen die heimischen Vereine dabei auf Schwierigkeiten? Wir zeigen anhand des FC Ederbergland, der am Samstag ein Testspiel gegen TuS Erndtebrück ausgetragen hat, wie es gehen kann.

Der Allendorfer Sportplatz war jedenfalls so hergerichtet, wie es der HFV vorgibt: Es waren von Vereinsseite her neben den drei Zonen (Spielfeld, Umkleide und Publikumsbereich) auch trotz nicht so zahlreich erwarteter Zuschauer die Verkaufsstände für Essen und Getränke geöffnet worden. „Wir nutzen das Spiel als Testlauf für den Ligabetrieb, wo sicherlich mehr Zuschauer kommen, und testen alle Vorgaben der vorgeschriebenen Punkte aus“, sagt Friedhelm Briel, Hygiene-Beauftragter des SV Allendorf und ergänzt: „Wir haben die Eingang- und Ausgangswege deutlich am Boden markiert. Des Weiteren müssen alle Besucher ihre Daten am Eingang abgeben.“ Es müssen Name, Anschrift und Telefonnummer erfragt werden, um Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Mannschaften völlig getrennt

„Im Spielerbreich haben wir in Allendorf zum Glück die Möglichkeit, die Mannschaften im Kabinentrakt völlig voneinander zu trennen“, so Briel. Denn: In den einzelnen Kabinen gilt Maskenpflicht, wenn die komplette Mannschaft sich darin aufhält, da die Abstandsvorgaben ansonsten nicht eingehalten werden können. „Wir haben hier auch den Vorteil, dass beide Mannschaften eigene sanitäre Anlagen haben und so auch in diesem Fall kein Kontakt mit dem Zuschauerbereich nötig ist“, erläutert Briel. „Das ist sicherlich so nicht in vielen Sportanlagen im Kreis Frankenberg möglich.“

Auch rund ums Spielfeld wurden an den Umrandungen die 1,50 Meter Abstand deutlich gekennzeichnet. „Auch während des Spiels werden wir mit einigen Leuten rund ums Spielfeld im Einsatz sein und gegebenenfalls die Zuschauer noch einmal auf die Abstände hinweisen. Für uns ist das eine willkommene Generalprobe für den anstehenden Saisonstart“, so Briel.

Auch nach Spielende zeigte sich der Hygiene-Beauftragte zufrieden: „Es war für uns ein erfolgreicher Test, es waren gut 100 Zuschauer da, damit hatten wir gar nicht gerechnet. Die Zuschauer haben gemerkt, dass das Hygiene-Konzept kein Hexenwerk ist, wenn man sich an die bereits bekannten Vorgaben hält. Der Fußball kann also trotzdem wieder Spaß machen.“ Und was kann noch verbessert werden? „Beim Einlass werden wir einige Dinge ändern, damit es beim nächsten Mal schneller geht. Aber im Großen und Ganzen ist unser Konzept gut aufgegangen und wir können zuversichtlich in die Saison gehen“, sagt Friedhelm Briel.

Übrigens: Der Gastverein hat stets eine Mitverantwortung – so will es der HFV. Er empfiehlt: Ein Betreuer der Gäste reist rechtzeitig an und wird eingewiesen.

Dreher mit dem Ehrentreffer

Der FC Ederbergland hat den ersten Saison-Test nach der langen Corona-Pause gegen den TuS Erndtebrück mit 1:4 (0:3) verloren. Der westfälische Oberligist, der von Ex-FCE-Trainer Stefan Trevisi trainiert wird, war vor allem in der ersten Hälfte klar spielbestimmend und schnürte die Gleim-Elf in der eigenen Hälfte ein. Für den einzigen FCE-Treffer sorgte Jan Dreher (67.), dessen strammer Linksschuss nach Vorlage von Wolfgang Klaus nicht zu halten war.

Von Michael Paulus

Eintritt mit Abstand: Erstmals wurde in Allendorf unter den neuen Bestimmungen des Hygienekonzepts Fußball gespielt. Jeder Zuschauer muss am Eingang seine Daten wie Name, Anschrift und Telefonnummer hinterlassen.

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