Bezirksliga A: BSA-Handballer unterliegen nach schwächerer erster Halbzeit dem Kreisrivalen Wanfried II

29:30 - Aufholjagd ohne Erfolg

Fest im Griff: Gegen seinen Bewacher versucht sich Alexander Klingmann von der TSG Bad Sooden-Allendorf (am Ball) am Wanfrieder Kreis zu behaupten. Foto: per

Bad Sooden-Allendorf. Nichts wurde es für die Handballer der TSG Bad Sooden-Allendorf mit dem erhofften dritten Sieg in Folge in der Bezirksliga A. Gegen die zweite Mannschaft des VfL Wanfried unterlag das Team von Trainer Sebastian Neuenroth in eigener Halle denkbar knapp mit 29:30 (11:16). Während sich die Wanfrieder damit in der Tabelle um zwei Plätze auf Rang sieben nach vorn schoben, gehen die Kurstädter als Neunter in die kurze Weihnachtspause.

„Diese Partie haben wir ganz klar in der ersten Halbzeit verloren“, meinte ein enttäuschter Seppi Neuenroth. Tatsächlich begann seine Mannschaft außerordentlich unkonzentriert und konnte diese Nervosität bis zur Pause auch nie so richtig ablegen. Zwar brauchten auch die Gäste einige Zeit, um ihren Rhythmus zu finden (den ersten Treffer erzielte Claus Wehr nach drei Minuten per Siebenmeter), doch waren sie dann das klar bessere Team. Und das vor allem deshalb, weil sie einfach viel weniger technische Fehler machten und die sich bietenden Chancen deutlich besser nutzten.

Dass die Neuenroth-Sieben im ersten Durchgang ziemlich neben sich stand, könnte auch daran gelegen haben, dass mit Tim Vogeley der Kopf der Mannschaft schon nach wenigen Minuten verletzt das Spielfeld verlassen musste. Rückenprobleme, die ihn schon seit Wochen plagen, zwangen den Routinier zur Aufgabe.

Weil es den Wanfriedern gleichzeitig gelang, die Kreise von Alexander Klingmann entscheidend einzuengen und sie in Timo Kelm einen hervorragenden Torwart zwischen den Pfosten hatten, ging ihre 16:11-Pausenführung dann auch völlig in Ordnung. Eine großartige kämpferische Einstellung, die die Kurstädter auch in den vergangenen Wochen schon ausgezeichnet hatte, brachte sie dann im zweiten Durchgang aber schnell ins Spiel zurück. Dabei waren es vor allem die beiden Außen Julian Scharff und Lukas Hasselbach, die von ihren Mitspielern immer wieder gut in Szene gesetzt wurden und deren Würfe jetzt auch immer häufiger ihr Ziel fanden.

Schnelle Gegentore

Nachdem sich die Gastgeber über 16:18 (37.) auf 19:20 (45.) herangekämpft und auch einen Zwischenspurt des VfL weggesteckt hatten (19:23/48.), war das Spiel fünf Minuten vor der Schlusssirene beim 26:26 plötzlich wieder offen. „Leider war unser Rückzugverhalten in dieser Phase nicht gut und das haben die Wanfrieder durch schnelle Gegentore konsequent ausgenutzt“, befand Sebastian Neuenroth am Ende.

Vor allem Claus Wehr, der mit acht Treffern hinter Maximilian Lippold (9) zweitbeste VfL-Werfer, verhinderte mit seinen Toren in der Schlussphase, dass die TSG-Aufholjagd von Erfolg gekrönt wurde. So stand am Ende ein Gästesieg zu Buche, der vor allem aufgrund besagter erster Halbzeit dann auch in Ordnung ging.

Tore TSG Bad Sooden-Allendorf: Scharff (12), Amlung (3), Klingmann (4), Fischer (4), Hasselbach (5), Roselieb (´).

Tore VfL Wanfried II: Wehr (8), Otto (6), Lippold (9/1), Eberli (3), L. Schneider (3), C. Schneider (1).

Von Per Schröter

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