Weg zum Futsal-Titelgewinn in der Halle führt nur über den SV Weidenhausen

Alle jagen einen Favoriten

Grätschen verboten: Viele Neuerungen kommen auf die Kicker bei den Hallenmeisterschaften in Witzenhausen zu. Erstmals wird bei den Herren nach Futsal-Regeln gespielt. Foto: per

Witzenhausen. Nun also Futsal - und nicht mehr Fußball unterm Hallendach. Erstmals nach den neuen Regeln und mit einem schwereren Ball auf kleinere Tore wird am kommenden Wochenende der neue Hallenmeister bei den Männern und Frauen in Witzenhausen ermittelt.

Die Meinungen über die Neuerungen gehen auseinander. Während einige Klubs lieber nach dem alten Regelwerk mit einem leichteren Ball auf große Tore gespielt hätten, befürworten andere Klubs die neuen Richtlinien, die Fouls wie das Rempeln des Gegenspielers und das Grätschen am Mann verbieten.

In jedem Fall sind Mannschaften mit technisch versierten Spielern durch die Veränderungen bevorteilt. Titelverteidiger SV Adler Weidenhausen kann dies alles eigentlich egal sein. „Der Verbandsligist hat so viele starke Techniker in den Reihen, dass er auch bei diesen Titelkämpfen nach Futsal-Regeln der große Favorit ist“, sagt Co-Trainer Erkan Kilci vom Kreisoberligisten Lichtenauer FV. Seine Mannschaft bekam erst kürzlich die Klasse des Abonnementsiegers beim Bandenturnier in Reichensachsen zu spüren und verlor das Auftaktspiel hoch mit 0:6.

Die Lichtenauer müssen sich mit Neuzugang Waldemar Schledewitz also mächtig steigern, wenn sie eine ähnlich gute Rolle wie vor einem Jahr in Eschwege spielen wollen. Seinerzeit unterlagen sie auch den Weidenhäusern in der Vorrunde deutlich mit 0:5, kämpften sich als Gruppenzweiter aber bis ins Halbfinale vor und wurden dort erst vom späteren Vizemeister SV Reichensachsen gestoppt.

Auch für Trainer Osman Duygu vom FC Großalmerode tragen die Weidenhäuser die Favoritenbürde. „In der Mannschaft steckt so viel Potenzial, die machen das“, sagt der FC-Coach.

Den Tonstädtern bescherte das Los eine sogenannte Hammergruppe, denn das Duygu-Team muss sich in der Gruppe B mit den Weidenhäusern, dem starken Kreisoberliga-Rivalen SG Werratal und dem Zweiten der Vorrunde (siehe nebenstehenden Zeitplan) auseinandersetzen. Das blau-weiße FC-Trikot tragen am Sonntag erstmals die Neuzugänge Florian Meister und Sofian El Habachi, die in der Winterpause vom Nachbarn Lichtenauer FV in die Tonstadt wechselten.

Geheimfavorit Niederhone

Überraschungen sind immerhin denkbar, zumal Verbandsligist SV 07 Eschwege und der TSV Wichmannshausen aus der Gruppenliga in diesem Jahr nicht gemeldet haben. Möglicherweise schlägt nun die Stunde für die zuletzt in Reichensachsen hoch gelobten Kicker des SC Niederhone. Und nach Einschätzung von BSA-Trainer Jörg Immig wird es für Favoriten bei einem Rückstand gegen einen massiert verteidigenden Gegner schwer werden, bei den kleinen Drei-Meter-Toren zum Erfolg zu kommen. (eki)

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