BSA-Handballer im letzten Saison-Heimspiel gegen TSV Ost-Mosheim II chancenlos

20:32 gegen den Meister

In der Zange: Hart angegangen wird Tim Vogeley im Trikot der TSG Bad Sooden-Allendorf (am Ball) von zwei Abwehrspielern des TSV Ost-Mosheim II. Foto: per

Bad Sooden-Allendorf. Eigentlich wollten die Bezirksliga-Handballer der TSG Bad Sooden-Allendorf die Entscheidung über die Meisterschaft mit einem Sieg über Spitzenreiter TSV Ost-Mosheim II bis zum letzten Spieltag in einer Woche vertagen. Daraus aber wurde nichts. Das Team von Trainer Sebastian Neuenroth unterlag den favorisierten Gästen klar mit 20:32 (7:16) und gratulierte den anschließend ausgelassen feiernden TSVern zum vorzeitig feststehenden Aufstieg.

„Wir sind wieder einmal nicht konzentriert genug zu Werke gegangen“, konstatierte Neuenroth, der mit den verhinderten Alexander Klingmann und Lukas Hasselbach sowie Torwart Attila Dincel auf drei wichtige Spieler verzichten musste. „Obwohl wir uns viel vorgenommen hatten, wurden die Angriffe oft unstrukturiert vorgetragen und viel zu früh abgeschlossen“, haderte er vor allem mit der Offensivleistung seiner Jungs. Diese hatten lediglich beim 1:0 und 2:1 in Führung gelegen, waren dann aber ganz schnell ins Hintertreffen geraten. Über 4:2 (6.) und 8:3 (9.) bauten die Gäste ihre Führung auf 14:5 (27.) aus und nahmen diesen Neun-Tore-Vorsprung dann auch mit in die Kabine.

Mit der Einwechslung von Alexander Neuenroth und einer Umstellung im Rückraum kam zu Beginn des zweiten Spielabschnittes etwas mehr Schwung ins Angriffsspiel der TSG. Drei Treffer in Folge des nun auf halblinks spielenden Neuenroth sowie zwei von Matthias Noll verwandelte Siebenmeter ließen den Rückstand kurzfristig auf sechs Tore schmelzen (14:20/37.). Dann aber zogen die Ost-Mosheimer das Tempo wieder an und bauten den Vorsprung kontinuierlich auf zehn Tore aus (28:18/50.). Und als dann Alexander Neuenroth von den ansonsten hervorragend pfeifenden Unparteiischen unberechtigterweise die rote Karte sah, als ihm ein Gegenspieler bei einer Abwehraktion mit dem Kopf an den zum Eigenschutz angelegten Ellenbogen sprang, war die Partie endgültig gelaufen. So wurden die letzten zehn Minuten zum reinen Schaulaufen für den neuen Meister, der von den zahlreichen mitgereisten Fans ebenso mit Sprechchören gefeiert wurde wie von den Mitspielern und Betreuern auf der Reservebank.

„Insgesamt geht dieser Sieg auch in der Höhe in Ordnung“, zollte Sebastian Neuenroth dem Gegner seinen Respekt. Schwerer als die Niederlage wog für den TSG-Coach ohnehin die Verletzung von David Fischer, der in der ersten Halbzeit umknickte.

Tore Bad Sooden-Allendorf: Scharff (6), A. Neuenroth (3), Hottenroth (3), Noll (5/4), Vogeley (1), Amlung (1), Heller (1). (per)

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